{"id":5042,"date":"2001-09-01T00:00:00","date_gmt":"2001-08-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20010901-05n"},"modified":"2001-09-01T00:00:00","modified_gmt":"2001-08-31T22:00:00","slug":"iea-bioenergie-task-27-liquid-biofuels-biotreibstoffe-blt-wieselburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/iea-bioenergie-task-27-liquid-biofuels-biotreibstoffe-blt-wieselburg\/","title":{"rendered":"IEA Bioenergie  &#8211; Task 27 &#8211; &#8220;Liquid Biofuels&#8221; (Biotreibstoffe), BLT Wieselburg"},"content":{"rendered":"<p>An der Task 27 &#8220;Liquid Biofuels&#8221; haben sich unter der Leitung des US Department of Energy  Kanada, \u00d6sterreich, Schweden, USA und die Europ\u00e4ische Kommission beteiligt. Die Task konzentrierte sich auf die in den beteiligten L\u00e4ndern marktg\u00e4ngigen Biotreibstoffe Ethanol und Biodiesel. Die Arbeiten standen unter dem Motto: &#8220;Warum sind Biotreibstoffe in bestimmten L\u00e4ndern erfolgreich?&#8221; Dazu wurde ein Auftrag an Konsulenten aus Frankreich, Kanada, \u00d6sterreich und Schweden erteilt. Aufgabe war, detaillierte Informationen \u00fcber die Markteinf\u00fchrung biogener Treibstoffe in Nordamerika und Europa bereitzustellen und Aussagen \u00fcber die k\u00fcnftig Entwicklung zu treffen. Dabei waren ein moderater Anstieg um 10 % der derzeitigen Menge und ein hohes Szenario mit einem Anteil von 5 % am Treibstoffmarkt zu untersuchen. Wesentliche Ergebnisse waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Errichtung einer Ethanolanlage mit einer Kapazit\u00e4t von 50.000 m<sup>3<\/sup>\/a (Rohstoff Getreide) wird in Schweden den Biotreibstoffanteil auf ein Prozent heben. Die f\u00fcr einen 5%-Anteil erforderliche landwirtschaftliche Fl\u00e4che ist verf\u00fcgbar.<\/li>\n<li>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr das Potenzial von Biodiesel in Europa. Die Rohstoffmengen k\u00f6nnten bereitgestellt werden, f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit sind geeignete Rahmenbedingungen (Steuern, Unterst\u00fctzung der landwirtschaftlichen Urproduktion usw.) erforderlich.<\/li>\n<li>Die Entwicklung von ETBE in Frankreich wurde durch die Zusammenarbeit der Verantwortungstr\u00e4ger aus der Landwirtschaft und der Agrarindustrie, der Mineral\u00f6lwirtschaft, der Fahrzeug- und Motorenindustrie und der Ministerien erm\u00f6glicht. Die Anlagen sind in Erd\u00f6lraffinerien integriert, die Kapazit\u00e4t betr\u00e4gt 219.000 t; 0,6 % des Vergasertreibstoffbedarfs wird mit ETBE gedeckt. Zwei Projekte mit einer Gesamtkapazit\u00e4t von 155.000 t sind in Warteposition, die Errichtung h\u00e4ngt von der Fixierung der Rahmenbedingungen ab.<\/li>\n<li>Bioethanol entwickelt sich in Spanien dynamisch. Im Jahr 2000 wurde eine Anlage mit 100. 000 m<sup>3<\/sup>  in Betrieb genommen &#8211; eine zweite Anlage mit einer Leistung von 125.000 m<sup>3<\/sup> ist in Bau, so dass 2001 ein Anteil von 2 % des Vergasertreibstoffmarktes gedeckt werden kann. Drei weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 425.000 m<sup>3<\/sup> sind in Planung und k\u00f6nnen 2004 den Betrieb aufnehmen. Derzeit wird in den Raffinerien mit Isobuthen ETBE erzeugt und als hochwertiges Additiv dem Benzin beigemengt.<\/li>\n<li>In Nordamerika werden j\u00e4hrlich mehr als 5 Mio. m<sup>3<\/sup> Ethanol im Vergasertreibstoff eingesetzt. Dies entspricht ca. 1 % des Vergaserkraftstoffs bzw. 0,65 % der Energie aller Treibstoffe. Ethanol wird vorwiegend in Mischungen von 5 bis 10 % im Vergasertreibstoff verwendet. Biodiesel und die Reinanwendung von Ethanol spielen keine Rolle.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus Sicht des \u00f6sterreichischen Teilnehmers l\u00e4sst sich schlussfolgern:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Markteinf\u00fchrung von Biotreibstoffen erfordert wirtschaftliche Unterst\u00fctzungen, die durch die externen Vorteile wie der Beitrag zum Kyoto-Ziel, die F\u00f6rderung der l\u00e4ndlichen Regionen, den Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen und die Sicherung der Energieversorgung begr\u00fcndet werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Von den Stake Holdern werden stabile Rahmenbedingungen (Steuerbefreiungen, Unterst\u00fctzung der landwirtschaftlichen Produktion) gefordert.<\/li>\n<li>Ein moderater Zuwachs erscheint unter derzeitigen Rahmenbedingungen auf allen untersuchten M\u00e4rkten m\u00f6glich. F\u00fcr hohe Wachstumsraten sind starke, von der Politik getragene Ma\u00dfnahmen erforderlich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Biotreibstoffe sind derzeit die einzige M\u00f6glichkeit, die Versorgung des (Stra\u00dfen-) Transportsektors mit erneuerbaren und heimischen Rohstoffen zu sichern. \u00d6sterreich hat mit der Erforschung, Entwicklung und Etablierung der Biodieselschiene einen gangbaren Weg aufgezeigt. \u00c4hnliche Ziele wurden in der Vergangenheit mit dem &#8220;Austroprot&#8221;-Projekt bei Ethanol angestrebt. Die \u00c4nderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat damals die Realisierung verhindert. Die Entwicklung in den L\u00e4ndern der Task best\u00e4tigt die strategischen Ziele \u00d6sterreichs, aber auch die Risken und Barrieren.<\/p>\n<p>Die Teilnahme an der Task hat \u00d6sterreich einen bedeutenden Gewinn an Erkenntnissen, Erfahrungen und Kontakten gebracht und dazu beigetragen, die Entwicklung der Biotreibstoffe in \u00d6sterreich abzusichern.<\/p>\n<p>Dipl.-Ing. Manfred W\u00f6rgetter, <br \/>\nBundesanstalt f\u00fcr Landtechnik,<br \/> <br \/>\nRottenhauserstra\u00dfe 1,<br \/>\nA 3250 Wieselburg, <br \/>\nTel: +43 7416 52175 0, <br \/>\nFax: +43 7416 52175 45,<br \/>\nE-mail: <a HREF=\"mailto:manfred.woergetter@blt.bmlf.gv.at\">manfred.woergetter@blt.bmlf.gv.at<\/a><br \/>\nInternet: <a HREF=\"http:\/\/www.blt.bmlf.gv.at\/\" >http:\/\/www.blt.bmlf.gv.at<\/a><\/p>\n<p>Quelle: Mitteilung der Bundesanstalt f\u00fcr Landtechnik vom 2001-09-01.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Task 27 &#8220;Liquid Biofuels&#8221; haben sich unter der Leitung des US Department of Energy  Kanada, &Ouml;sterreich, Schweden, USA und die Europ&auml;ische Kommission<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5042","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5042"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5042\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5042"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5042"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}