{"id":51792,"date":"2018-04-13T07:40:00","date_gmt":"2018-04-13T05:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.umsicht.fraunhofer.de%2Fde%2Fpresse-medien%2F2018%2Ftechplastic.html"},"modified":"2018-04-10T09:42:23","modified_gmt":"2018-04-10T07:42:23","slug":"optimierte-eigenschaften-neuer-markt-fuer-biokunststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/optimierte-eigenschaften-neuer-markt-fuer-biokunststoffe\/","title":{"rendered":"Optimierte Eigenschaften: neuer Markt f\u00fcr Biokunststoffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Je nach Einsatzgebiet m\u00fcssen Kunststoffe unterschiedliche Anforderungen erf\u00fcllen. Speziell f\u00fcr die Elektroindustrie und Transportmittel werden technische Bauteile verwendet, die flammgesch\u00fctzt, w\u00e4rmeformbest\u00e4ndig und schlagz\u00e4h sind. Noch werden diese Materialien zumeist auf Erd\u00f6lbasis hergestellt. Ein Projektkonsortium aus Industrie und Forschung entwickelt unter der Koordination von Fraunhofer UMSICHT eine umweltgerechte und marktf\u00e4hige Alternative aus Polymilchs\u00e4ure (PLA) \u2013 mit konkurrenzf\u00e4higen Werkstoffeigenschaften.<\/strong><\/p>\n<p>Um die Produktion von Kunststoffen nachhaltig und in den geforderten Mengen sicherzustellen, bedarf es Alternativen zum Ausgangsprodukt Erd\u00f6l. Denn: dessen Vorr\u00e4te sind begrenzt. Immer h\u00e4ufiger kommt der Biokunststoff PLA zum Einsatz. PLA stammt aus nachwachsenden Rohstoffen, ist biologisch abbaubar und mittlerweile in hohen Mengen und unterschiedlichen Qualit\u00e4ten verf\u00fcgbar. Hinzu kommt ein konkurrenzf\u00e4higer Materialpreis im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen.<\/p>\n<p>\u00bbUm vermarktungsf\u00e4hige Biokunststoffe aus PLA f\u00fcr technische Produkte herzustellen, m\u00fcssen wir die Werkstoffeigenschaften anpassen und verbessern\u00ab, erkl\u00e4rt Hendrik Roch, Abteilung Biobasierte Kunststoffe bei Fraunhofer UMSICHT. Dazu z\u00e4hlen eine hohe W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeit, eine hohe Schlagz\u00e4higkeit sowie eine effiziente und halogenfreie Flammschutzausr\u00fcstung. \u00bbAllerdings geht der Flammschutz meistens zu Lasten der mechanischen Eigenschaften, d. h. Schlagz\u00e4higkeit und Bruchdehnung verschlechtern sich\u00ab, f\u00fcgt Roch hinzu. Im Fall von PLA werde die ohnehin bestehende hohe Spr\u00f6digkeit durch die Flammschutzmittelzugabe zum Teil noch weiter verst\u00e4rkt. Ein weiteres Problem stelle die langsame Kristallisation von PLA dar. Sie verhindere eine hinreichende W\u00e4rmeformbest\u00e4ndigkeit, sodass ein wirtschaftlicher Einsatz in technischen Spritzgussprodukten bisher nicht m\u00f6glich war.<\/p>\n<h2>Verbundvorhaben TechPLAstic<\/h2>\n<p>Im Verbundprojekt TechPLAstic soll ein flammgesch\u00fctztes PLA-Compound f\u00fcr Spritzgussanwendungen entwickelt werden, das als Alternative zu konventionellen Kunststoffen eingesetzt werden kann. Zusammen mit den Projektpartnern Evonik Industries AG, FKuR Kunststoff GmbH und Institut f\u00fcr Kunststoffverarbeitung (IKV) der RWTH Aachen sowie mit Unterst\u00fctzung durch Gira Giersiepen GmbH &amp; Co. KG, ICL Industrial Products, Nabaltec AG und Alfred Pracht Lichttechnik GmbH untersuchen die Fraunhofer-Forscher die relevanten materialtechnischen Schwachstellen von PLA und optimieren sie. Daf\u00fcr werden eine Brandschutzklassifizierung UL94-V0 und eine Formbest\u00e4ndigkeit \u00fcber 100 \u00b0C angestrebt. Parallel dazu steht die Verfahrenstechnik des Spritzgie\u00dfens auf dem Pr\u00fcfstand. Roch: \u00bbDadurch k\u00f6nnen wir sowohl aus Material- als auch Prozesssicht wirtschaftlich und technisch tragf\u00e4hige L\u00f6sungen erarbeiten.\u00ab Von Beginn an arbeiten im Projekt TechPLAstic Industrieunternehmen und Forschungsinstitute eng zusammen. Das gew\u00e4hrleistet eine m\u00f6glichst praxisnahe Entwicklung und einen schnellen Transfer der Ergebnisse in die Industrie. Der Anwendungsfokus des PLA-Compounds liegt zun\u00e4chst auf technischen Produkten des Elektronik- und Bausektors wie beispielsweise Leuchten oder Schalter und Tasten in der Geb\u00e4udetechnik.<\/p>\n<p>F\u00f6rderhinweis<\/p>\n<p>Das Projekt TechPLAstic wird gef\u00f6rdert durch die Fachagentur Nachwachsende Rohrstoffe e. V. (FNR) und aus Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je nach Einsatzgebiet m&uuml;ssen Kunststoffe unterschiedliche Anforderungen erf&uuml;llen. 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