{"id":5158,"date":"2001-11-17T00:00:00","date_gmt":"2001-11-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20011117-01n"},"modified":"2001-11-17T00:00:00","modified_gmt":"2001-11-16T22:00:00","slug":"markteinfuehrung-fuer-biogene-treib-und-schmierstoffe-gestaltet-sich-muehsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/markteinfuehrung-fuer-biogene-treib-und-schmierstoffe-gestaltet-sich-muehsam\/","title":{"rendered":"Markteinf\u00fchrung f\u00fcr biogene Treib- und Schmierstoffe gestaltet sich m\u00fchsam"},"content":{"rendered":"<p>Wenngleich sich die vielf\u00e4ltigen Nutzungsm\u00f6glichkeiten nachwachsender Rohstoffe auf der gerade abgeschlossenen Landtechnikmesse &#8220;Agritechnica 2001&#8221; erfolgreich pr\u00e4sentieren lie\u00dfen, so tun sich viele Hersteller von alternativen Treib- und Schmierstoffen, Tensiden, St\u00e4rken oder Verbundwerkstoffen noch schwer, ihre Produkte auf dem Markt zu etablieren. Allein der \u00f6kologische Faktor beg\u00fcnstigt nicht die Kaufkraft, sind doch die Bioprodukte zum Teil bis zu f\u00fcnfmal teurer als synthetische aus Erd\u00f6l. <\/p>\n<p>Gesch\u00e4tzt werden die pflanzlichen Rohstoffe allerdings schon in vielen Industriezweigen wie der Automobilbranche, der alternativen Energieerzeugung oder im Baubereich (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010730-01.news\">2001-07-30<\/a>). So warten die Naturfasern mit technischen Vorteilen gegen\u00fcber synthetischen Produkten oder Glasfasern auf, wie z.B. ihrem geringeren spezifischen Gewicht oder ihrer Recyclef\u00e4higkeit, die besonders f\u00fcr Formpressteile in der Automobilindustrie gefragt sind (vgl. auch Meldungen vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20011018-01.news\">2001-10-18<\/a> und <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20000504-02.news\">2000-05-04<\/a>). Die ausgestellte Autot\u00fcr eines Audi A2 zeigte das gepresste Innenleben aus Naturfasern anschaulich.<\/p>\n<p>Viel beachteter Nutzungszweig der &#8220;<a HREF=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)<\/a>&#8221; bleiben allerdings die biogenen Treib- und Schmierstoffe, die seit vergangenem Jahr vom Berliner Verbraucherschutzministerium mit einem Markteinf\u00fchrungsprogramm gef\u00f6rdert werden (vgl. auch Meldungen vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010907-01.news\">2001-09-07<\/a>, <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010905-02.news\">2001-09-05<\/a> und <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010829-01.news\">2001-08-29<\/a>). Das j\u00e4hrlich mit 20 Millionen DM ausgestattete F\u00f6rderprojekt unterst\u00fctzt alle Landwirte, Forstbetriebe und Bauunternehmen mit der kostenlosen Umr\u00fcstung ihrer Maschinen auf biologische Treib- und Schmierstoffe. Nun nahm das Ministerium die Agritechnika zum Anlass, die Projektbefristung bis 2002 aufzuheben. <\/p>\n<p>&#8220;Jetzt k\u00f6nnen wir richtig loslegen&#8221;, freut sich Gabriele Peterek von der FNR, die das Programm betreut, &#8220;heute sind die Bioschmierstoffe mindestens so gut wie die Mineral\u00f6lprodukte. Aber das muss erst noch in die K\u00f6pfe.&#8221; Bei den rund 300 Teilnehmern des Markteinf\u00fchrungsprogramms habe es bislang keinen einzigen St\u00f6rfall gegeben. 650.000 Liter Schmierstoffe aus Pflanzen\u00f6len seien bereits auf den Markt gebracht worden. Ein schwieriges Gesch\u00e4ft, wenn man bedenkt, dass der Gesamtumsatz an Schmierstoffen in Deutschland bei 1 Mio. Tonnen liegt. <\/p>\n<p>In Deutschland wuchsen nach Angaben der Bundesanstalt f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten die alternativen Rohstofflieferanten in diesem Jahr auf insgesamt 678.000 Hektar Ackerfl\u00e4che (1993 nur 236.000 Hektar) heran. Aufgrund der Option, nachwachsende Rohstoffe auch auf Stilllegungsfl\u00e4chen zu kultivieren, konnten die Landwirte \u00f6konomischer wirtschaften, da sie zus\u00e4tzlich zur Stillegungspr\u00e4mie \u00fcber die Einnahmen der Feldfr\u00fcchte zur industriellen Nutzung verf\u00fcgten. Einen Boom des Anbaus gab es 1999 nach einer Erh\u00f6hung der Pr\u00e4mie. <\/p>\n<p>Speziell in Niedersachsen werden nach Angaben der <a HREF=\"http:\/\/www.lwk.de\/\" >Landwirtschaftskammer Hannover<\/a> nachwachsende Rohstoffe auf 53.200 Hektar (3 Prozent der Ackerfl\u00e4che) angebaut, von denen wiederum 23.000 Hektar f\u00fcr die Nahrungs- und Futtermittelproduktion stillgelegt sind. Auf 99 Prozent dieser Fl\u00e4chen bl\u00fcht nun der sogenannte &#8220;Non-Food-Raps&#8221;, dessen Samen zur Gewinnung von Biodiesel, biologisch abbaubaren Schmierstoffen und Tensiden, Pflanzenschutzmitteln sowie Lacken und Farben dienen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen im Netz unter:<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.pflanzenoel-initiative.de\/\" >www.pflanzenoel-initiative.de<\/a> (Markteinf\u00fchrungsprogramm biogene Treib- und Schmierstoffe)<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >www.fnr.de<\/a> (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe)<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.ufop.de\/\" >www.ufop.de<\/a> (Union zur F\u00f6rderung von \u00d6l- und Proteinpflanzen &#8211; Thema Biodiesel)<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.lwk.de\/\" >www.lkk-hannover.de<\/a> (Landwirtschaftskammer Hannover)<\/p>\n<p>Autorin: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: <a HREF=\"http:\/\/www.haz.de\/\" >Hannoversche allgemeine Zeitung<\/a> vom 2001-11-17.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenngleich sich die vielf&auml;ltigen Nutzungsm&ouml;glichkeiten nachwachsender Rohstoffe auf der gerade abgeschlossenen Landtechnikmesse &#8220;Agritechnica 2001&#8221; erfolgreich pr&auml;sentieren lie&szlig;en, so tun sich viele Hersteller von alternativen Treib-<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5158","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5158\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5158"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}