{"id":4867,"date":"2000-08-22T00:00:00","date_gmt":"2000-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20000822-01n"},"modified":"2000-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2000-08-21T22:00:00","slug":"regionales-innovationsbuendnis-oberhavel-geht-in-die-umsetzungsphase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/regionales-innovationsbuendnis-oberhavel-geht-in-die-umsetzungsphase\/","title":{"rendered":"Regionales Innovationsb\u00fcndnis Oberhavel geht in die Umsetzungsphase"},"content":{"rendered":"<p>Der Einsatz alternativer, umweltvertr\u00e4glicher Materialien im Fahrzeugbau kann wirtschaftlich effizient gesichert werden, wenn dies im Verbund aus Forschungseinrichtungen, Produzenten und den Abnehmern in der Fahrzeugindustrie gemeinsam vorbereitet und verwirklicht wird. Zu diesem Ergebnis kommt das Regionale Innovationsb\u00fcndnis Oberhavel (RIO) in seiner &#8220;Netzwerkkonzeption&#8221; zum Projekt &#8220;Entwicklung, Erprobung und Einsatz alternativer, umweltvertr\u00e4glicher Materialien im Fahrzeugbau&#8221;. Ende Juni hat RIO den Antrag auf F\u00f6rdermittel innerhalb des InnoRegioWettbwerbes beim Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gestellt. <\/p>\n<p>Im November 1999 war die Idee, nachwachsende Rohstoffe wie Hanf und Flachs, aber auch Leichtmetalle und alternative Kunststoffe als Materialien f\u00fcr Fahrzeugkomponenten zu nutzen, als eines von 25 Projekten unter rund 450 Bewerbern im InnoRegio-Wettbewerb des BMBF ausgezeichnet worden. Die mit der Auszeichnung verbundenen F\u00f6rdermittel wurden in den zur\u00fcckliegenden Monaten in die konkrete Ausarbeitung des Umsetzungskonzeptes einschlie\u00dflich Markterforschung und Suche nach festen Projektpartnern investiert.<\/p>\n<p><b>Bereits 80 Partner<\/b><br \/>\n80 solcher Partner arbeiten inzwischen st\u00e4ndig bei RIO mit. Sie repr\u00e4sentieren die verschiedenen Bereiche der Wertsch\u00f6pfungskette &#8211; bei den Naturfasern zum Beispiel von der Pflanzenproduktion \u00fcber die Veredlung, Komponentenfertigung, die Fahrzeugmontage und Auslieferung an den Kunden bis hin zur Entsorgung. Beim RIO-Ansatz wird diese Kette, in der die harten Qualit\u00e4ts- und Kostenanforderungen der Fahrzeughersteller an den Einsatz alternativer, umweltgerechter Materialien erf\u00fcllt werden m\u00fcssen, ganzheitlich betrachtet.<\/p>\n<p><b>Gro\u00dfes Interesse der Abnehmer<\/b><br \/>\nIntensiv engagieren sich der in Hennigsdorf ans\u00e4ssige Schienenfahrzeughersteller Adtranz, die Deutsche Bahn AG und der Automobilzulieferer Molan &#038; Partner f\u00fcr den Erfolg von RIO. Auch die CargoLifter AG strebt mit der Entwicklung einer Luke f\u00fcr das Luftschiff eine Partnerschaft mit RIO an. F\u00fcr den Einsatz alternativer, umweltgerechter Materialien kommen &#8211; je nach Materialart &#8211; konkrete Anwendungen im Bereich der Innenausstattung, f\u00fcr D\u00e4mmzwecke und bei einigen Au\u00dfenteilen f\u00fcr Bahnen, Boote, Flugzeuge und Automobile in Frage.<\/p>\n<p><b>Das Beispiel Hanf<\/b><br \/>\nVor allem im wenig industrialisierten Norden des Kreises Oberhavel haben sich kleine und mittlere Betriebe auf den Anbau und die Verarbeitung von Hanf und anderen Pflanzenfasern spezialisiert. Zu ihnen z\u00e4hlt die HanfFabrik Zehdenick. Umfangreiches Know-how in der Verkehrstechnik ist in der Vielzahl innovativer Unternehmen im S\u00fcden des Kreises konzentriert. Die Kompetenz beider soll zusammengef\u00fchrt werden, um erfolgreich innovative Produkte f\u00fcr den Fahrzeugbau anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Marktvolumen f\u00fcr heimische nachwachsende Rohstoffe im deutschen Fahrzeugbau w\u00e4chst durch die Erschlie\u00dfung neuer Einsatzfelder, wie z.B. den Schienenfahrzeugbau, stetig an. Die niedrigen Rohstoffpreise werden dabei durch die Preise f\u00fcr Fertigteile nach der Veredlung um ein Mehrfaches \u00fcbertroffen. <\/p>\n<p>Intensive Kontakte zu den potenziellen Abnehmern von aufbereiteten Fasern &#8211; vor allem Hanf &#8211; haben auch die Problemfelder klar werden lassen. In der Forschung konzentrieren sich die RIO-Partner deshalb vor allem auf sicherheitsrelevante Eigenschaften, Brandschutzaspekte und die gleichbleibende Qualit\u00e4t der Fasern. Hinzu kommt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Anbietern von Sisal, Jute oder Flachs, die gegenw\u00e4rtig noch EU-Subventionen erfordert. <\/p>\n<p>Langfristig 1.000 neue Arbeitspl\u00e4tze<br \/>\nVon dem Projekt werden Impulse f\u00fcr die Strukturentwicklung der gesamten Region und langfristig 1.000 neue Arbeitspl\u00e4tze erwartet. Deshalb wird RIO aufnahmef\u00e4hig f\u00fcr weitere Partner gestaltet und von einer Bildungs- und Ausbildungsoffensive begleitet. Der im Mai gegr\u00fcndete gemeinn\u00fctzige Verein RIO &#8211; Regionales Innovationsb\u00fcndnis e.V. wird dar\u00fcber hinaus in der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr eine breite Beteiligung werben.<\/p>\n<p>Initiatoren des Regionalen Innovationsb\u00fcndnisses Oberhavel sind das Technologiezentrum Verkehrstechnik Hennigsdorf, die Brandenburgische Technische Universit\u00e4t Cottbus, das Fraunhofer Institut Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin, die Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft Oberhavel und die Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsf\u00f6rderung, Besch\u00e4ftigung und Strukturentwicklung Hennigsdorf.<\/p>\n<p>Eine Jury wird im Auftrag des BMBF im Herbst \u00fcber die weitere F\u00f6rderung des Projektes RIO entscheiden.<\/p>\n<p>Kontakt und Quelle: Technologie Zentrum Verkehrstechnik Henningsdorf GmbH (TZV)<br \/>\nNeuendorfstr. 18a, 16761 Henningsdorf, Internet: <a HREF=\"http:\/\/www.tzv-henn.de\/\">www.tzv-henn.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einsatz alternativer, umweltvertr&auml;glicher Materialien im Fahrzeugbau kann wirtschaftlich effizient gesichert werden, wenn dies im Verbund aus Forschungseinrichtungen, Produzenten und den Abnehmern in der Fahrzeugindustrie<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-4867","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4867"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4867\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4867"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=4867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}