{"id":49721,"date":"2018-01-31T06:44:19","date_gmt":"2018-01-31T05:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=49721"},"modified":"2018-01-30T13:57:54","modified_gmt":"2018-01-30T12:57:54","slug":"aktualisierter-ufop-bericht-zur-globalen-marktversorgung-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aktualisierter-ufop-bericht-zur-globalen-marktversorgung-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"Aktualisierter UFOP-Bericht zur globalen Marktversorgung ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Versorgungslage an den internationalen M\u00e4rkten ist Dank der globalen Erntemengen mehr als ausreichend. Es reicht rechnerisch f\u00fcr alle, stellt die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) in ihrem aktualisierten Bericht zur globalen Marktversorgung mit Hinweis auf die dennoch kritische Ern\u00e4hrungssituation in vielen Teilen der Welt fest. Ursache f\u00fcr Hunger in der Welt seien vor allem milit\u00e4risch gef\u00fchrte Konflikte, schlechte Staatsf\u00fchrung und unwetterbedingte Katastrophen, aber auch die mangelnde Bereitschaft reicher Industriestaaten f\u00fcr eine wirksame Nahrungsmittelhilfe zur Beseitigung der schlimmsten regionalen Hungersn\u00f6te.<\/strong><\/p>\n<p>Die UFOP betont, dass der 27-seitige Bericht die Versorgungslage im Zusammenhang mit der Verwendung nachwachsender Rohstoffe f\u00fcr die Biokraftstoffproduktion aufzeige. Insbesondere au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union werde die Biokraftstoffnutzung \u00fcber Quotenregelungen vorangetrieben. Nicht zuletzt wegen einer massiven \u00dcberversorgung seien die Regierungen in Asien sowie Nord- und S\u00fcdamerika gezwungen, mengen- und damit erzeugerpreiswirksame Absatzm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen, unterstreicht der Verband. Dies best\u00e4tige auch die prek\u00e4re Marktsituation bei Brotweizen von derzeit ca. 150 EUR je Tonne. Der energetische Wert dieser Getreidemenge entspreche ca. 400 l Heiz\u00f6l oder etwa 220 EUR je Tonne, je nach aktuellem Preis f\u00fcr Heiz\u00f6l. Das \u201eVerbrennen\u201c w\u00e4re also \u00f6konomisch gesehen sinnvoller als die Vermarktung als Brotgetreide, rechnet die Union vor.<\/p>\n<p>In den Warenk\u00f6rben der Industriel\u00e4nder und gro\u00dfer Agrarexportnationen nimmt der Anteil landwirtschaftlicher Rohstoffe zur stofflichen und energetischen Nutzung zu. Auch diese Entwicklung wird im Bericht dargestellt in Zusammenhang mit dem v\u00f6lkerrechtlich verbindlichen Ziel, die Erderw\u00e4rmung auf max. 2 Grad oder besser 1,5 Grad bis 2050 zu begrenzen. Die Bedeutung der Biomasseproduktion bzw. die mit dieser Verpflichtung einhergehenden Chancen gerade f\u00fcr die Landwirtschaft als Lieferant nachhaltig produzierter Kohlenstoffquellen, werden leider nicht als Chance gesehen, kritisiert die UFOP. Stattdessen werde eine wenig sachgerechte \u201eTank-Teller\u201c- und \u201eiLUC-Diskussion\u201c gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Bio\u00f6konomie zur stofflichen Nutzung von Biomasse noch \u00fcber Studien in der \u201eLernkurve\u201c befinde, gehe die europ\u00e4ische Biokraftstoffpolitik mit gesetzlich verankerten Vorgaben f\u00fcr eine nachhaltige Biomasseproduktion und -verarbeitung voran. Diese reichen von einer datierten Biomasseherkunft (Stichtag: Januar 2008) bis hin zum Nachweis der Treibhausgasminderung im Vergleich zum fossilen Kraftstoff von mind. 60% ab 2018 f\u00fcr Neuanlagen. Mit Hinweis auf die aktuelle Diskussion zur Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (REDII) stellt die UFOP Verbesserungsbedarf bei den sozialen Kriterien fest, wie dies auch der Europ\u00e4ische Rechnungshof in seinem Bericht angemahnt habe. Entscheidend sei die Tatsache, dass die zertifizierten Nachweise Voraussetzung f\u00fcr den Marktzugang in die Europ\u00e4ische Union seien, allerdings bisher nur f\u00fcr die Biokraftstoffnutzung. Richtigerweise werden zunehmend Forderungen lauter diese Kriterien weiterzuentwickeln zur Schaffung eines \u201eRahmens\u201c f\u00fcr einen global fairen Wettbewerb, unabh\u00e4ngig von der Endverwendung des Rohstoffs.<\/p>\n<p>Der Bericht steht als kostenloser Download (2,58 MB) zur Verf\u00fcgung:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ufop.de\/index.php\/download_file\/view\/6452\/1394\/\" target=\"_blank\">UFOP-Bericht zur globalen Marktversorgung 2017\/2018<\/a><\/p>\n<p>Die Grafiken zum UFOP-Bericht zur globalen Marktversorgung k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/www.ufop.de\/agrar-info\/aktuelle-meldungen\/grafiken-versorgungsbericht-2017-18\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> heruntergeladen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Versorgungslage an den internationalen M\u00e4rkten ist Dank der globalen Erntemengen mehr als ausreichend. 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