{"id":48198,"date":"2017-12-05T07:29:05","date_gmt":"2017-12-05T06:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=48198"},"modified":"2017-12-01T15:23:00","modified_gmt":"2017-12-01T14:23:00","slug":"biobasierte-chemische-bausteine-mit-einer-bruecke-zum-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biobasierte-chemische-bausteine-mit-einer-bruecke-zum-markt\/","title":{"rendered":"Biobasierte chemische Bausteine mit einer Br\u00fccke zum Markt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Bereitschaft der EU von einer auf fossilen Ressourcen basierten zu einer biobasierten Wirtschaft \u00fcberzugehen, scheint unersch\u00fctterlich. Die Demonstrationen des BIO-QED-Projekts, das sich auf biobasiertes Butandiol (BDO) und auf Itacons\u00e4ure (IA) konzentrierte, sollten diesen chemischen Bausteinen aus dem ber\u00fcchtigten Tal des Todes f\u00fcr Innovationen heraushelfen.<\/strong><\/p>\n<p>Auf unserem Kontinent besteht keine Mangel an Unternehmen, die Mehrwertprodukte aus Rohstoffen liefern k\u00f6nnen. Aber die Entwicklung solch wegweisender Technologien und ihre Hochskalierung auf Demonstrations- oder Industriestandards ist ein kostspieliger und herausfordernder Prozess, bei dem jeder Aspekt, von der Rohstoffgewinnung bis hin zur Abfallwirtschaft und Nebenproduktverwertung, ber\u00fccksichtigt werden muss.<\/p>\n<p>Das von der EU finanzierte Projekt BIO-QED bietet mit seinen Demonstrationsaktivit\u00e4ten den biobasiertem Basischemikalien BDO und IA eine Br\u00fccke zum Markt. Dies geschieht durch die Erstellung von Nachweisen und die Sammlung aller technischen und wirtschaftlichen Schl\u00fcsselparameter, die f\u00fcr zuk\u00fcnftige Investitionsentscheidungen in Produktionsanlagen erforderlich sind.<\/p>\n<p>Das Projektkonsortium stellte sicher, dass die produzierten Bausteine nicht nur als Ersatz f\u00fcr ihre petrochemische Entsprechung eingesetzt werden k\u00f6nnen, sondern auch als Teile eines Systems, wobei sie bei der L\u00f6sung von Umweltproblemen helfen k\u00f6nnen. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass die Prozesskosten durch die Implementierung neuartiger Konzepte gesenkt, das Nachhaltigkeitsprofil dieser Prozesse verbessert und diese chemischen Bausteine f\u00fcr neue Anwendungen oder Produkte mit neuer Funktionalit\u00e4t oder verbesserter Leistung verwendet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das Projekte lieferte hervorragende Ergebnisse, wie Cecilia Giardi von Novamont, Koordinatorin des Projekts, erkl\u00e4rt: \u201eBIO-QED hat einen robusten Prozess sowohl vor- als auch nachgelagert validiert. Die erhaltenen Bausteine haben sich f\u00fcr Endanwendungen als v\u00f6llig funktionsf\u00e4hig erwiesen und weisen ein sehr gutes Umweltprofil auf.\u201c<\/p>\n<p>Die Durchbr\u00fcche von BIO-QED sind auch kostenrelevant, mit kontinuierlichen und hochselektiven Prozessen und energiefreundlichen neuartigen Technologien zur Trennung und Reinigung. Das Projekt gl\u00e4nzt nicht zuletzt durch seinen effizienten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und M\u00f6glichkeiten der Wiederverwertung von Nebenprodukten.<\/p>\n<p>\u201eDie Produktion von Bio-BDO kann jetzt im industriellen Ma\u00dfstab demonstriert werden, w\u00e4hrend die Produktionsprozesse von IA am Fraunhofer-Zentrum in Leuna auf Demonstrationsniveau skaliert wurden. Es wurden gereinigte Proben beider Biochemikalien an Endnutzer geliefert, die an diesem Projekt beteiligt waren, um sie in Polymerisationspr\u00fcfungen f\u00fcr verschiedene Anwendungen zu validieren \u201c, erkl\u00e4rt Giardi.<\/p>\n<p>Die Polymerisation wurde erfolgreich durchgef\u00fchrt und die ersten Prototypen (etwa Tragetaschen) wurden realisiert. Giardi sieht in Zukunft weitere Entwicklungen im Rohstoffsektor voraus, wof\u00fcr das Konsortium bereits erfolgreiche Versuche zur Gewinnung von Zucker aus Lignocellulose-Biomasse durchgef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>\u201eBIO-QED-Plattformen werden in der Lage sein, innovative biobasierte Verfahren schnell zu entwickeln. Damit rechtfertigen sie Neuinvestitionen, die sich m\u00f6glicherweise auf die Nutzung vorhandener chemischer Anlagen auswirken werden, die aufgrund der Wirtschaftskrise oder Delokalisierung in den letzten Jahren aufgegeben wurden\u201c, schw\u00e4rmt Giardi. \u201eIn diesem Sinne f\u00f6rdert das Projekt einen Ansatz zur Bio\u00f6konomie, der sich an dem Prinzip der Regeneration lokaler Gebiete orientiert, um neue Industrien, neue Produkte und neue Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Mater-Biotech, einer unserer Partner, ist ein gutes Beispiel f\u00fcr ein Unternehmen, das aus der Umwandlung eines stillgelegten Industriestandorts in Nordost-Italien in die erste dedizierte Industrieanlage auf Weltebene zur Herstellung von Biobutandiol durch Fermentationsverfahren entstanden ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bereitschaft der EU von einer auf fossilen Ressourcen basierten zu einer biobasierten Wirtschaft \u00fcberzugehen, scheint unersch\u00fctterlich. Die Demonstrationen des BIO-QED-Projekts, das sich auf biobasiertes Butandiol (BDO) und auf Itacons\u00e4ure (IA) konzentrierte, sollten diesen chemischen Bausteinen aus dem ber\u00fcchtigten Tal des Todes f\u00fcr Innovationen heraushelfen. 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