{"id":48867,"date":"2018-01-10T06:42:09","date_gmt":"2018-01-10T05:42:09","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fmaterialwissenschaften%2Fbiokunststoffe-ifbb-u-anwendungszentrum-hofzet-d-fraunhofer-wki-entwickeln-computermausmaterial.html"},"modified":"2018-02-16T15:08:10","modified_gmt":"2018-02-16T14:08:10","slug":"biokunststoffe-ifbb-und-anwendungszentrum-hofzet-des-fraunhofer-wki-entwickeln-material-fuer-faire-computermaus-in-hannover","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokunststoffe-ifbb-und-anwendungszentrum-hofzet-des-fraunhofer-wki-entwickeln-material-fuer-faire-computermaus-in-hannover\/","title":{"rendered":"Biokunststoffe: IfBB und Anwendungszentrum HOFZET des Fraunhofer WKI entwickeln Material f\u00fcr faire Computermaus in Hannover"},"content":{"rendered":"<p><strong>In enger Zusammenarbeit entwickeln das Anwendungszentrum HOFZET des Fraunhofer WKI und das IfBB &#8211; Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover das Geh\u00e4usematerial f\u00fcr die faire Computermaus des Vereins Nager IT e.V. Das Material wird direkt vor Ort zu Prototypen im Spritzgie\u00dfverfahren verarbeitet.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_48879\" aria-describedby=\"caption-attachment-48879\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48879\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Computermaus-im-TBKV-Quelle-IfBB-4f1cc1c3.jpg\" alt=\"Entwicklung des Computermaus-Geh\u00e4uses im Spritzgie\u00dfprozess im TBKV in Hannover-Ahlem. 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Das neu entwickelte teilkristalline PLA-Blend ist von der Zertifizierungsgesellschaft DIN CERTCO der T\u00dcV Rheinland Gruppe und des DIN-Instituts zertifiziert.<\/p>\n<p>Die Anforderungen an das Material waren hoch: eine hohe Warmformbest\u00e4ndigkeit sollte gew\u00e4hrleistet, das mehrmalige Auf- und Zuschrauben des Geh\u00e4uses f\u00fcr Montage und Reparatur m\u00f6glich sein und zudem war eine geringe Abnutzung der Scrollradhalterung gefordert. Auch ein m\u00f6glichst hoher Materialanteil nachwachsender Rohstoffe war gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Die Computermaus des Vereins Nager IT ist eins von drei Alltagsprodukten, f\u00fcr die die IfBB-Forschernachwuchsgruppe einen Biowerkstoff entwickelt hat: Auch f\u00fcr einen Kugelschreiber der Firma Schneider Schreibger\u00e4te GmbH und einen Zahnb\u00fcrstengriff der Firma SWAK Experience UG wurde ein PLA modifiziert. Alle drei Produkte sind im Handel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Geh\u00e4usematerial der Computermaus wurden durch IfBB und Anwendungszentrum HOFZET innerhalb der Prototypentwicklung stetig die Rezeptur angepasst, die Oberfl\u00e4che modifiziert und die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine automatisierte industrielle Fertigung ausgelotet und vor Ort umgesetzt.<\/p>\n<p>Auch in Zukunft sollen von HOFZET und IfBB Prototypen aus Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen entwickelt, deren Herstellungsprozess in Kleinstserien im hochmodernen Technikum f\u00fcr Biokunststoffe und Verbundwerkstoffe (TBKV) in Hannover-Ahlem erforscht und f\u00fcr die sp\u00e4tere Serienproduktion in der Industrie optimiert werden.<\/p>\n<h3>Hintergrund PLA<\/h3>\n<p>Polymilchs\u00e4ure (Polylactic Acid) ist einer der am h\u00e4ufigsten eingesetzten biobasierten Kunststoffe. Unter anderem werden bereits B\u00fcro-Utensilien, Textilien, Autoteile und medizinische Implantate aus PLA hergestellt. Im Unterschied zu erd\u00f6lbasierten Kunststoffen stammen die Ausgangsstoffe von PLA aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisst\u00e4rke oder Zucker. Mikroorganismen wandeln die Ausgangsstoffe in Milchs\u00e4ure um. PLA besteht aus langen Ketten dieser Milchs\u00e4ure-Ringe (Lactide). Je nach Kombination der Lactide entstehen Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Durch Zugabe von Additiven, Fasern oder Reststoffen und durch die Wahl der Verarbeitungsmethode passen Ingenieure die PLA-Kunststoffe weiter f\u00fcr ihren jeweiligen Einsatz an.<\/p>\n<h3>Hintergrund Forschernachwuchsgruppe<\/h3>\n<p>Die Forschernachwuchsgruppe \u201eSystematische Identifizierung sowie praktische Umsetzung von Synergien im Bereich der Biopolymere, Biopolymerfasern und Verbundwerkstoffe\u201c wird gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL). Projekttr\u00e4ger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen entwickelt und verbessert die Forschernachwuchsgruppe speziell auf die Produkte ihrer Industriepartner zugeschnittene biobasierte Verbundwerkstoffe. Neben der technischen steht auch die unternehmerische Umsetzung im Fokus der Forscher. Sie befassen sich daher sowohl mit der \u00f6konomischen als auch \u00f6kologischen Material- und Produktbetrachtung. Die Forschernachwuchsgruppe ber\u00e4t zudem bei Fragen zu Kommunikation und Marketing von Produkten aus biobasierten Kunststoffen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Forschernachwuchsgruppe erhalten Sie unter <a href=\"https:\/\/www.ifbb-hannover.de\/de\/forschungsprojekt\/forschernachwuchsgruppe-systematische-identifizierung-sowie-praktische-umsetzung-von-synergien-im-bereich-der-biopolymere-biopol.html\" target=\"_blank\">www.fng.ifbb-hannover.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In enger Zusammenarbeit entwickeln das Anwendungszentrum HOFZET des Fraunhofer WKI und das IfBB &#8211; Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover das Geh\u00e4usematerial f\u00fcr die faire Computermaus des Vereins Nager IT e.V. Das Material wird direkt vor Ort zu Prototypen im Spritzgie\u00dfverfahren verarbeitet. 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