{"id":5181,"date":"2001-11-01T00:00:00","date_gmt":"2001-10-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20011101-04n"},"modified":"2001-11-01T00:00:00","modified_gmt":"2001-10-31T22:00:00","slug":"biogene-verpackungsneuheiten-aus-dem-verpackungszentrum-graz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogene-verpackungsneuheiten-aus-dem-verpackungszentrum-graz\/","title":{"rendered":"Biogene Verpackungsneuheiten aus dem Verpackungszentrum Graz"},"content":{"rendered":"<p>Das <a HREF=\"http:\/\/www.vpz.at\/\" >Verpackungszentrum Graz<\/a> ist ein Familienunternehmen, das sich auf biogene Verpackungen spezialisiert hat. In unserer Produktpalette befinden sich deshalb vorwiegend biologisch abbaubare Verpackungen wie Holzschliffverpackungen, Pulpeverpackungen, Holzbesteck, Baumwoll-Netzs\u00e4cke und Verpackungen auf St\u00e4rkebasis. Obwohl Handelsunternehmen entwickeln wir in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsst\u00e4tten und Universit\u00e4ten v\u00f6llig neue biogene Werkstoffe und bringen diese im Verpackungsbereich bis zur Marktreife. <\/p>\n<p>Ein Projekt befa\u00dft sich mit der Herstellung von BIOKUNSTSTOFF aus landwirtschaftlichen Abf\u00e4llen. Dabei werden z.B. Zuckerr\u00fcbenschnitzel, Zitrusfr\u00fcchte, oder Molke in einem Bioreaktor mit Mikroorganismen versetzt, wodurch ein biochemischer Proze\u00df in Gang gesetzt wird,  bei dem Biokunststoff entsteht. Das Endmaterial kann hochelastisch bis hart und kristallin sein und ist theoretisch \u00fcberall dort einsetzbar, wo heute noch Kunststoff verwendet wird, nur mit dem Unterschied, da\u00df Biokunststoff biologisch abbaubar ist. Bei diesem Verfahren werden nicht nur wertvolle Erd\u00f6lressourcen geschont, sondern es ist auch eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Landwirtschaft, denn noch immer werden Tonnen von Zitrusfr\u00fcchten aus \u00dcberproduktionen vergraben und Molke als Abfall bei der K\u00e4seproduktion in die Fl\u00fcsse geleert. <\/p>\n<p>Das zweite Projekt befa\u00dft sich mit Styroporersatz auf Algenbasis. Styropor ist aufgrund seiner hervorragenden Materialeigenschaften aus der modernen Verpackungswelt nicht mehr wegzudenken. Andererseits bringt es derart gro\u00dfe Entsorgungsprobleme mit sich, da\u00df es in vielen L\u00e4ndern bereits verboten ist oder wird. ALGINSULAT-SCHAUMSTOFF k\u00f6nnte der erste vollwertige Ersatz sein, der im Gegensatz zu Styropor kompostierbar ist. Nach Vorarbeiten im Labor wurde in einer Pilotanlage das Problem der Trocknung gel\u00f6st &#8211; aus Rohalgen kann derzeit ein Granulat als Basis zur weiteren Produktion hergestellt werden. Das VERPACKUNGSZENTRUM GRAZ ist mit potentiellen Partnern f\u00fcr die weiteren Schritte in Verhandlung. Diese sind: Untersuchung der Produkteigenschaften durch die Zugabe verschiedener Additive und die Formgebung des Granulates. <\/p>\n<p>Bei der DOUBLE-TWIST TECHNOLOGY, einem v\u00f6llig neuen Webverfahren geht es vereinfacht ausgedr\u00fcckt darum, da\u00df jeder Faden eines Gewebes zweimal um den anderen geschlungen wird, wodurch eine wesentlich h\u00f6here Rei\u00dffestigkeit als bisher erzielt und zudem auch noch Material eingespart wird. Es k\u00f6nnen sich keine Laufmaschen mehr bilden und durch die patentierte &#8220;Schu\u00dfumkehr&#8221; an den Kanten wird eine noch h\u00f6here Formstabilit\u00e4t erzielt. Die Netzs\u00e4cke sind einzeln oder als Rollenware zur Bef\u00fcllung durch Automaten verf\u00fcgbar. Derzeit wird vor allem mit Baumwolle aus kontrolliertem Anbau produziert, aber schon in naher Zukunft soll auch die Produktion mit Flachs, Hanf und Zellstoff forciert werden. Der Vorteil f\u00fcr die Natur liegt auf der Hand: Durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen werden begrenzte Ressourcen geschont und die Netzs\u00e4cke k\u00f6nnen nach Gebrauch kompostiert werden. Durch die Verwendung von Naturfasern, die atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sind und eine nat\u00fcrliche Abwehr gegen Schimmelbildung, Insektenbefall und M\u00e4usefra\u00df haben, bleiben Obst und Gem\u00fcse l\u00e4nger frisch. W\u00e4hrend der gesamten Produktion auf mechanischen Webmaschinen fallen nur geringe Emissionen an.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich soll Verpackung nicht nur ihren Inhalt sch\u00fctzen, sondern auch den Verkauf f\u00f6rdern. Deshalb wurden bei der Entwicklung des neuen Verfahrens auch v\u00f6llig neue Gestaltungsm\u00f6glichkeiten erschlossen. Die Netzs\u00e4cke k\u00f6nnen von weitmaschig bis blickdicht in jeder gew\u00fcnschten (lebensmittelechten) Farbe produziert werden. Auch die Kombination von mehreren unterschiedlichen Garnfarben und Webarten innerhalb eines Sackes ist m\u00f6glich. Sichtfenster und Logos k\u00f6nnen direkt miteingewebt werden. <\/p>\n<p>Ob Automatens\u00e4cke zur Abpackung auf allen g\u00e4ngigen Automaten oder Einzels\u00e4cke, mit oder ohne Zugband &#8211; die neuen Netzs\u00e4cke werden allen Anforderungen der Obst- und Gem\u00fcseproduzenten gerecht. Dabei haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt, da\u00df dies nur ein kleiner Ausschnitt aus den grunds\u00e4tzlichen Einsatzm\u00f6glichkeiten der Gewebe ist. Durch die hohe Rei\u00dffestigkeit der Ausgangsstoffe (so hat etwa Hanf eine Rei\u00dfl\u00e4nge, die sogar Stahl \u00fcberlegen ist) w\u00e4re ein Einsatz in anderen Bereichen denkbar: z.B. Landwirtschaft (Ernteverfr\u00fchungsnetze, Strohballennetze, Hagelschutznetze, Vogelschutznetze, Pflanzenkletternetze, Baumschutznetze), Bauschutznetze, B\u00f6schungssicherungsnetze, Transportschutznetze, Unterlagen f\u00fcr M\u00f6rtelputze, als Verst\u00e4rkung f\u00fcr Papier, Panzerkartons oder Homogenplatten usw. <\/p>\n<p>Kein Wunder also, da\u00df die neue Double-Twist Technology mit einer Nominierung beim STAATSPREIS F\u00dcR VORBILDLICHE VERPACKUNG und mit dem ECO-DESIGN-PREIS ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>\nSusanne Meininger<br \/>\nTel.: ++43-316 272 568-12<br \/>\nE-Mail: <a HREF=\"mailto:s.meininger@vpz.at\">s.meininger@vpz.at<\/a><\/p>\n<p>Autorin: Susanne Meininger (vpz)<br \/>\nEndredaktion: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nQuelle: Profildarstellung des <a HREF=\"http:\/\/www.vpz.at\/\" >Verpackungszentrums Graz<\/a>, nawaros 11\/2001.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.vpz.at\/\" target=\"_blank\">Verpackungszentrum Graz<\/a> ist ein Familienunternehmen, das sich auf biogene Verpackungen spezialisiert hat. 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