{"id":49549,"date":"2018-01-26T07:32:10","date_gmt":"2018-01-26T06:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=49549"},"modified":"2021-09-09T21:34:59","modified_gmt":"2021-09-09T19:34:59","slug":"weltgroesste-wasserstoff-elektrolyse-entsteht-in-der-rheinland-raffinerie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltgroesste-wasserstoff-elektrolyse-entsteht-in-der-rheinland-raffinerie\/","title":{"rendered":"Weltgr\u00f6sste Wasserstoff- Elektrolyse entsteht in der Rheinland Raffinerie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-49551\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-11.42.09.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2018-01-24 um 11.42.09\" width=\"406\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/01\/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-11.42.09.png 406w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/01\/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-11.42.09-300x140.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/p>\n<p><strong>Shell und ITM Power werden in der Raffinerie Rheinland, Werk Wesseling, die weltweit gr\u00f6\u00dfte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage errichten. Mit einer Kapazit\u00e4t von zehn Megawatt wird der Wasserstoff vor allem f\u00fcr die Verarbeitung von Produkten der Raffinerie genutzt. Die Technologie wird zugleich f\u00fcr einen m\u00f6glichen Einsatz in anderen Sektoren getestet.<\/strong><\/p>\n<p>Das europ\u00e4ische Konsortium von Shell, ITM Power, SINTEF, thinkstep und Element Energy hat eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Gesamtinvestition des Projekts, einschlie\u00dflich der Integration in die Raffinerie, bel\u00e4uft sich auf rund 20 Millionen Euro. Davon stellt die Europ\u00e4ische \u201cFuel Cell Hydrogen Joint Undertaking\u201d zehn Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h3>Inbetriebnahme f\u00fcr 2020 geplant<\/h3>\n<p>Nach dem offiziellen Startschuss beginnen die Experten nun mit dem detaillierten technischen Planungs- und Genehmigungsverfahren. Die Anlage mit dem Namen \u201eRefhyne\u201c soll 2020 in Betrieb gehen. Es wird die erste gro\u00dfindustrielle Anwendung der so genannten Polymer-Elektrolyt-Membran-Technologie sein.<\/p>\n<p>\u201eDie neue Anlage erm\u00f6glicht es, Wasserstoff aus Strom statt aus Erdgas zu gewinnen. Dar\u00fcber hinaus kann die geplante Anlage zur Stabilit\u00e4t des Stromnetzes beitragen und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen erleichtern&#8221;, erkl\u00e4rt Lori Ryerkerk, Executive Vice President Shell Manufacturing. \u201eWenn er als gr\u00fcner Wasserstoff mit erneuerbarer Elektrizit\u00e4t gewonnen wird, wird er dazu beitragen, die CO<sub>2<\/sub>-Intensit\u00e4t des Standorts zu reduzieren. Das ist f\u00fcr uns ein wichtiges Ziel\u201c.<\/p>\n<h3>Wasserstoff als Beitrag zur Energiewende<\/h3>\n<p>Die Rheinland Raffinerie ben\u00f6tigt j\u00e4hrlich rund 180.000 Tonnen Wasserstoff, der derzeit vor allem durch Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Die neue Anlage kann j\u00e4hrlich zus\u00e4tzliche 1.300 Tonnen Wasserstoff produzieren, die vollst\u00e4ndig in die Raffinerieprozesse integriert werden, beispielsweise f\u00fcr die Entschwefelung konventioneller Kraftstoffe.<\/p>\n<p>Dr. Thomas Zengerly, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie, betont: \u201eWir freuen uns, mit der Europ\u00e4ischen Union zusammenzuarbeiten und durch die Erprobung dieser Technologie am Standort Wesseling das k\u00fcnftige Energiesystem Europas mit zu entwickeln. Bei Erfolg besteht die M\u00f6glichkeit,\u00a0dass diese Technologie in unserer Raffinerie erweitert und in anderen Produktionsst\u00e4tten eingesetzt wird. Wir k\u00f6nnten dann auch Wasserstoff an Kunden au\u00dferhalb der Raffinerie liefern.\u201c<\/p>\n<p>Wasserstoff kann bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Heute wird Wasserstoff bereits bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie in industriellen Anwendungen eingesetzt. Beim Transport kann Wasserstoff helfen, die Luftqualit\u00e4t vor Ort zu verbessern, da Brennstoffzellen-Fahrzeuge nur Wasserdampf aussto\u00dfen. Wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird, tr\u00e4gt er dazu bei, die CO2-Emissionen des Stra\u00dfenverkehrs zu verringern. Shell beteiligt sich an mehreren Initiativen zum Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes in einer Reihe von M\u00e4rkten, so auch in Deutschland.<\/p>\n<h3>Zahlreiche Er\u00f6ffnungsg\u00e4ste<\/h3>\n<p>Zum Start der neuen Anlage kamen zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft in die Rheinland Raffinerie:<\/p>\n<p>Michael Theben, Leiter Klimaschutz, Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Land NRW: \u201eDie Etablierung treibhausgasneutraler Industrieprozesse z\u00e4hlt sicherlich zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Neben evolution\u00e4ren Schritten, wie wir sie heute sehen, wird es in Zukunft aber vor allem auf \u201eSprunginnovationen\u201c ankommen. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen unterst\u00fctzt die Industrie bei diesem Transformationsprozess und begr\u00fc\u00dft die Errichtung der PEM-Elektrolyse. Sie ist ein wichtiger Baustein f\u00fcr zuk\u00fcnftige innovative Industrieprozesse.\u201c<\/p>\n<p>Tudor Constantinescu, Hauptberater des Generaldirektors f\u00fcr Energie bei der Kommission der Europ\u00e4ischen Union, Br\u00fcssel: \u201eErneuerbare Elektrizit\u00e4t kann die Dekarbonisierung nicht nur des Energiesektors unterst\u00fctzen, sondern auch durch sektorale Integration anderer kohlenstoffintensiver Industrien wie der Raffination. Gr\u00fcner Wasserstoff ist ein Schl\u00fcsselfaktor in diesem Prozess und tr\u00e4gt zu den Zielen der Energieunion bei. Wir unterst\u00fctzen daher die Innovationst\u00e4tigkeit. Das Projekt Refhyne ist dank der weltweit gr\u00f6\u00dften PEM-Elektrolyseapplikation in einer Raffinerie ein hervorragendes Beispiel.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Graham Cooley, CEO, ITM Power PLC, Sheffield: \u201eDas 10-MW-System im Rheinland wird der gr\u00f6\u00dfte PEM-Elektrolyseur der Welt sein. Es verdeutlicht, wie reif die PEM-Technologie f\u00fcr industrielle Gro\u00dfanwendungen ist. Wir f\u00fchlen uns geehrt, mit Shell und dem Projektteam an der Entwicklung einer der europ\u00e4ischen Vorreiter-Raffinerien zu arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Bart Biebuyck, Exekutivdirektor des Gemeinsamen Unternehmens Fuel Cell &amp; Hydrogen, Br\u00fcssel: \u201eDank der europ\u00e4ischen Forschungsprojekte der FCH JU auf diesem Gebiet haben die Elektrolyseure der neuen Generation nun die Chance, sich in Schwerindustrie und Raffinerien zu bew\u00e4hren. Wir sind stolz, die Verbreitung von PEM-Elektrolyseuren als Teil der Dekarbonisierung des Industriesektors zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>Eli Aamot, Executive Vice President von SINTEF Industry: \u201eRefhyne ist das vierte von der SINTEF koordinierte FCH JU-Projekt zu PEM-Elektrolyseuren. Wir sind stolz, diese Aufgabe zu \u00fcbernehmen\u00a0und damit zur Einf\u00fchrung der Wasserstofftechnologie in industrielle Prozesse beizutragen. Dies steht im Einklang mit unserer Vision: Technologie f\u00fcr eine bessere Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<p>Erwin Esser, B\u00fcrgermeister von Wesseling: \u201eDer Bau der Wasserstoff-Elektrolyse stellt ein klares Bekenntnis f\u00fcr den Standort Wesseling dar. Ein guter Tag f\u00fcr Wesseling, f\u00fcr die Mitarbeiter des Unternehmens und ein gro\u00dfartiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende.\u201c<\/p>\n<p>Johannes Daum, Programmleiter Strombasierte Kraftsstoffe NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie: \u201eGro\u00dfprojekte wie die 10 MW-PEM-Elektrolyse bauen auf den Erfolgen der Technologief\u00f6rderung im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) auf. Sie zeigen die Alltagstauglichkeit der Prozesse im industriellen Ma\u00dfstab und verbessern die Wirtschaftlichkeit bei der Erzeugung von Wasserstoff. Sie sind ein wichtiger Schritt bei der Integration von Wasserstoff in das Energiesystem und tragen entscheidend zur Umsetzung der Energiewende in allen Verbrauchssektoren bei.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Projekt wird mit Mitteln der Fuell Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 779579 unterst\u00fctzt. Dieses Unternehmen erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europ\u00e4ischen Union &#8220;Horizont 2020&#8221; und der Wasserstoff-Industrie und der Wasserstoff-Europa-Forschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shell und ITM Power werden in der Raffinerie Rheinland, Werk Wesseling, die weltweit gr\u00f6\u00dfte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage errichten. Mit einer Kapazit\u00e4t von zehn Megawatt wird der Wasserstoff vor allem f\u00fcr die Verarbeitung von Produkten der Raffinerie genutzt. Die Technologie wird zugleich f\u00fcr einen m\u00f6glichen Einsatz in anderen Sektoren getestet. Das europ\u00e4ische Konsortium von Shell, ITM Power, SINTEF, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[14083,13255],"supplier":[5827,14143,10935,647,512,10039],"class_list":["post-49549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-elektrolyse","tag-wasserstoff","supplier-element-energy","supplier-fuel-cell-hydrogen","supplier-itm-power-gmbh","supplier-shell-group","supplier-sintef","supplier-thinkstep"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49549"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=49549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}