{"id":5097,"date":"2001-06-01T00:00:00","date_gmt":"2001-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20010601-01n"},"modified":"2001-06-01T00:00:00","modified_gmt":"2001-05-31T22:00:00","slug":"spinnenseide-aus-feldfrchten-gentechnik-machts-mglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/spinnenseide-aus-feldfrchten-gentechnik-machts-mglich\/","title":{"rendered":"Spinnenseide aus Feldfr&uuml;chten &#8211; Gentechnik macht&#8217;s m&ouml;glich"},"content":{"rendered":"<p>Ob Tomaten, Tabak oder Kartoffeln &#8211; Feldfr\u00fcchte sollen sich nun als &#8220;Spinneneiwei\u00df-Br\u00fcter&#8221; bew\u00e4hren, denn die als neue Hightech-Faser begehrte Spinnenseide soll in Zukunft Ingenieurtr\u00e4ume wahr werden lassen (vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010401-01.news\">01.04.01<\/a>). Die extrem dehnf\u00e4hige und gegen\u00fcber Stahl hundertfach belastbarere, hochelastische Faser ist schon seit Jahren Thema in Forscherk\u00fcchen, da sie eine Revolution auf dem Werkstoffmarkt darstellen k\u00f6nnte. Industrielle Verfahren zur k\u00fcnstlichen Herstellung dieses ph\u00e4nomenalen Naturprodukts sind immer noch nicht ausgegoren, auch wenn die chemische Zusammensetzung und der Gen-Code schon lange aufgeschl\u00fcsselt sind.<\/p>\n<p>Die Ideen zur Imitierung der Faser sind bei den Forschern hingegen grenzenlos &#8211; so wurden schon Ziegen mit Spinnengenen versehen und die Proteine mit der Milch abgemolken. Im anderen Fall  wurden Bakterien zu Seidenfabrikanten umfunktioniert, diese brauchten jedoch un\u00f6konomisch teure Futterstoffe und produzierten darauf aufgrund genetischer Rekombination ver\u00e4nderte Seidenproteine.<\/p>\n<p>Nun sind Tomaten und Kartoffeln an der Reihe. Das Forscherteam um Udo Conrad vom Leibnitz-Institut f\u00fcr Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben versahen die Pflanzen mit Seidengenen der s\u00fcdamerikanischen Goldnetzspinne (Nephila clavipes) und heureka, es klappte! Die umprogrammierten Pflanzen produzierten in ihrer Eiwei\u00dfmasse zum Teil sogar mehr als zwei Prozent Seidenproteine, wobei dieser Weg sich als deutlich kosteng\u00fcnstiger erwies als die Produktion \u00fcber Bakterien und zus\u00e4tzlich der Ertrag hierbei auch strukturauthentisch war.<\/p>\n<p>Was nun leider immer noch ungel\u00f6st bleibt ist das schwierige Kunstst\u00fcck, aus den wasserl\u00f6slichen Proteinen anschlie\u00dfend zur stabilen Faser zu gelangen. Aber der Optimismus der Wissenschaftler und die inzwischen gut verf\u00fcgbaren Rohproteine k\u00f6nnten dazu beitragen, dass die Entwicklung entsprechender Spinntechniken in absehbarer Zeit gleichzieht, womit sich nahezu unbegrenzte M\u00f6glichkeiten f\u00fcr zahllose Technologiebereiche er\u00f6ffnen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Autorin: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: <a HREF=\"http:\/\/www.wissenschaft-online.de\/\">www.wissenschaft-online.de<\/a> vom 01.06.2001.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Tomaten, Tabak oder Kartoffeln &#8211; Feldfr&uuml;chte sollen sich nun als &#8220;Spinneneiwei&szlig;-Br&uuml;ter&#8221; bew&auml;hren, denn die als neue Hightech-Faser begehrte Spinnenseide soll in Zukunft Ingenieurtr&auml;ume wahr<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5097"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5097\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5097"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}