{"id":5031,"date":"2001-09-10T00:00:00","date_gmt":"2001-09-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20010910-01n"},"modified":"2001-09-10T00:00:00","modified_gmt":"2001-09-09T22:00:00","slug":"oekologischer-landbau-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oekologischer-landbau-in-deutschland\/","title":{"rendered":"\u00d6kologischer Landbau in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><b>Daten zur Entwicklung und Situation<\/b><\/p>\n<p>Bonn, 10. September (bmvel) &#8211; Schon seit 1924 gibt es in Mitteleuropa den anf\u00e4nglich als anthroposophisch bezeichneten Bio-Landbau. Leitgedanken im \u00f6kologischen Landbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Nat\u00fcrliche Lebensprozesse sollen gef\u00f6rdert und Stoffkreisl\u00e4ufe weitgehend geschlossen werden. Pflanzenbau und Tierhaltung m\u00fcssen gekoppelt werden. Schon fr\u00fchzeitig schlossen sich gleichgesinnte Landwirte und G\u00e4rtner zu Verb\u00e4nden zusammen. In Deutschland gibt es 9 Anbauverb\u00e4nde, jeder mit einer eigenen Marke. Auch der Lebensmitteleinzelhandel hat eine Vielzahl von eigenen Marken und Zeichen eingef\u00fchrt, so dass es aktuell in Deutschland ungef\u00e4hr 100 Bio-Zeichen gibt. <\/p>\n<p>Die Vielzahl der vorhandenen Zeichen machte es f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher bisher schwer, den Markt zu durchschauen. Die fehlende Transparenz f\u00fchrte zu Unsicherheit: Ist wirklich &#8220;\u00f6ko&#8221; drin wo &#8220;\u00f6ko&#8221; drauf steht? Das Bio-Siegel schafft unverwechselbar Einheitlichkeit, Klarheit und Orientierung: &#8220;Das ist ein Bio-Produkt&#8221;.<\/p>\n<p>Die Kriterien f\u00fcr das Bio-Siegel richten sich nach der EG-\u00d6ko-Verordnung vom 24. Juni 1991 und kn\u00fcpfen an den Basisrichtlinien der Internationalen Vereinigung der \u00f6kologischen Landbaubewegungen (IFOAM) an. Der IFOAM geh\u00f6ren etwa 500 Verb\u00e4nde aus 70 Nationen an.<\/p>\n<p>Die EG-\u00d6ko-Verordnung schreibt Erzeugern und Verarbeitern genau vor, wie sie was, mit welchen Stoffen produzieren d\u00fcrfen. Was nicht ausdr\u00fccklich erlaubt ist, darf nicht verwendet werden. So sind auf allen Bio-Betrieben z. B. gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen strikt verboten. <\/p>\n<p>In Deutschland f\u00fchren Bio-Betriebe \u00fcber alle Betriebsmittel und Erzeugnisse genau Buch. Sie m\u00fcssen genau erfassen, was sie an wen verkauft haben. So lassen sich die \u00d6ko-Produkte bis zum Erzeuger zur\u00fcckverfolgen. Von den Bundesl\u00e4ndern zugelassene und \u00fcberwachte Kontrollstellen \u00fcberpr\u00fcfen mindestens einmal j\u00e4hrlich den gesamten Betrieb. <\/p>\n<p><b>10 gute Gr\u00fcnde f\u00fcr Bio-Produkte<\/b><\/p>\n<p>Gesunde Produkte umweltschonend zu erzeugen ist oberstes Ziel aller Bio-Landwirte. Doch &#8220;ungespritzt&#8221; allein macht aus einer M\u00f6hre oder Kartoffel noch kein Bio-Gem\u00fcse. Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich f\u00fcr Produkte mit dem Bio-Siegel entscheiden, erhalten nicht nur qualitativ hochwertige Produkte die schmecken, sondern auch die Sicherheit, dass da wo &#8220;Bio&#8221; draufsteht, auch &#8220;Bio&#8221; drin ist. Das Bio-Siegel garantiert, dass die gekennzeichneten Produkte durch eine Landwirtschaft erzeugt werden, die ihren Pflanzenschutz auf vorbeugende Ma\u00dfnahmen konzentriert, auf mineralischen Stickstoffd\u00fcnger verzichtet, artgerechte Tierhaltung beinhaltet, Boden, Wasser und Luft sch\u00fctzt, hilft, die Artenvielfalt zu erhalten, den Energieverbrauch vermindert und die Rohstoffreserven schont, f\u00fcr vielf\u00e4ltiges Leben im Boden sorgt, eine Kreislaufwirtschaft mit m\u00f6glichst geschlossenen N\u00e4hrstoffzyklen anstrebt, Sicherheit durch Richtlinien und Kontrollen garantiert, Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln bietet. <\/p>\n<p><b>Klasse statt Masse<\/b><\/p>\n<p>Qualit\u00e4t hat ihren Preis. Das gilt auch f\u00fcr Bio-Produkte, und das hat seine guten Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p>Biobauern wirtschaften in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf, der die nat\u00fcrlichen Lebensprozesse f\u00f6rdert.<br \/>\nFuttermittel werden \u00fcberwiegend selbst erzeugt. Tiere haben Auslauf. Pflanzenschutz konzentriert sich auf vorbeugende Ma\u00dfnahmen, schnell l\u00f6sliche Minerald\u00fcnger werden nicht verwendet.<\/p>\n<p>Eine solche Wirtschaftsweise bedeutet aber auch erh\u00f6hten Arbeitsaufwand, niedrigere Ertr\u00e4ge auf dem Acker und geringere &#8220;Leistungen&#8221; in der Tierhaltung.<\/p>\n<p>Einsehbar ist, dass Klasse ihren Preis hat. Die Verbraucherinnen und Verbraucher k\u00f6nnen aber sicher sein, dass sie gesunde, hochwertige und schmackhafte Produkte einkaufen, bei deren Herstellung die Natur geschont und die Tiere artgerecht gehalten werden.<\/p>\n<p><b>\u00d6ko-Landbau hat im Jahr 2000 kr\u00e4ftig zugelegt<\/b><\/p>\n<p>Aktuell werden in Deutschland etwa 550.000 Hektar nach den EU-weiten Regelungen des \u00f6kologischen Landbaus bewirtschaftet. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten hat der \u00f6kologische Landbau damit in Deutschland zwar eine relativ starke Position &#8211; so entf\u00e4llt auf Deutschland der zweitgr\u00f6\u00dfte \u00d6ko-Fl\u00e4chenanteil in der EU &#8211; trotzdem entspricht dies nur einem kleinen Anteil an der gesamten Nutzfl\u00e4che in der Bundesrepublik: <\/p>\n<p>Ende 1999 wirtschafteten in Deutschland 2,4 Prozent der Betriebe auf 2,6 Prozent der Fl\u00e4che nach \u00f6kologischen Prinzipien. Ende 2000 wirtschafteten etwa 3,0 Prozent der Betriebe &#8211; das entspricht 12.740 Betrieben &#8211; auf 3,2 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che. Damit nahm die Anzahl der \u00d6kobetriebe in einem Jahr um 22,2 Prozent und die bewirtschaftete Fl\u00e4che um 20,7 Prozent zu. Das ist der gr\u00f6\u00dfte Zuwachs des \u00d6kolandbaus seit 7 Jahren.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rtes Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2010 den Anteil des \u00f6kologischen Landbaus auf 20 Prozent zu steigern.<\/p>\n<p>Quelle: <a HREF=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/presse-inhalt.shtml\">BMVEL-Nachrichten<\/a> Nr. 37 vom 10. September 2001.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Daten zur Entwicklung und Situation<\/b><\/p>\n<p>Bonn, 10. September (bmvel) &#8211; Schon seit 1924 gibt es in Mitteleuropa den anf&auml;nglich als anthroposophisch bezeichneten Bio-Landbau. 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