{"id":52090,"date":"2018-04-23T07:29:15","date_gmt":"2018-04-23T05:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=52090"},"modified":"2018-04-19T13:32:03","modified_gmt":"2018-04-19T11:32:03","slug":"gap-hogan-verspricht-weniger-buerokratie-effektive-unterstuetzung-und-technologische-durchbrueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gap-hogan-verspricht-weniger-buerokratie-effektive-unterstuetzung-und-technologische-durchbrueche\/","title":{"rendered":"GAP: Hogan verspricht weniger B\u00fcrokratie, effektive Unterst\u00fctzung und technologische Durchbr\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ischen Landwirte sollten in die Landwirtschaft nach 2020 investieren. Diese werde weniger b\u00fcrokratisch und st\u00e4rker auf \u201etechnologische Durchbr\u00fcche\u201c ausgerichtet sein und den Lebensstandard der Bauern verbessern, sagte EU-Kommissar Phil Hogan gegen\u00fcber EURACTIV.com.<\/p>\n<p>Hogan betonte, es sei auch absolut notwendig, junge Menschen zum Eintritt in den Sektor anzuregen und die Rolle einer vorgeschlagenen EU-Plattform f\u00fcr Risikomanagementinstrumente zur Sensibilisierung der Landwirte hervorzuheben.<\/p>\n<p>Angesichts der Preisschwankungen und des Klimawandels, der sich direkt auf die Produktion auswirkt, fordern die Landwirte in der EU eine stabile Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) f\u00fcr die Zeit nach 2020. Die neue GAP m\u00fcsse Investitionen f\u00f6rdern und Einkommen stabilisieren.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission und die Mitgliedstaaten er\u00f6rtern derzeit die Gestaltung der zuk\u00fcnftigen GAP \u2013 auf Grundlage einer Mitteilung, in der eine weitere Vereinfachung vorgeschlagen wird, indem den EU-L\u00e4ndern \u201emehr Spielraum\u201c f\u00fcr ihre spezifischen Bedingungen einger\u00e4umt wird.<\/p>\n<p>Noch ist nicht bekannt, wie der n\u00e4chste mehrj\u00e4hrige Finanzrahmen (MFR) aussehen und welcher Anteil der GAP zugewiesen wird.<\/p>\n<p>\u201eAber auf jeden Fall arbeiten wir bereits an neuen Legislativvorschl\u00e4gen, die die GAP st\u00e4rker auf reale Ergebnisse ausrichten werden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie der endg\u00fcltige Haushalt aussieht,\u201c sagte Hogan.<\/p>\n<p>Das Ziel des Kommissars ist es, \u201estarke und klare Ziele\u201c f\u00fcr die Politik auf EU-Ebene zu setzen. Man m\u00fcsse beispielsweise sicherstellen, dass die Landwirtschaft eine ehrgeizigere Rolle bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels spielt.<\/p>\n<p>\u201eDie neue GAP wird den Mitgliedstaaten weitaus mehr Flexibilit\u00e4t bei der Entscheidung geben, wie sie diese Ziele unter ihren eigenen spezifischen Umst\u00e4nden erreichen wollen. Zum ersten Mal muss sich jeder Mitgliedstaat also auf einen eigenen GAP-Plan festlegen, wie er die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Landwirte und l\u00e4ndliche Gemeinschaften durch seine GAP-Mittel sicherstellen will.\u201c<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden also st\u00e4rker auf die eigenen nationalen Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hogan ist dies ein klarer Grund, warum die Landwirte zuversichtlich in die Zukunft blicken sollten: \u201eWir haben auf ihre Bedenken geh\u00f6rt \u2013 dass die GAP zu b\u00fcrokratisch war, zu sehr auf die Einhaltung der Vorschriften und nicht auf Ergebnisse ausgerichtet \u2013 und wir sprechen diese Bedenken direkt an. Ab 2020 erwarten wir, dass das Geld \u2013 unabh\u00e4ngig von der Gesamth\u00f6he des GAP-Haushalts \u2013 intelligenter und effektiver ausgegeben wird.\u201c<\/p>\n<p>Der zweite Grund f\u00fcr Optimismus, so der EU-Landwirtschaftschef, sei der technologische Durchbruch: \u201eDie Technologie ist seit dem Inkrafttreten der letzten GAP-Reform im Jahr 2013 so schnell vorangekommen, dass wir bereits viele Vorteile f\u00fcr die europ\u00e4ischen Landwirte sehen. Und unsere neuen Vorschl\u00e4ge werden dem Rechnung tragen.\u201c<\/p>\n<p>Hogan erl\u00e4uterte weiter: \u201eWir wollen Investitionen in Innovation und die Erforschung neuer Technologien erleichtern, mit denen die Landwirte auf dem Feld Zeit und Geld sparen k\u00f6nnen. Das geht von Maschinen, die pr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob die Trauben schon reif sind, bis hin zu automatischen Erntemaschinen und Sensoren, die die Dosierung von Wasser oder anderen Inputs pr\u00e4zise regeln k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Hogan erkl\u00e4rte ebenfalls, dass die nationalen Beh\u00f6rden auch von neuen Technologien wie Kopernikus profitieren k\u00f6nnen: Die Daten der Kopernikus-Sentinel-Satelliten werden einmal pro Woche in der gesamten EU kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union gibt etwa 40\u00a0Prozent ihres Haushalts f\u00fcr Agrarsubventionen aus, aber das Geld geht nicht immer dorthin, wo es hin soll. Im Mai 2017 betonte der Europ\u00e4ische Rechnungshof die Notwendigkeit, die \u00dcberpr\u00fcfungen der Agrarausgaben zu verbessern.<\/p>\n<p>Einige Mitgliedstaaten wie Griechenland haben bereits ihr Interesse bekundet, das volle Potenzial von technischen Hilfsmitteln wie Kopernikus zur F\u00f6rderung der intelligenten Landwirtschaft zu nutzen.<\/p>\n<p>Doch auch der schleppende Ausbau der Breitbandinfrastruktur in der EU blockiert die Einf\u00fchrung neuer Technologien in der Landwirtschaft, so die EU-Landwirte.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung junger Menschen<\/p>\n<p>Drittens unterstrich Hogan, die zuk\u00fcnftige GAP m\u00fcsse einen klaren Fokus auf die Verbesserung des Lebensstandards f\u00fcr Landwirte und l\u00e4ndliche Gemeinschaften in vielen verschiedenen Aspekten haben. Es scheint dabei so, dass die neue GAP einen besonderen Platz f\u00fcr Junglandwirte bieten wird, die auf einen Generationswechsel in diesem Sektor dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>\u201eUm beispielsweise junge Menschen zum Berufseinstieg in der Landwirtschaft zu ermutigen, wollen wir mehr finanzielle Anreize bieten, den Zugang zu Land und Investitionen verbessern und die \u00dcbertragung von Land zwischen den Generationen erleichtern,\u201c so der Kommissar.<\/p>\n<p>Um die dringend ben\u00f6tigten Arbeitspl\u00e4tze und das Wachstum des Berufsstandes zu f\u00f6rdern, werde sich die Kommission auf \u201eSchl\u00fcsselsektoren\u201c mit hohem Potenzial wie die Bio\u00f6konomie konzentrieren.<\/p>\n<p>\u201eWir werden f\u00fcr eine weitaus bessere Koordinierung der vielen verschiedenen Formen der EU-Finanzierung \u2013 nicht nur der GAP \u2013 f\u00fcr Landwirte und l\u00e4ndliche Gebiete sorgen. Gute Ideen sollten nicht einfach so aufgehalten oder abgeschrieben werden, weil niemand wei\u00df, woher Unterst\u00fctzung oder Investitionen kommen k\u00f6nnen,\u201c sagte Hogan und f\u00fcgte hinzu, dass es einen klaren Fokus auf die Nutzung des digitalen Binnenmarkts geben werde \u2013 nicht nur im Hinblick auf die technologische Revolution auf den H\u00f6fen, sondern auch im weiteren l\u00e4ndlichen Raum.<\/p>\n<p>Eine EU-Plattform f\u00fcr Risikomanagementinstrumente<\/p>\n<p>In ihrer Mitteilung von Ende November 2017 r\u00e4umte die EU-Exekutive ein, dass es an Bewusstsein und Wissen \u00fcber die aktuellen Risikomanagementinstrumente, die von den Landwirten genutzt werden k\u00f6nnen, mangele.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund m\u00f6chte die Kommission eine st\u00e4ndige Plattform f\u00fcr Risikomanagement auf EU-Ebene einrichten, um den Austausch von Erfahrungen und bew\u00e4hrten Verfahren zwischen den verschiedenen interessierten Parteien wie Landwirten, Beh\u00f6rden und Interessengruppen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Hogan sagte, die Landwirtschaft sei schon immer ein Beruf mit Risiken gewesen und werde nie v\u00f6llig risikofrei sein, aber: \u201eWir verf\u00fcgen \u00fcber ein weitaus breiteres Spektrum an Instrumenten, um dieses Risiko zu bew\u00e4ltigen, und wir wollen den Landwirten den Zugang und die Nutzung dieser Instrumente erleichtern.\u201c<\/p>\n<p>Es gebe zwar bereits eine Reihe von Unterst\u00fctzungsinstrumente f\u00fcr Landwirte, aber diese seien \u201enicht sehr bekannt und oft auf bestimmte Mitgliedstaaten beschr\u00e4nkt\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDie Einrichtung einer Plattform auf EU-Ebene, die den Landwirten in der gesamten EU Zugang zu allen verf\u00fcgbaren Informationen und Optionen bietet, wird das Bewusstsein f\u00fcr die bereits vorhandenen Instrumente deutlich sch\u00e4rfen und hoffentlich ihre Nutzung verbessern,\u201c erkl\u00e4rte der Kommissar.<\/p>\n<p>Er erl\u00e4uterte weiter, es gehe daher darum, eine einzige \u201eDrehscheibe\u201c zu schaffen, die es den Landwirten nicht nur erm\u00f6glicht, mehr \u00fcber die verf\u00fcgbaren Instrumente zu erfahren, sondern ihnen auch den Austausch von Informationen, Ideen und bew\u00e4hrten Verfahren mit den beteiligten Akteuren wie Beh\u00f6rden, Forschungsinstituten und privaten Akteuren wie Versicherungsgesellschaften zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Kommission werde sich gegebenenfalls als Vermittler beteiligen und die Plattform als Teil ihres Internetauftritts weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Das Ziel sei aber nicht nur lediglich eine Website: \u201eUnser Ziel ist es auch, innerhalb der Plattform Expertengruppen, Arbeitsgruppen, Seminare und Veranstaltungen zusammenzubringen, die sich mit spezifischen Themen des Risikomanagements befassen. Die Plattform wird auch die M\u00f6glichkeit bieten, private oder \u00f6ffentliche Initiativen zum Risikomanagement auf lokaler Ebene und einschl\u00e4gige Arbeiten in anderen Politikbereichen, wie z.B. Anpassung an den Klimawandel, Agrarmeteorologie usw., zusammenzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWo es angebracht ist, wird auch die Arbeit anderer europ\u00e4ischer Netzwerke oder Gruppen, wie zum Beispiel des Europ\u00e4ischen Netzwerks f\u00fcr l\u00e4ndliche Entwicklung (ENRD), in die Plattform einflie\u00dfen,\u201c k\u00fcndigte Hogan an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ischen Landwirte sollten in die Landwirtschaft nach 2020 investieren. Diese werde weniger b\u00fcrokratisch und st\u00e4rker auf \u201etechnologische Durchbr\u00fcche\u201c ausgerichtet sein und den Lebensstandard der Bauern verbessern, sagte EU-Kommissar Phil Hogan gegen\u00fcber EURACTIV.com. Hogan betonte, es sei auch absolut notwendig, junge Menschen zum Eintritt in den Sektor anzuregen und die Rolle einer vorgeschlagenen EU-Plattform f\u00fcr [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[14424,10608],"supplier":[2317,14423],"class_list":["post-52090","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-agrarwirtschaft","tag-biooekonomie","supplier-european-commission","supplier-european-network-for-rural-development-enrd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52090\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52090"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=52090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}