{"id":48207,"date":"2017-12-07T06:41:10","date_gmt":"2017-12-07T05:41:10","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fbiowissenschaften-chemie%2Fbiopolymere-verarbeiten-ionische-fluessigkeiten-sind-die-loesung.html"},"modified":"2017-12-05T12:51:34","modified_gmt":"2017-12-05T11:51:34","slug":"biopolymere-verarbeiten-ionische-fluessigkeiten-sind-die-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biopolymere-verarbeiten-ionische-fluessigkeiten-sind-die-loesung\/","title":{"rendered":"Biopolymere verarbeiten: Ionische Fl\u00fcssigkeiten sind die L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p>Cellulose und Chitin sind nachwachsende Werkstoffe und eignen sich f\u00fcr Filter, Wundauflagen und Textilien. Die Biopolymere sind allerdings schwer l\u00f6slich und nicht schmelzbar. Mit ionischen Fl\u00fcssigkeiten als L\u00f6semittel lassen sie sich einfach verarbeiten. So hergestellte Textilfasern aus Cellulose verhalten sich wie Baumwolle. Nat\u00fcrlich angebaute Baumwolle kann die steigende Nachfrage an Baumwolltextilien nicht mehr erf\u00fcllen; die Biopolymerfasern k\u00f6nnten die Baumwolle ersetzen und so diese L\u00fccke f\u00fcllen. Wie Cellulose und Chitin mit ionischen Fl\u00fcssigkeiten gel\u00f6st und verarbeitet werden, und welche Anwendungsm\u00f6glichkeiten das Verfahren bietet, steht in den \u201eNachrichten aus der Chemie\u201c.<\/p>\n<p>Als Bau- und Struktursubstanz der Pflanzen ist Cellulose das h\u00e4ufigste Biopolymer der Erde. Chitin folgt an zweiter Stelle; es kommt in Gliedertieren, Weichtieren und Pilzen vor. Beide Biopolymere haben ein stabiles Ger\u00fcst aus starken Wasserstoffbr\u00fccken und hochkristalline Strukturen.<\/p>\n<p>Dieser Aufbau ist ein Problem f\u00fcr potenzielle L\u00f6semittel, denn sie m\u00fcssen die Wasserstoffbr\u00fccken brechen und dann die Hydroxylgruppen stabilisieren. Konventionelle L\u00f6sungsmittel l\u00f6sen zwar Biopolymere zwar, sind allerdings oft gesundheitlich bedenklich und lassen sich nicht r\u00fcckstandsfrei aus Materialien entfernen.<\/p>\n<p>Mit ionischen Fl\u00fcssigkeiten bietet sich nun ein umweltfreundlicheres Verfahren an, um Biopolymere zu verarbeiten. Ionische Fl\u00fcssigkeiten sind spezielle Salze mit etlichen m\u00f6glichen Anion-Kation-Kombinationen. So lassen sie sich gezielt f\u00fcr jede Anwendung synthetisieren:<\/p>\n<p>Aus Cellulose und Chitin entstehen Textilfasern und Beschichtungen, die vielseitig und medizinisch vertr\u00e4glich sind. Ionische Fl\u00fcssigkeiten haben somit das Potenzial, die steigende Nachfrage nach Textilfasern zu decken und herk\u00f6mmliche Verfahren wie die Viskosetechnik zu ersetzen, die aufgrund der gro\u00dfen Mengen an Abfall und Abwasser ein Problem f\u00fcr die Umwelt sind.<\/p>\n<p>Die Chemiker Michael R. Buchmeiser, Frank Hermanutz und Johanna M. Sp\u00f6rl erl\u00e4utern in den \u201eNachrichten aus der Chemie\u201c die Vorteile der ionischen Fl\u00fcssigkeiten im Vergleich zu klassischen L\u00f6semitteln, sowie deren praktische Anwendung und \u00f6kologische Aspekte. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der \u201eNachrichten aus der Chemie\u201c unter nachrichten@gdch.de.<\/p>\n<p>Nahezu 60.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den \u201eNachrichten&#8221; \u00fcber Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie \u00fcber gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte und das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cellulose und Chitin sind nachwachsende Werkstoffe und eignen sich f\u00fcr Filter, Wundauflagen und Textilien. 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