{"id":49167,"date":"2018-01-16T07:23:38","date_gmt":"2018-01-16T06:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=49167"},"modified":"2018-01-12T12:13:16","modified_gmt":"2018-01-12T11:13:16","slug":"3d-druckfilamente-aus-lokal-produzierten-algen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/3d-druckfilamente-aus-lokal-produzierten-algen\/","title":{"rendered":"3D-Druckfilamente aus lokal produzierten Algen"},"content":{"rendered":"<p>Erik Klarenbeek und Maartje Dros, junge Designer aus den Niederlanden, haben in den letzten sechs Jahren ein f\u00fcr den 3D-Druck nutzbares Biomaterial auf Basis von Algen entwickelt. Antrieb f\u00fcr diese Entwicklung ist nicht nur eine Alternative zu den klassischen Kunststofffilamenten anzubieten. Vielmehr steht die CO2-Bilanz im Vordergrund. Beide Designer tr\u00e4umen von einem Material, das kein CO2 emittiert sondern sogar eine negative CO2-Bilanz aufweist. Schlie\u00dflich absorbieren Algen w\u00e4hrend des Wachstums CO2 aus der Atmosph\u00e4re.\u00a0Als Abfallprodukt entsteht hingegen saubere Luft.<\/p>\n<p>Jedes zweite Sauerstoffmolek\u00fcl aus unserer Atemluft stammt aus der Photosynthese von Algen<\/p>\n<p>In ihrem Labor in den Niederlanden zeigen die Designer, das Algen ein lokal verf\u00fcgbarer Rohstoff sind, die in Konkurrenz zu herk\u00f6mmlichen erd\u00f6lbasierten Kunststoffen treten k\u00f6nnen. Im Verlauf der letzten Jahre haben sie ihren Herstellungsprozess optimiert und eine Methode entwickelt, um lebende Algen zu kultivieren, zu trocknen und mit anderen nat\u00fcrlichen sowie lokal verf\u00fcgbaren Zusatzstoffen sowie einem Biopolymer in ein druckbares Filament zu transformieren. Nach drei Jahren Algenforschung in Kooperation mit der Wageningen Universit\u00e4t (Avans Biobased Lab) in Breda wurden Klarenbeek und Dros eingeladen, ein offenes <a href=\"https:\/\/atelier-luma.org\/projets\/labo-algues\" target=\"_blank\">Forschungs- und Algenproduktionslabor<\/a> bei der Luma Foundation in Arles (Frankreich) einzurichten. Seitdem produzieren sie an beiden Standorten zwar unterschiedliche lokal verf\u00fcgbare Algenarten, verdrucken das Material jedoch in identische Produkte wie zum Beispiel Geschirr und andere Interiorobjekte.<\/p>\n<p>Die Niederl\u00e4nder hoffen, dass sich diese Art der Produktionsweise in anderen St\u00e4dten etabliert und somit ein umweltfreundliches Alternativmaterial f\u00fcr 3D-Druck-Shops angeboten werden kann. Die Druckdaten k\u00f6nnen via Internet weltweit abgerufen und verschickt werden, das Filament wird jedoch lokal produziert. Die ersten 3D-gedruckten Objekte aus dem lokal produzierten Filament k\u00f6nnen im Rahmen der &#8220;Change the System&#8221; Ausstellung im <a href=\"https:\/\/www.boijmans.nl\/en\/exhibitions\/change-the-system\" target=\"_blank\">Boijmans Van Beuningen Museum<\/a> in Rotterdam zur Zeit begutachtet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erik Klarenbeek und Maartje Dros, junge Designer aus den Niederlanden, haben in den letzten sechs Jahren ein f\u00fcr den 3D-Druck nutzbares Biomaterial auf Basis von Algen entwickelt. Antrieb f\u00fcr diese Entwicklung ist nicht nur eine Alternative zu den klassischen Kunststofffilamenten anzubieten. Vielmehr steht die CO2-Bilanz im Vordergrund. 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