{"id":50051,"date":"2018-02-13T07:29:23","date_gmt":"2018-02-13T06:29:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=50051"},"modified":"2018-02-09T13:45:49","modified_gmt":"2018-02-09T12:45:49","slug":"neue-algen-basierte-kosmetik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-algen-basierte-kosmetik\/","title":{"rendered":"Neue algen-basierte Kosmetik"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_50053\" aria-describedby=\"caption-attachment-50053\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.geomar.de\/typo3temp\/pics\/lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-50053 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b-300x200.jpg\" alt=\"lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b\" width=\"260\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/02\/lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/02\/lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b-600x401.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/02\/lumibricalis_TerjeAtonen_Name_62a338813b.jpg 898w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-50053\" class=\"wp-caption-text\">Die Alge <em>Furcellaria lumbricalis<\/em> liefert den Rohstoff f\u00fcr die neue estnische Kosmetikserie, die im Rahmen des ALLIANCE-Projektes zur Marktreife gelangte. Foto: Terje Atonen<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen f\u00fcr die Medizin, Nahrungsmittel oder Kosmetik \u2013 dies ist das erkl\u00e4rte Ziel der marinen Biotechnologie. Nun ist das erste Produkt, das im Rahmen des vom GEOMAR geleiteten <a href=\"http:\/\/www.balticbluebioalliance.eu\/\" target=\"_blank\">Baltic Blue Biotechnology ALLIANCE<\/a> Projektes entwickelt wurde, auf den Markt gekommen. Eine estnische Firma hat eine auf Ostsee-Algen basierende Kosmetiklinie entwickelt, die eine Tages- und Nachtcreme sowie eine spezielle Creme f\u00fcr Herren beinhaltet.<\/strong><\/p>\n<p>Medizin, Kosmetik, Nahrungs- und Futtermittel, Biokraftstoffe\u2026 der Sektor der marinen Biotechnologie hat enormes wirtschaftliches Potential f\u00fcr die Entwicklung verschiedenster innovativer mariner Produkte und Dienstleistungen. Das am GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel geleitete Projekt Baltic Blue Biotechnology Alliance (ALLIANCE) hat zum Ziel, einschl\u00e4gige Expertise und Ressourcen anzubieten, um den Weg von der \u201eIdee zum vermarktbaren ,blauen\u2018 Produkt\u201c abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Jetzt hat das estnische Unternehmer-Ehepaar Janno und Berit Joosep (Furcella O\u00dc, Tallinn, Estland) nach ihrer Aufnahme in das Mentoring Programm der ALLIANCE im Oktober 2016 die Kosmetikproduktlinie \u201e<a href=\"https:\/\/www.berrichi.ee\/\" target=\"_blank\">Berrichi<\/a>\u201c auf den Markt gebracht, vollst\u00e4ndig \u201eMade in the Baltic Sea Region (im Ostseeraum hergestellt)\u201c. Die Rezeptur der Berrichi-Gesichtscremes, die als Tages- und Nachtpflege und als spezielle Creme f\u00fcr den Herrn erh\u00e4ltlich sind, beinhaltet als wesentliche Zutat den aus der Ostsee-Rotalge Furcellaria lumbricalis gewonnene Stoff Furcellaran. Die Produkte sind \u00fcber die firmeneigene Webseite sowie lokale Kosmetikgesch\u00e4fte erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>\u201eIch bin dem ALLIANCE-Konsortium f\u00fcr seine gro\u00dfe Hilfe und das Mentoring sehr dankbar\u201c, erkl\u00e4rt Janno Joosep, \u201ebevor wir Teil der ALLIANCE wurden, hatten wir nur ein Rezept und eine optimistische Idee, aber alles ging nur sehr langsam voran. Mit der Mitgliedschaft in der ALLIANCE stieg auch wieder die Motivation, das Projekt voranzutreiben und nun sind innerhalb eines Jahres unsere Produkte fertiggestellt und auf dem estnischen Markt erh\u00e4ltlich.\u201c Die Geschichte hinter dem Produkt erz\u00e4hlt Janno so: \u201cMeine Frau und ich waren auf einer Urlaubsreise in Bali und bemerkten, dass sehr alte Fischer, deren Gesichter bereits tiefe Falten aufwiesen, samtweiche H\u00e4nde hatten. Der Grund daf\u00fcr ist offensichtlich, dass die Fischer ihre Netze t\u00e4glich von Algen befreien und die H\u00e4nde daher regelm\u00e4\u00dfig direkt in Kontakt mit den Algen kommen.\u201c<\/p>\n<p>Das vom ALLIANCE-Konsortium etablierte Mentoring-System und Netzwerk erm\u00f6glichte es Furcella O\u00dc, mit Anbietern des Algen-Rohmaterials aus dem Ostseeraum Verbindung aufzunehmen und dar\u00fcber hinaus Unterst\u00fctzung bez\u00fcglich Marketing und Regeln des Kosmetikmarktes zu erhalten. Diese erste Erfolgsgeschichte zeigt die dynamische transnationale und transdisziplin\u00e4re Kooperation zwischen verschiedenen Blue-Biotech-Akteuren, die im Ostseeraum im Rahmen der ALLIANCE stattfindet und wie effektiv es ist, die verschiedenartigen Expertisen der Partner zu b\u00fcndeln.<\/p>\n<p>Furcella O\u00dc wird seine Arbeit mit den Partnern in der ALLIANCE fortsetzen: Weitere Ziele sind nun, einen \u201eblauen\u201c, algenbasierten Biokunstoff f\u00fcr die Verpackung der Kosmetikprodukte zu finden und die Produkte auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, besonders in Deutschland und Schweden, auf den Markt zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eFurcella ist ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr unser ALLIANCE-Mentoring Programm. Die Berrichi Produkte sind das Ergebnis einer fruchtbaren, interdisziplin\u00e4ren Kooperation zwischen den Partnern im Ostseeraum und einem estnischen start-up, das sich zum Ziel gesetzt hatte, traditionelles Wissen in nat\u00fcrliche Kosmetik zu \u00fcbertragen\u201c, sagt Prof. Deniz Tasdemir, Leiterin der Forschungseinheit Marine Naturstoffchemie\/GEOMAR-Biotech am GEOMAR, \u201ewir sind sehr stolz auf den Erfolg des ALLIANCE-Projektes, das den Blue-Biotech-Akteuren im Ostseeraum Unterst\u00fctzung auf allen Ebenen der Wertsch\u00f6pfungskette bietet und so zum ,Blauen Wachstum\u2018 und der Bio\u00f6konomie der Region beitr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Das ALLIANCE Portfolio an realen Fallbeispielen enth\u00e4lt 22 Organisationen, die von Universit\u00e4ten\/Forschungsinstituten \u00fcber Start-ups bis zu kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen reichen. Sie sind alle vereint durch das Ziel, ein marines, biobasiertes Produkt oder eine Dienstleistung \u201emade in the Baltic Sea Region\u201c zu entwickeln. Die ALLIANCE erwartet weitere Erfolgsgeschichten wie Furcella O\u00dc durch ein wachsendes Serviceangebot und Netzwerk. Weitere vielversprechende Fallbeispiele suchen nach \u201eblauen\u201c L\u00f6sungen f\u00fcr biobasierte Medizinprodukte, Nahrungs- und Futtermittel, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, Farb- und Kraftstoffe oder auch Umweltbeobachtungstechnologie.<\/p>\n<p>Aktuell ist ein weiterer Aufruf zur Einreichung von Ideen gestartet, welcher sich an interessierte Akteure der marinen Biotechnologie wie z.B. start-ups, spin-offs und kleine und mittlere Unternehmen mit einer marinen biobasierten Produktidee richtet. Diese k\u00f6nnen sich um die Teilnahme am ALLIANCE Mentoring-Programm bewerben. Einreichungsfrist ist der 5. M\u00e4rz 2018. Weitere Informationen sind auf der Projektwebseite abrufbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hintergrundinformationen<\/h3>\n<p>Das f\u00fcr 3 Jahre (2016-2019) durch das INTERREG Ostseeraumprogramm gef\u00f6rderte Projekt, dessen Projektmanagement in enger Abstimmung mit dem SUBMARINER Network for Blue Growth European Economic Interest Grouping erfolgt, bringt ca. 30 namhafte Akteure (Forschungsinstitute, Biotechnologie Hubs und Gewerbeparks, Initiativen\/Dienstleister zur Branchenunterst\u00fctzung) als Partner im Bereich der blauen Biotechnologie zusammen. Die ALLIANCE- Partner betreuen in einem pers\u00f6nlichen Mentoring-Programm reale Fallbeispiele als Kunden und bringen sie gezielt mit relevanten Einrichtungen und Experten aus der Ostseeregion zusammen. Das Projekt wird von der Forschungseinheit Marine Naturstoffchemie\/GEOMAR-Biotech koordiniert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen f\u00fcr die Medizin, Nahrungsmittel oder Kosmetik \u2013 dies ist das erkl\u00e4rte Ziel der marinen Biotechnologie. Nun ist das erste Produkt, das im Rahmen des vom GEOMAR geleiteten Baltic Blue Biotechnology ALLIANCE Projektes entwickelt wurde, auf den Markt gekommen. 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