{"id":5120,"date":"2002-01-04T00:00:00","date_gmt":"2002-01-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020104-01n"},"modified":"2002-01-04T00:00:00","modified_gmt":"2002-01-03T22:00:00","slug":"bioethanol-als-spritalternative-weltweit-im-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioethanol-als-spritalternative-weltweit-im-kommen\/","title":{"rendered":"Bioethanol als Spritalternative weltweit im Kommen"},"content":{"rendered":"<p>Bioethanol kann aus allen zucker- und st\u00e4rkehaltigen Pflanzen gewonnen werden, auch Verfahren zur Bioethanolgewinnung aus der enzymatischen Umsetzung von Zellulose aus Stroh, Holz oder Pflanzenabf\u00e4llen haben sich bereits als probat und \u00f6konomisch erwiesen (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010817-02.news\">2001-08-17<\/a>). Weltweit werden derzeit ca. 24 Mio. Tonnen Bioethanol produziert, die zur H\u00e4lfte in der Treibstoffindustrie und zum anderen in der Spirituosen- sowie der chemischen Industrie Verwendung finden. Die Nachfrage steigt weiter und soll sich Sch\u00e4tzungen zu Folge im Rahmen erneuerbarer Energiestrukturen wie z.B. in der EU oder Japan innerhalb der n\u00e4chsten Jahre verdoppeln.<\/p>\n<p>S\u00fcdostasiatische Staaten entwickeln zunehmend Ethanolpolitik, um sich von ihrer Abh\u00e4ngigkeit von Roh\u00f6limporten aus dem Nahen Osten zu befreien. So hat die thail\u00e4ndische Regierung F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Privatunternehmen ins Leben gerufen, die in die Bioethanolproduktion f\u00fcr den Treibstoffeinsatz einsteigen. Eine Gro\u00dffabrik ist bereits vom Zucker-Giganten Wang Kanai geplant.<\/p>\n<p>Auch Indiens Zuckerindustrie erhofft sich damit Wege, ihre \u00dcbersch\u00fcsse gewinnbringend und gleichzeitig \u00f6kologisch sinnvoll zu vermarkten. So, wie z.B. Kalifornien und Taiwan, beabsichtigt man, die sch\u00e4dlichen Benzin-Zusatzstoffe wie MTBA durch Ethanol zu ersetzen. Obwohl das neue WTO-Mitglied China selbst mit Hilfe von eigenen Ethanolproduktionen seine derzeit rund 70 Mio. Tonnen importiertes Erd\u00f6l k\u00fcnftig reduzieren m\u00f6chte, gilt es zusammen mit Japan derzeit als Hoffnungsmarkt f\u00fcr die s\u00fcdostasiatischen Produzenten. Japan ist vom Ethanolimport gleich zweifach abh\u00e4ngig &#8211; zum einen durch das Kyotoprotokoll mit der Forderung nach geringerem CO2-Aussto\u00df, was bereits zur Diskussion f\u00fcr eine Zwangsbeimischung von zehn Prozent Ethanol zum Benzin f\u00fchrte, zum anderen fehlen dem Inselstaat die Agrarfl\u00e4chen zum Anbau von Energiepflanzen.<\/p>\n<p>Fast 10 Mio. Tonnen Bioethanol aus Zuckerrohr decken bereits mehr als ein Drittel des Treibstoffbedarfs beim Weltmarktf\u00fchrer Brasilien. Dort gibt es durch die Eingrenzung der Anbaufl\u00e4chen und ung\u00fcnstige wirtschaftliche Bedingungen allerdings seit zehn Jahren kein Produktionswachstum mehr. Zweite am Weltmarkt sind mit 3,5 Mio. Tonnen die USA, die eine 5-10 %ige Sprit-Beimischung aus Bioethanol mit der aufgrund der negativen \u00d6kobilanz umstrittenen Verarbeitung von Weizen und Mais decken (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010820-02.news\">2001-08-20<\/a>). An dritter Stelle rangiert Frankreich mit 300.000 Tonnen Bioethanol aus Zuckerr\u00fcben. Auch die schwedische Regierung plant, mit der z.T. EU-gef\u00f6rderten \u00dcberschussverarbeitung von Weizen und Holz bis 2004 in die Bioethanolproduktion einzusteigen und 5,6 % seines Benzinbedarfs damit zu decken (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010901-05.news\">2001-09-01<\/a>).<\/p>\n<p>Die \u00fcbrige EU setzt indes mit \u00d6sterreich als technologischem Vorreiter auf Biodiesel aus \u00d6lpflanzen oder Altspeisefetten, mit dem k\u00fchnen Vorhaben, bis 2010 den Bio-Anteil am Treibstoff von derzeit 0,3 auf 5,75 Prozent verpflichtend anzuheben (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20011108-04.news\">2001-11-08<\/a>). Dies umzusetzen trifft indes noch auf einige H\u00fcrden, denn um acht Prozent des europ\u00e4ischen Kraftstoffbedarfs mit Biosprit decken zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen daf\u00fcr genutzt werden. Die Agrarwirtschaft ist somit gefordert, sich grundlegend in den Non-Food-Sektor umzuorientieren. Zudem lassen sich die gegen\u00fcber fossilen Brennstoffen mehr als doppelt so hohen Produktionskosten nur \u00fcber steuerliche Subventionierungen auffangen (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010813-01.news\">2001-08-13<\/a>).<\/p>\n<p>Autorin: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: <a HREF=\"http:\/\/www.diepresse.at\/\" >diepresse.com<\/a> vom 2002-01-04.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioethanol kann aus allen zucker- und st&auml;rkehaltigen Pflanzen gewonnen werden, auch Verfahren zur Bioethanolgewinnung aus der enzymatischen Umsetzung von Zellulose aus Stroh, Holz oder Pflanzenabf&auml;llen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5120\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5120"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}