{"id":5127,"date":"2001-12-28T00:00:00","date_gmt":"2001-12-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20011228-01n"},"modified":"2001-12-28T00:00:00","modified_gmt":"2001-12-27T22:00:00","slug":"millionen-investition-in-der-lausitz-200-arbeitsplaetze-sollen-entstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/millionen-investition-in-der-lausitz-200-arbeitsplaetze-sollen-entstehen\/","title":{"rendered":"Millionen-Investition in der Lausitz &#8211; 200 Arbeitspl\u00e4tze sollen entstehen"},"content":{"rendered":"<p>Kaffeefilter, \u00d6ko-Windeln, Autoteile und Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Lausitz setzt in den kommenden Jahren auf Hanf. &#8220;Wir haben f\u00fcr die neue Branche nach der Textiltradition in den vergangenen drei Jahren optimale Voraussetzungen geschaffen&#8221;, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Naturfaserverbundes Brandenburg (NFB), Peter Henschke in Luckau (Dahme-Spreewald). &#8220;Die millionenschweren Investitionen k\u00f6nnen sofort beginnen&#8221;, so Henschke. Rund 30,68 Mio. Euro sollen in zwei Gro\u00dfprojekte in Ortrand (Elbe-Elster) und Spremberg (Spree-Nei\u00dfe) investiert werden. 200 Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnten entstehen oder gesichert werden.<\/p>\n<p>Mit dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe zur Herstellung von Cellulose-Produkten ist bereits in Ortrand begonnen worden. &#8220;Beim Testlauf unserer neuen Gro\u00dfanlage im n\u00e4chsten Jahr wollen wir 1.000 Tonnen Hanf-Zellstoff produzieren&#8221;, k\u00fcndigte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Monika-Sabine Meier von der neu gegr\u00fcndeten Faser-Cellulose-Technologie GmbH (FCT) Ortrand an. In das \u00d6ko-Projekt sollen rund 50 Millionen Mark (25,6 Millionen Euro) flie\u00dfen und dabei 67 neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen. &#8220;F\u00fcr das Jahr 2003 ist eine Anfangskapazit\u00e4t von 6.000 bis 7.000 Jahrestonnen geplant&#8221;, sagte Meier. Bis 2007 soll die Zellstoff-Produktion aus ger\u00f6steten Hanffaserwerg auf 14.000 Tonnen steigen. Der umweltschonende Rohstoff, frei von schwefel- und chlorhaltigen Chemikalien und mit sehr guten Recyclingeigenschaften, soll f\u00fcr mehr als zehn Produktgruppen verwendet werden. &#8220;Au\u00dfer Filterpapieren, Banknoten und Zigarettenpapier sollen auch \u00d6ko- Windeln und Artikel f\u00fcr den Hygienebedarf daraus hergestellt werden&#8221;, sagte die FCT-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. Allerdings werde f\u00fcr 6.000 Tonnen Zellstoff eine Anbaufl\u00e4che von 6.000 Hektar Hanf ben\u00f6tigt. Wegen der kurzen Wege soll der Rohstoff aus Brandenburg und Sachsen, aber auch aus anderen Bundesl\u00e4ndern und aus Polen kommen.<\/p>\n<p>&#8220;Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr das Lausitzer Netz der nachwachsenden Rohstoffe ist der z\u00fcgige Aufbau des f\u00fcr 2003 geplanten Faser-Aufbereitungs- und Veredelungszentrums in Spremberg&#8221;, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer G\u00fcnter H\u00e4nel von der Spremberger Altstadtsanierungsgesellschaft. F\u00fcr die Gro\u00dfanlage zur Veredelung zu Halbfabrikaten &#8211; also \u00d6le, Autoteile, Textilfasern, Holzanteile f\u00fcr den Weiterverkauf &#8211; in Schwarze Pumpe sei eine Investition von 2 &#8211; 3,6 Mio. Euro vorgesehen. Erstmals soll es eine intensive Kooperation zwischen Industrie und Landwirtschaft geben. Die Hanfanbauer aus Brandenburg und Sachsen sollen sich mit einem Eigenanteil von etwa 15 bis 20 Prozent an der Finanzierung der Anlage beteiligen. &#8220;Damit sitzen sie als Erzeugergesellschaft mit im Boot und f\u00fchlen sich auch f\u00fcr das Gesamtprojekt verantwortlich&#8221;, sagte H\u00e4nel. F\u00fcr die Rentabilit\u00e4t des neuen Zentrums sei jedoch eine Anbaufl\u00e4che von 1.500 Hektar Hanf in der brandenburgischen und s\u00e4chsischen Lausitz erforderlich. Gegenw\u00e4rtig sind dort aber erst 800 Hektar vorhanden.<\/p>\n<p>Autor: Beowulf Kayser<br \/>\nEndredaktion: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nQuelle: M\u00e4rkische Allgemeine Zeitung vom 2002-12-28.<\/p>\n<p>(Vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20011211-01.news\">2001-12-11<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaffeefilter, &Ouml;ko-Windeln, Autoteile und Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen. 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