{"id":49714,"date":"2018-02-01T07:29:39","date_gmt":"2018-02-01T06:29:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=49714"},"modified":"2018-01-30T12:49:52","modified_gmt":"2018-01-30T11:49:52","slug":"neuartige-biobasierte-fasern-fuer-medizinische-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neuartige-biobasierte-fasern-fuer-medizinische-anwendungen\/","title":{"rendered":"Neuartige biobasierte Fasern f\u00fcr medizinische Anwendungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Projekt &#8220;Herstellung von biobasierten Polyester-Urethan-Fasern (PEU-Fasern) f\u00fcr medizinische Anwendungen\u201c hat zum Ziel, ein biobasiertes, biokompatibles und bioresorbierbares chirurgisches Nahtmaterial f\u00fcr medizinische Anwendungen zu entwickeln. An die Fasern werden Anforderungen gestellt, die mit bisherigen Materialien nicht oder nur zum Teil erreicht werden. Vor dem Hintergrund effizienter Ressourcenschonung, sowie dem Wunsch Erd\u00f6l-basierte Roh- und Werkstoffe durch regenerative biobasierte Materialien nachhaltig zu ersetzen, r\u00fccken diese immer mehr in den Fokus der Forschung. Das Projektkonsortium vereint Kompetenzen aus mehreren Unternehmen und einem Forschungsinstitut. Die Entwicklungsarbeiten werden f\u00fcr drei Jahre durch das \u201eZentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)\u201c vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema Funktionalit\u00e4t von Fasern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dr. R\u00fcdiger Strubl vom Th\u00fcringischen Institut f\u00fcr Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) erkl\u00e4rt: \u201eIm Projekt entwickeln wir neuartige Fasern aus Biopolymeren, die den Patienten den Vorteil bieten, dass sie f\u00fcr die Menschen besonders vertr\u00e4glich sind und mit der Zeit vom K\u00f6rper abgebaut werden, ohne dass dabei toxische Nebenprodukte anfallen.\u201c Die neuen Fasern sollen vor allem f\u00fcr Einsatzgebiete entwickelt werden, wo es heute keine oder nur wenig Auswahl gibt. Au\u00dfer ihrer Funktionalit\u00e4t m\u00fcssen die Fasern den hohen Anforderungen f\u00fcr den medizinischen Einsatz gerecht werden.<\/p>\n<p>Die Partner aus vier Unternehmen und einem Forschungsinstitut verf\u00fcgen \u00fcber unterschiedliche Expertisen. Die Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH ist als assoziierter Partner dabei f\u00fcr die Entwicklung und Bereitstellung biobasierter Polyesterrohstoffe verantwortlich, welche bei dem Projektpartner UnaveraChemLab GmbH f\u00fcr die besonders hochwertigen Anwendungen chemisch modifiziert werden. Die Herstellung der Fasern erfolgt anschlie\u00dfend durch modifizierte Schmelzspinnverfahren im Th\u00fcringischen Institut f\u00fcr Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK). Obwohl die neuartigen Fasern biobasiert sind, m\u00fcssen sie Toxizit\u00e4tsbewertungen unterzogen werden. Die dazu notwendigen Untersuchungen und Bewertung \u00fcbernimmt die FABES Forschungs-GmbH, die hierf\u00fcr auch neue \u201eWerkzeuge\u201c entwickeln und einsetzen wird. Die Catgut GmbH, selbst Hersteller chirurgischer Nahtmaterialien, wird die Eignung der entwickelten PEU-Fasern als chirurgisches Nahtmaterial f\u00fcr die verschiedenen Einsatzzwecke testen.<\/p>\n<p>Das Projektkonsortium wird w\u00e4hrend der gesamten Dauer durch das Netzwerkmanagement der IBB Netzwerk GmbH unterst\u00fctzt. Angesto\u00dfen wurde das Projekt im Rahmen des Kooperationsnetzwerks \u201eBioPlastik\u201c, das ebenfalls von der IBB Netzwerk GmbH gemanagt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt &#8220;Herstellung von biobasierten Polyester-Urethan-Fasern (PEU-Fasern) f\u00fcr medizinische Anwendungen\u201c hat zum Ziel, ein biobasiertes, biokompatibles und bioresorbierbares chirurgisches Nahtmaterial f\u00fcr medizinische Anwendungen zu entwickeln. An die Fasern werden Anforderungen gestellt, die mit bisherigen Materialien nicht oder nur zum Teil erreicht werden. 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