{"id":48593,"date":"2017-12-15T06:40:07","date_gmt":"2017-12-15T05:40:07","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F166060%2Fdeutscher-nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-brennstoffzelle.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2017-12-13T11:27:00","modified_gmt":"2017-12-13T10:27:00","slug":"deutscher-nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-brennstoffzelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/deutscher-nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-brennstoffzelle\/","title":{"rendered":"Deutscher Nachhaltigkeitspreis f\u00fcr bio-elektrochemische Brennstoffzelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kl\u00e4ranlagen geh\u00f6ren bislang zu den gr\u00f6\u00dften kommunalen Energieverbrauchern. Mit einer neuen Technologie, die aus dem Stromverbraucher Kl\u00e4ranlage ein kleines Kraftwerk macht, will ein deutsches Forscherteam nun eine Trendwende einleiten. Kernst\u00fcck der Anlage ist eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle, die direkt \u2013 ohne den bisher \u00fcblichen Umweg \u00fcber den Faulprozess \u2013 Strom und Wasserstoff erzeugen kann. F\u00fcr das innovative Konzept, an dem Forscher des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT) mitarbeiten und das von der TU Clausthal koordiniert wird, hat die Gruppe nun den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung erhalten.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_48614\" aria-describedby=\"caption-attachment-48614\" style=\"width: 201px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48614\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle.jpg\" alt=\"Biofilm auf der Anode (Boden) der Brennstoffzelle: Mit optischer Koh\u00e4renztomographie machen Forscher des KIT die mikrobiellen Biofilme sichtbar, die elektrische Energie erzeugen (Grafik: Michael Wagner, KIT) \" width=\"201\" height=\"127\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle.jpg 2994w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle-300x189.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle-1024x646.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle-600x378.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48614\" class=\"wp-caption-text\">Biofilm auf der Anode (Boden) der Brennstoffzelle: Mit optischer Koh\u00e4renztomographie machen Forscher des KIT die mikrobiellen Biofilme sichtbar, die elektrische Energie erzeugen (Grafik: Michael Wagner, KIT)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Technologie setzt auf Brennstoffzellen aus Mikroorganismen, die bei der Reinigung von Abwasser auf direktem Weg elektrischen Strom und Wasserstoff erzeugen: Die bio-elektrochemische Brennstoffzelle (BioBZ) kann ohne den bisher \u00fcblichen Umweg \u00fcber den Faulprozess elektrische Energie gewinnen. Statt aufwendig \u00fcber die Faulung des Abwassers und die anschlie\u00dfende Nutzung des anfallenden Faulgases zu arbeiten, braucht die BioBZ lediglich einen Schritt und integriert die Stromerzeugung direkt in den mikrobiellen Abbauprozess der im Wasser enthaltenen Inhaltsstoffe. Anaerobe Bakterien wachsen dabei auf den Elektroden der BioBZ und k\u00f6nnen beim Umsetzen von organischen Bestandteilen aus dem kommunalen Abwasser Elektronen direkt auf die Elektroden \u00fcbertragen. Der dabei erzeugte elektrische Strom kann dann genutzt werden. Dadurch reduziert sich nicht nur der Energieaufwand, sondern es erh\u00f6ht sich auch der Wirkungsgrad der Stromgewinnung sowie der Reinigung erheblich. Damit leistet das Verfahren gleichzeitig ein Beitrag zur verbesserten Abwasserreinigung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_48615\" aria-describedby=\"caption-attachment-48615\" style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48615\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle_1.jpg\" alt=\"Deutscher Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung: Die Gewinner bei der Preisverleihung in D\u00fcsseldorf. (Foto: Ernst)\" width=\"220\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle_1.jpg 4608w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/12\/2017_177_Deutscher-Nachhaltigkeitspreis-fuer-bio-elektrochemische-Brennstoffzelle_1-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48615\" class=\"wp-caption-text\">Deutscher Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung:<br \/>Die Gewinner bei der Preisverleihung in D\u00fcsseldorf. (Foto: Ernst)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Verbundkoordinator ist das CUTEC Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal. Zu dem erfolgreichen Verbundvorhaben haben auch Wissenschaftler des Engler-Bunte-Instituts am KIT um Professor Harald Horn entscheidend beigetragen. Sie haben insbesondere den Prozess auf der Oberfl\u00e4che der Elektroden der BioBZ untersucht. Die auf den Elektroden aufwachsenden Bakterien lassen sich mit einem innovativen bildgebenden Verfahren, der optischen Koh\u00e4renztomographie (OCT) visualisieren. Die OCT wurde in den letzten drei Jahren am EBI so weit entwickelt, dass es inzwischen m\u00f6glich ist, die Bilddaten direkt zur Prozesssteuerung einzusetzen. Auf diesem Gebiet geh\u00f6rt das KIT zu den weltweit f\u00fchrenden Forschungseinrichtungen. (Siehe beigef\u00fcgtes Foto).<\/p>\n<p>Weitere Projektpartner sind die TU Clausthal, die TU Braunschweig, Eisenhuth Gmbh &amp; Co. KG sowie die EURAWASSER Betriebsf\u00fchrungsgesellschaft mbH. Das BMBF f\u00f6rdert das Forschungsvorhaben mit seinen sechs Teilprojekten in der F\u00f6rderma\u00dfnahme \u201eZukunftsf\u00e4hige Technologien und Konzepte f\u00fcr eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft\u201d (ERWAS) mit insgesamt rund drei Millionen Euro.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu BioBZ: <a href=\"http:\/\/www.bio-bz.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.bio-bz.de\/<\/a><\/p>\n<p>Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zeichnet seit 2008 einmal im Jahr Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung aus. Den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung stiftet das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). Die Auszeichnung verlieh Staatssekret\u00e4r Dr. Georg Sch\u00fctte am Freitag, 8. Dezember 2018, beim Deutschen Nachhaltigkeitstag in D\u00fcsseldorf. Ermittelt wurde der Preistr\u00e4ger in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender ZDF\/3sat im Wissenschaftsmagazin nano in einem Public Voting.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis: <a href=\"https:\/\/www.nachhaltigkeitspreis.de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.nachhaltigkeitspreis.de\/<\/a><\/p>\n<p>Als \u201eDie Forschungsuniversit\u00e4t in der Helmholtz-Gemeinschaft\u201c schafft und vermittelt das KIT Wissen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen ma\u00dfgebliche Beitr\u00e4ge in den Feldern Energie, Mobilit\u00e4t und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplin\u00e4ren Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universit\u00e4res Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationst\u00e4tigkeit am KIT schl\u00e4gt die Br\u00fccke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kl\u00e4ranlagen geh\u00f6ren bislang zu den gr\u00f6\u00dften kommunalen Energieverbrauchern. Mit einer neuen Technologie, die aus dem Stromverbraucher Kl\u00e4ranlage ein kleines Kraftwerk macht, will ein deutsches Forscherteam nun eine Trendwende einleiten. Kernst\u00fcck der Anlage ist eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle, die direkt \u2013 ohne den bisher \u00fcblichen Umweg \u00fcber den Faulprozess \u2013 Strom und Wasserstoff erzeugen kann. 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