{"id":5065,"date":"2001-08-11T00:00:00","date_gmt":"2001-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20010811-01n"},"modified":"2001-08-11T00:00:00","modified_gmt":"2001-08-10T22:00:00","slug":"flachs-und-hanfanbau-in-der-eu-ruecklaeufig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/flachs-und-hanfanbau-in-der-eu-ruecklaeufig\/","title":{"rendered":"Flachs- und Hanfanbau in der EU r\u00fcckl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"<p>Nach vorl\u00e4ufigen Zahlen ist der Flachsanbau in der EU von 104.732 ha im Jahr 2000 auf ca. 88.000 ha im Jahr 2001 gesunken. Der R\u00fcckgang von ca. 17.000 ha liegt vor allem an Spanien (-13.000 ha), Gro\u00dfbritannien (-8.000 ha) und Portugal (-4.000 ha). Der R\u00fcckgang in Spanien und Portugal ist auf die Reform der Beihilferegelung und st\u00e4rkere Kontrollen zur\u00fcckzuf\u00fchren (vgl. auch Meldungen vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20001219-01.news\">19.12.2000<\/a> und <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20000717-01.news\">17.07.2000<\/a>). Der R\u00fcckgang in Gro\u00dfbritannien basiert vor allem auf ung\u00fcnstigen Witterungsbedingungen im Fr\u00fchjahr. Demgegen\u00fcber nahm der Anbau in den traditionellen Flachsl\u00e4ndern Frankreich (+6.000 ha) und Belgien (+2.000 ha) zu. Aufgrund der kalten und nassen Vegetationsperiode werden allerdings niedrige Erntemengen und keine hohen Faserqualit\u00e4ten erwartet. Da die Lagerkapazit\u00e4ten in den letzten beiden Jahren stark abgebaut werden konnten, ist mit anhaltend hohen Flachsfaserpreisen zu rechnen.<\/p>\n<p>Der Hanfanbau in der EU ist nach vorl\u00e4ufigen Angaben ebenfalls deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig, und zwar von 20.404 ha im Jahr 2000 auf ca. 15.000 ha im Jahr 2001. Am st\u00e4rksten ging der Anbau in Spanien zur\u00fcck (-5.000 ha), gefolgt von Deutschland (-1.000 ha). Bemerkenswert ist die Zunahme in \u00d6sterreich von 287 ha auf 880 ha. Beim Hanf scheint der Vegetationsverlauf normal zu sein, es wird mit durchschnittlichen Ertr\u00e4gen gerechnet.<\/p>\n<p>In Deutschland sind Hanf- und Flachsanbau r\u00fcckl\u00e4ufig. Der Hanfanbaufl\u00e4che fiel nach vorl\u00e4ufigen Angaben von 2.967 ha (2000) auf nur noch 1.911 ha (2001), die Flachsanbaufl\u00e4che von 402 ha (2000) auf 352 ha (2001). Dabei bestehen f\u00fcr Hanf- und Flachsfasern durchaus ausreichende und wachsende Absatzm\u00f6glichkeiten, insbesondere in der Automobil- und D\u00e4mmstoffindustrie. Das eigentliche Problem besteht in der Beschaffung von Hanfstroh: Infolge der komplizierten Beihilferegelungen und der weiter sinkenden Beihilfes\u00e4tze wird der Hanfanbau f\u00fcr die Landwirte zunehmend unattraktiv. (Vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010419-02.news\">19.04.2001<\/a>)<\/p>\n<p>So forderte der Vernaro-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Fred Bohndick, einer der f\u00fchrenden deutschen Erstverarbeiter f\u00fcr Hanf, weniger B\u00fcrokratie und Reglementierung auf EU- und Bundesebene. &#8220;Die Bedingungen f\u00fcr die Anbauer m\u00fcssen einfach ertr\u00e4glich gestaltet werden. Es m\u00fcssen l\u00e4ngerfristige Hilfen sichergestellt werden, damit man \u00fcberleben und Strukturen entwickeln kann.&#8221; Statt 900 ha im Jahr 1999 werden f\u00fcr Vernaro dieses Jahr nur noch 500 ha in der Region um Gardelegen (Sachsen-Anhalt) angebaut. Ursache sind die innerhalb weniger Jahre stark gefallenen Fl\u00e4chenbeihilfen. Da durch den Anbau auf 500 ha die Auslastung der <a HREF=\"http:\/\/www.vernaro.de\/\">Vernaro GmbH<\/a> nicht gew\u00e4hrleistet ist, muss trotz hoher Transportkosten Hanfstroh aus anderen Bundesl\u00e4ndern bezogen werden. Vgl. auch Meldungen vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=19990601-02.news\">01.06.1999<\/a> und <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010519-03.news\">19.05.2001<\/a>.<\/p>\n<p>Autor &#038; Endredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuellen: EU-Statistiken, BLE, BMVEL, Volksstimme Magdeburg vom 12.07.2001 und nova-Archiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vorl&auml;ufigen Zahlen ist der Flachsanbau in der EU von 104.732 ha im Jahr 2000 auf ca. 88.000 ha im Jahr 2001 gesunken. 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