{"id":5083,"date":"2001-06-17T00:00:00","date_gmt":"2001-06-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20010617-01n"},"modified":"2001-06-17T00:00:00","modified_gmt":"2001-06-16T22:00:00","slug":"diplomarbeit-zum-thema-schwindungsverhalten-naturfaserverstrkter-thermoplaste-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/diplomarbeit-zum-thema-schwindungsverhalten-naturfaserverstrkter-thermoplaste-erschienen\/","title":{"rendered":"Diplomarbeit zum Thema &#8220;Schwindungsverhalten naturfaserverst&auml;rkter Thermoplaste&#8221; erschienen"},"content":{"rendered":"<p>Die vollst\u00e4ndige Diplomarbeit, die hier in einer Zusammenfassung wiedergegeben wird, kann beim Autor, Dipl. Ing. Matthias Schrader, bezogen werden. E-Mail: <a HREF=\"mailto:1m.Schrader@gmx.de?subject=Schwindung%20naturfaserverst%C3%A4rkter%20Thermoplaste\">1m.Schrader@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>Einleitung<\/p>\n<p>Das Interesse am Einsatz von pflanzlichen Naturfasern in Kunststoffteilen ist gro\u00df. Schlagunempfindlichkeit, geringe Dichte, Umweltaspekte und nicht zuletzt Kostenvorteile gegen\u00fcber z.B. Glasfaserverst\u00e4rkung haben Naturfasern in der Kunststoff-Presstechnik einen festen Platz gesichert: <br \/>\nPKW Hutablagen, T\u00fcrseitenverkleidungen, Formhimmel und LKW-Fahrerhausr\u00fcckw\u00e4nde werden nicht selten mit Fasern wie Sisal, Jute oder Flachs verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>In der Spritzgie\u00dftechnik konnten sich Naturfaser-Thermoplast-Materialien noch nicht durchsetzen. Dies ist sicherlich in schwierigen Verarbeitungsbedingungen und f\u00fcr technische Formteile ungen\u00fcgend gro\u00dfe Schwankungen der Faserqualit\u00e4t begr\u00fcndet. Doch auch hier werden durch verbesserte Compoundiertechnik, Faserz\u00fcchtungen und Agrartechnik Verbesserungen erzielt, die einen Einsatz im nacharbeitsarmen Spritzgu\u00df m\u00f6glich machen.<br \/>\nDazu ist neben der Materialqualit\u00e4t und der Verarbeitbarkeit,  auch die Kenntnis der Schwindung von gro\u00dfer Wichtigkeit.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Schwindung kennzeichnet die prozentuale Gr\u00f6\u00dfen\u00e4nderung des Formteils zu den Abmessungen der formenden Werkzeugkavit\u00e4t. Die Ma\u00dfabweichung wird durch eine Volumenkontraktion der Schmelze bei Abk\u00fchlung verursacht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfen\u00e4nderung mu\u00df vor der Anfertigung des Werkzeuges bekannt sein, um die gew\u00fcnschten Formteilma\u00dfe erreicht<br \/>\nzu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Schwindung ist aber keine Konstante. Vielmehr ist sie von den Prozessparametern im Spritzgu\u00df, der<br \/>\nFormteilgeometrie, dem Me\u00dfort und den eingesetzten Faser-Matrix-Systemen abh\u00e4ngig.<br \/>\nDie Ausarbeitung untersucht genau diese Zusammenh\u00e4nge und zeigt die Unterschiede zu unverst\u00e4rkten und<br \/>\nglasfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten auf.<\/p>\n<p><b>Auf dieser Seite k\u00f6nnen Sie nur eine kurze Zusammenfassung der Versuchsergebnisse betrachten.<\/b><\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Beschreibung zu<\/p>\n<li>den Einflussm\u00f6glichkeiten durch die Prozesssteuerung<\/li>\n<li>den theoretischen Grundlagen zur Schwindung im Vergleich zu beobachtbaren Schwindungswerten von verst\u00e4rkten und unverst\u00e4rkten Thermoplasten<\/li>\n<li>dem Einflu\u00df des Faseranteils<\/li>\n<li>der Faserart (Einflu\u00df der Dichte und des E-Moduls)<\/li>\n<li>dem Wirken der Haftvermittler<\/li>\n<li>der Ortsabh\u00e4ngigkeit der Schwindung und Faserverteilung<\/li>\n<li>dem Verzug<\/li>\n<li>den Verarbeitungsparametern<\/li>\n<p>finden Sie nur in der vollst\u00e4ndigen Ausarbeitung. <\/p>\n<p>Falls Sie Interesse an ihr haben sollten, so k\u00f6nnen Sie diese \u00fcber mich beziehen.<\/p>\n<p>Matthias Schrader<br \/>\nE-Mail: <a HREF=\"mailto:mailto:1m.Schrader@gmx.de\">1m.Schrader@gmx.de<\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Aufgabenstellung<\/p>\n<p>Zielsetzung<\/p>\n<p>Das in der Thermoplastverarbeitung gebr\u00e4uchlichste Verfahren ist der Spritzgu\u00df. Es eignet sich f\u00fcr einen weiten Bereich an Formteilen: Vom Millimeter gro\u00dfen Zahnrad bis zum 1,5 Meter gro\u00dfen M\u00fcllbeh\u00e4lter, vom hochgenauen technischen Formteil bis zur Massenware. Wegen dieser Vielf\u00e4ltigkeit und der weiten Verbreitung ist es von besonderem Interesse, naturfaserverst\u00e4rkte Thermoplaste auch hier einsetzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Spritzgu\u00dfproze\u00df wird die zumeist granulatf\u00f6rmige Kunststoffmasse erw\u00e4rmt und im plastischen Zustand in ein Werkzeug eingespritzt, welches das Negativ des Formteiles darstellt. Dabei k\u00fchlt die Schmelze ab und kann im erstarrten Zustand aus dem Werkzeug entnommen werden. Das Formteil ist fertig. Dies ist die verk\u00fcrzte Darstellung des Spritzgie\u00dfverfahrens. Der Proze\u00df ist weitestgehend automatisiert. Eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Produktes<br \/>\nkommt der Maschineneinstellung und der Konstruktion des Werkzeuges zu. Beide &#8211; insbesondere aber letztere &#8211; entscheiden \u00fcber die Gestalt des Formteiles.<br \/>\nProblematisch f\u00fcr die Werkzeugauslegung ist die Vorhersage des Schwindungsverhaltens eines Kunststoffes. Unter dem Begriff Schwindung wird die prozentuale Abnahme des Formteilma\u00dfes zum Werkzeugma\u00df verstanden. Die Abnahme wird haupts\u00e4chlich durch die thermische Kontraktion des Kunststoffes beim Abk\u00fchlen der Schmelze im Werkzeug hervorgerufen. Um die geforderten Abmessungen des Spritzgu\u00dfteiles einzuhalten, mu\u00df das Werkzeug genau um den prozentualen Schwindungsanteil gr\u00f6\u00dfer hergestellt werden. Der Schwindungswert ist nicht allein vom eingesetzten Material, sondern auch von den Proze\u00dfparametern beim Spritzgu\u00df abh\u00e4ngig. Dies l\u00e4\u00dft einerseits keine konkreten Angaben zum Schwindungswert zu, sondern nur Schwindungsbereiche, andererseits erm\u00f6glich es dem Maschineneinrichter, durch gezielte Beeinflussung des Spritzgu\u00dfprozesses die Formteilma\u00dfe einzustellen.<br \/>\nZiel dieser Arbeit ist es, das Schwindungsverhalten von naturfaserverst\u00e4rktem Thermoplasten zu quantifizieren und<br \/>\ndessen Abh\u00e4ngigkeit von Proze\u00dfparametern im Spritzgu\u00df aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4zisierte Aufgabenstellung<\/p>\n<p>Aufgrund der Vielzahl der Faserarten, Thermoplasten, Verarbeitungseinstellungen und den daraus resultierenden<br \/>\nKombinationsm\u00f6glichkeiten, mu\u00df eine Auswahl getroffen werden.<\/p>\n<p><b>Matrixmaterial<\/b><\/p>\n<p>Wegen der Temperaturempfindlichkeit cellulosehaltiger Fasern sind nur wenig Polymere als Matrixmaterial geeignet. In<br \/>\nFrage kommen nur Thermoplaste mit geringen Verarbeitungstemperaturen. Polypropylen (PP) ist einer hiervon und preisg\u00fcnstig. Schlie\u00dflich ist er einer der meist verwendeten Kunststoffe, der zudem auch f\u00fcr technische Anwendungen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Aus diesen Gr\u00fcnden wird PP als Matrixmaterial gew\u00e4hlt und das Schwindungsverhalten exemplarisch an diesem Polymer aufgezeigt.<\/p>\n<p><b>Faserart<\/b><\/p>\n<p>Als Verst\u00e4rkungsfasern dienen Sisal- und Gr\u00fcnflachskurzfasern. Flachs wird in Deutschland angebaut, besitzt gute<br \/>\nmechanische Eigenschaften und ist Gegenstand zahlreicher Ausarbeitungen im Zusammenhang mit<br \/>\nPolypropylenverst\u00e4rkung.<br \/>\nUm den Einflu\u00df der Faserart absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, soll eine zweite Fasertype untersucht werden. Sisal (Blattfaser) wird gew\u00e4hlt, weil es sich deutlich in den physikalischen Eigenschaften von den Flachsfasern (Stengelfaser) unterscheidet.<br \/>\nSchon die \u00e4u\u00dferliche Erscheinung der Sisalfaser weicht von der Flachsfaser ab: Sie erscheint starrer und eher holzartig im Vergleich zum wolle-\u00e4hnlichen Flachs.<\/p>\n<p><b>Proze\u00dfparameter<\/b><\/p>\n<p>In der Literatur [1, 6, 7, 8] werden folgende Proze\u00dfparameter als besonders einflu\u00dfreich auf die Schwindung beschrieben:<\/p>\n<ul>\n<li>Nachdruck<\/li>\n<li>Massetemperatur<\/li>\n<li>Einspritzgeschwindigkeit<\/li>\n<li>Werkzeugtemperatur<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Einstellgr\u00f6\u00dfen und ihre Wirkungsweise werden in Kapitel 5.4 beschrieben. Wegen der Unterschiedlichkeit der Materialien kann aus diesen Betrachtungen nicht auf das Schwindungsverhalten der Naturfasercompounds geschlossene<br \/>\nwerden. Daher sind Untersuchungen n\u00f6tig, die den Einflu\u00df der einzelnen Gr\u00f6\u00dfen aufzeigen. Dazu werden die Proze\u00dfparameter separat um einen festgelegten &#8220;Einstellungspunkt&#8221; (vgl. Kapitel 8.6) herum ver\u00e4ndert und die Auswirkungen auf die Schwindung beobachtet. Da die Massetemperatur durch die Zersetzung der Cellulose und die Schmelztemperatur des PP eng begrenzt ist, kann sie nicht variiert werden (vgl. Kapitel 8.1).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Zusammenfassung<\/p>\n<p>Zusammenfassung der Versuchsergebnisse<\/p>\n<p>Die Verabeitungsschwindung (VS) wird radial (VSR) und tangential (VST) zur Spritzrichtung gemessen. Es wird auch von<br \/>\nder L\u00e4ngs- (VSR) und Querschwindung (VST) gesprochen (vgl. Kapitel 5.1). Der Me\u00dfort hat gro\u00dfen Einflu\u00df auf das Ergebnis, deshalb wird dieser f\u00fcr die Untersuchung der Schwindung in Abh\u00e4ngigkeit von Proze\u00dfparametern festgelegt: In Querrichtung 40mm nach dem Anschnitt und in L\u00e4ngsrichtung formteilmittig. Es wird jeweils nur ein Verarbeitungsparameter der Standardeinstellung ver\u00e4ndert. Deren Grundwerte sind 60&ordm;C Werkzeugtemperatur, 700 bar Nachdruck (ca. 400 bar Innendruck), 83 mm\/sec Flie\u00dffrontgeschwindigkeit, 30 Masseprozent Faseranteil und 195 &ordm;C Massetemperatur. F\u00fcr diese Grundeinstellungen weist Sisal eine L\u00e4ngsschwindung von 0,5% und eine Querschwindung von 1,0% auf. Flachs liegt mit 0,7% in L\u00e4ngs- und 1,1% in Querrichtung etwas dar\u00fcber.<br \/>\nF\u00fcr die Verarbeitungsschwindung haben sich nicht alle in der Literatur angegebenen Parameter als einflu\u00dfreich erwiesen.<br \/>\nSo l\u00e4\u00dft sich kein Zusammenhang zwischen der Einspritzgeschwindigkeit und der Schwindung nachweisen. Auch die Werkzeugtemperatur hat zwischen 40&ordm; und 60 &ordm;C keinen nennenswerten Einflu\u00df, ab 60&ordm; steigt die Schwindung jedoch merklich um 0,05 Prozentpunkte.<br \/>\nDagegen besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen der Art der Faser, dem Faseranteil, dem Nachdruck bzw.<br \/>\nInnendruckniveau und dem Me\u00dfort.<\/p>\n<p><b>Faserart<\/b><\/p>\n<p>Flachs-PP weist bei gleichem Fasermasseanteil und gleichen Verarbeitungsparametern eine h\u00f6here Schwindung als<br \/>\nSisal-PP auf. Der Unterschied ist in L\u00e4ngsrichtung mit 0,2 Prozentpunkten h\u00f6her als in Querrichtung mit 0,1<br \/>\nProzentpunkten. Aus Modellen zur Faser-Matrix-Mechanik wird ein Zusammenhang zwischen dem Sinken der Schwindung<br \/>\nmit steigendem Faservolumenanteil hergestellt [6]. Die Schwindungsunterschiede der Fasertypen sind im Vergleich bei<br \/>\nidentischem Volumenanteil geringer. Bei gegebenen Masseanteil aber unterschiedlicher Dichte der Fasern, besitzt die<br \/>\nFaser mit geringerer Dichte den h\u00f6heren Volumenanteil. Dies erkl\u00e4rt teilweise den Schwindungsunterschied zwischen Sisal (Dichte 1,2 g\/cm&sup3;) und Flachs (Dichte 1,5 g\/cm&sup3;). Eine weitere Einflu\u00dfgr\u00f6\u00dfe ist die Fasersteifigkeit, die mit steigender Gr\u00f6\u00dfe des E-Moduls die Schwindung hemmt. Dieser ist f\u00fcr Sisal tendenziell h\u00f6her als f\u00fcr Flachs, eine genaue Aussage kann aber nicht getroffen werden, da die Schwankungsbreite der mechanischen Fasereigenschaften zu hoch ist.<br \/>\n<i>(Grundlagen der Faser-Matrix-Mechanik, Berechnungsformeln und Messergebnisse in der ungek\u00fcrzten Ausarbeitung)<\/i><\/p>\n<p><b>Faseranteil<\/b><\/p>\n<p>Mit steigendem Faseranteil sinken die Schwindungswerte, die Anisotropie des Schwindungsverhaltens nimmt jedoch zu.<br \/>\nDies \u00e4u\u00dfert sich nicht nur in einer gr\u00f6\u00dferen Differenz zwischen L\u00e4ngs- und Querschwindung, sondern auch bei Messungen in gleicher Richtung an unterschiedlichen Stellen des Probek\u00f6rpers. Die Schwindungsunterschiede verursachen einen h\u00f6heren Verzug als beim unverst\u00e4rktem Material, doch nimmt dieser mit steigendem Faseranteil ab ca. 10% Masseanteil wieder ab.  Die Minderung ist durch die Zunahme der Steifigkeit des Verbundes zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Bild 1: Einflu\u00df des Fasermasseanteiles auf L\u00e4ngs- und Querschwindung am Beispiel des Sisal-Verbundes.<br \/>\n<img SRC=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/dr-image004.gif\" WIDTH=\"351\" HEIGHT=\"206\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 1\"\/><\/p>\n<p>Radial zur Spritzrichtung nimmt die Schwindung ann\u00e4hernd linear mit dem Masseanteil ab. Bei Flachs um ca. 0,02<br \/>\nProzentpunkte und beim Sisal um ca. 0,03 Prozentpunkte pro Masseprozent der Fasern. Tangential bzw. quer zur<br \/>\nSpritzrichtung flacht der Schwindungsverlauf ab und scheint einem Grenzwert von ca. einem Prozent entgegen zu streben.<br \/>\n<i>(Ausf\u00fchrliche Untersuchungen der Schwindung und des Verzugs  in Abh\u00e4ngigkeit vom Faseranteil in der vollst\u00e4ndigen<br \/>\nArbeit)<\/i><\/p>\n<p><b>Nach- bzw. Innendruck<\/b><\/p>\n<p>Ein h\u00f6herer Nachdruck bewirkt auch einen h\u00f6heren Innendruck im Werkzeug. Die Druck\u00fcbertragungsfunktion ist linear und die Druckverluste durch die Fasern sind sehr \u00e4hnlich. Flachs-PP weist aber eine geringf\u00fcgig bessere Druck\u00fcbertragung als Sisal-PP auf. Eine Erh\u00f6hung des Nach- bzw. Innendruckes hat gro\u00dfen Einflu\u00df auf die Schwindung. Sie sinkt f\u00fcr beide Fasern und Me\u00dfrichtungen progressiv, d.h. bei h\u00f6heren Dr\u00fccken ist eine gr\u00f6\u00dfere Minderung der Schwindung festzustellen als bei geringen. Im mittleren Druckbereich von ca. 200-400 bar sinkt die Querschwindung um ca. 0,1 Prozentpunkt pro 100 bar Innendruck, die L\u00e4ngsschwindung um ca. 0,05 Prozentpunkte. Die Schwindungsunterschiede zwischen den Fasertypen und Me\u00dfrichtungen werden mit gr\u00f6\u00dferem Druck geringer. <\/p>\n<p>Bild 2: Einflu\u00df des Innendruckes auf das Schwindungsverhalten von naturfaserverst\u00e4rkten Polypropylen.<br \/>\n<img SRC=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/dr-image006.gif\" WIDTH=\"371\" HEIGHT=\"241\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 2\"\/><\/p>\n<p>Die verminderte Schwindungsdifferenz ist durch den Schwindungsausgleich durch verbesserten Schmelzetransport zu<br \/>\nerkl\u00e4ren. Aber auch die ortsabh\u00e4ngigen Schwindungsunterschiede werden mit gr\u00f6\u00dferem Druck geringer. Grund hierf\u00fcr sind die Druck\u00fcbertragungsverluste und unterschiedlich schnelle Erstarrung der Schmelze \u00fcber der Querschnittsgeometrie. Hohe Schwindungspotentiale befinden sich gerade in der Formteilmitte und am Anfang des Flie\u00dfweges. Dies sind die Bereiche wo der Nachdruck am l\u00e4ngsten und st\u00e4rksten wirkt und so die Schwindung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig besser ausgleichen kann als am Rand oder am Ende des Flie\u00dfweges.<br \/>\n<i>(In der Ausarbeitung finden Sie zus\u00e4tzlich den Vergleich zu anderen Thermoplasten, Druck\u00fcbertragungsfunktionen und Nachdruckwirkung auf die ortsabh\u00e4ngige Schwindung)<\/i><\/p>\n<p><b>Ortsabh\u00e4ngigkeit der Schwindung<\/b><\/p>\n<p>Durch die unterschiedlichen Faserorientierungen und Abk\u00fchlverh\u00e4ltnisse an verschiedenen Orten der Probeplatte ergeben sich starke Schwindungsabweichungen an verschiedenen Me\u00dfstellen. Parallel zur Faserl\u00e4ngsachse wird die niedrigste Schwindung senkrecht dazu die h\u00f6chste Schwindung gemessen. Die L\u00e4ngsschwindung ist in der Flie\u00dfwegmitte am gr\u00f6\u00dften und sinkt zum Seitenrand um ca. 0,4 Prozentpunkte ab. Dort wird die geringste Schwindung festgestellt, weil sich hier die Fasern parallel zur Me\u00dfrichtung anordnen. In der Mitte sind sie quer zur Flie\u00df- und Me\u00dfrichtung ausgerichtet.<\/p>\n<p>Bild 3: L\u00e4ngsschwindung als Funktion des Me\u00dfortes (30 Masseprozent Sisal).<br \/>\n<img SRC=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/dr-image008.gif\" WIDTH=\"288\" HEIGHT=\"170\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 3\"\/><\/p>\n<p>Bei der Untersuchung der Schwindung quer zur Spritzrichtung werden die geringsten Schwindungswerte am<br \/>\nFlie\u00dfwegende (0,5 Prozentpunkte unter dem Referenzwert) gefunden, in der Mitte herrscht ein ann\u00e4hernd konstantes Schwindungsniveau und direkt am Anschnitt eine um 0,15 Prozentpunkte erh\u00f6hte Schwindung. Dieses ist wiederum auf die Faserausrichtung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Am Flie\u00dfwegende stoppt die Flie\u00dffront und richtet des&shy;wegen schlagartig die Fasern parallel zur Wand aus. In der Mitte werden die Faseranteile, die senkrecht zur Flie\u00dfrichtung ausgerichtet sind, durch eine Dehnstr\u00f6mung mit fortschreitendem Flie\u00dfweg gr\u00f6\u00dfer. Dies kann die nachlassende Nachdruckwirkung ausgleichen.<\/p>\n<p>Bild 4: Querschwindung als Funktion des Me\u00dfortes (30 Masseprozent Sisal).<br \/>\n<img SRC=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/dr-image010.gif\" WIDTH=\"296\" HEIGHT=\"173\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 4\"\/><\/p>\n<p><i>(Die Arbeit enth\u00e4lt weiterhin Untersuchungen zum Einflu\u00df von Nachdruck, Faseranteil, Faserorientierung auf die ortsabh\u00e4ngige Schwindung und den Vergleich zu unverst\u00e4rkten Thermoplasten)<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vollst&auml;ndige Diplomarbeit, die hier in einer Zusammenfassung wiedergegeben wird, kann beim Autor, Dipl. Ing. Matthias Schrader, bezogen werden. E-Mail: <a href=\"mailto:1m.Schrader@gmx.de?subject=Schwindung%20naturfaserverst%C3%A4rkter%20Thermoplaste\">1m.Schrader@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>Einleitung<\/p>\n<p>Das Interesse am Einsatz<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5083","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5083\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5083"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}