{"id":47898,"date":"2017-11-24T07:23:23","date_gmt":"2017-11-24T06:23:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=47898"},"modified":"2017-11-22T12:23:47","modified_gmt":"2017-11-22T11:23:47","slug":"klimafreundliche-baustoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klimafreundliche-baustoffe\/","title":{"rendered":"Klimafreundliche Baustoffe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.natureplus.org\/index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=uploads%2Fpics%2FEinfluss_der_Materialauswahl_auf_die_OEkobilanz_eines_Gebaeudes_01.jpg&amp;md5=f5f540dbdba67cbc649b18db52775524c4e33956&amp;parameters[0]=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjgwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjM6IjYw&amp;parameters[1]=MCI7czo3OiJib2R5VGFnIjtzOjQyOiI8Ym9keSBiZ0NvbG9yPSIjZmZmZmZmIiBz&amp;parameters[2]=dHlsZT0ibWFyZ2luOjA7Ij4iO3M6NDoid3JhcCI7czozNzoiPGEgaHJlZj0iamF2&amp;parameters[3]=YXNjcmlwdDpjbG9zZSgpOyI%2BIHwgPC9hPiI7fQ%3D%3D\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-47900 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/e95b528130-300x225.jpg\" alt=\"e95b528130\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/11\/e95b528130-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/11\/e95b528130-600x450.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/11\/e95b528130.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><strong>Eigentlich ging es in der neu aufgelegten Brosch\u00fcre der FNR um &#8220;<a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/broschuren\/nachwachsende-rohstoffe\/bauen\/strohgedammte-gebaude-545.html\" target=\"_blank\">Strohged\u00e4mmte Geb\u00e4ude<\/a>&#8220;, doch auch in Bezug auf andere Bauten liefern die hier enthaltenen Berechnungen interessante Zahlen: Bei einem Vergleich des Prim\u00e4renergiebedarfs und des Treibhauspotentials von konventionellen Einfamilienh\u00e4usern und Holzh\u00e4usern offenbaren sich gravierende Unterschiede. So betr\u00e4gt der Prim\u00e4renergiebedarf des Holzhauses f\u00fcr Bau und Unterhaltung (Reparaturen, Renovierung) \u00fcber 50 Jahre nur 56% des entsprechenden Energiebedarfs eines konventionell gebauten Hauses. Und der Heizenergiebedarf inklusive der n\u00f6tigen Reparaturen und Erneuerungen an der Heizanlage betr\u00e4gt ebenfalls in 50 Jahren nur die H\u00e4lfte dessen, was das konventionelle Geb\u00e4ude allein f\u00fcr den Bau ben\u00f6tigt.<\/strong><\/p>\n<h3>Klimafreundliche Baustoffe bringen mehr Effekt<\/h3>\n<p>Daraus folgt nach Meinung der unabh\u00e4ngigen Umweltorganisation natureplus, dass zumindest im Neubaubereich eine weitere Senkung der Energieverbr\u00e4uche nicht so viel Effekt bewirkt, wie eine Reduzierung der Herstellungsenergie, auch &#8220;graue Energie&#8221; genannt. &#8220;Die neue Bundesregierung muss sich zur Erreichung der Klimaziele endlich einmal mit den Baumaterialien befassen&#8221;, fordert natureplus-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Schmitz. &#8220;Hier sind durch die Verwendung klimafreundlicher Baustoffe noch gro\u00dfe Potentiale zu heben.&#8221; Zudem w\u00fcrden diese Baustoffe das Bauen auch nicht weiter verteuern.<\/p>\n<h3>13mal bessere CO<sub>2<\/sub>-Bilanz<\/h3>\n<p>Was klimafreundliche Baustoffe bei einer \u00d6kobilanz, die den ganzen Lebenszyklus eines Geb\u00e4udes erfasst, bewirken k\u00f6nnen, zeigen auch die Zahlen aus der gleichen Studie hinsichtlich der CO2-Bilanz: Hier kann das Holzhaus in der Errichtungsphase sogar negative Werte pr\u00e4sentieren, weil im Holz und anderen Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen CO2 gespeichert wird, anstatt es in die Luft zu blasen. \u00dcber Herstellungs und Nutzungsphase hinweg tr\u00e4gt das konventionelle Geb\u00e4ude allein durch seine Materialien fast 13 mal so viel zum Treibhauseffekt bei wie das alternative.<\/p>\n<h3>Rahmenbedingungen der Studie<\/h3>\n<p>Beide verglichenen Einfamilienh\u00e4user sind gleich gro\u00df, haben die gleiche Haustechnik und weisen die gleichen U-Werte auf, brauchen in der Nutzungsphase also gleich viel W\u00e4rmeenergie. Sie unterscheiden sich nur in der Bauweise: W\u00e4hrend die Au\u00dfenw\u00e4nde des konventionellen Hauses aus 2-schaligem Mauerwerk aus Kalksandstein mit Vormauerziegeln und Mineralfaserd\u00e4mmung bestehen, sind sie beim Holzhaus aus Bohlenst\u00e4nderwerk mit Zellulosed\u00e4mmung und einem WDVS auf Basis von Holzfaser-D\u00e4mmplatten aufgebaut. Die Sohle des Hauses besteht in der konventionellen Variante aus einer Stahlbetonsohle mit EPS-D\u00e4mmung, Estrich und Fliesen, w\u00e4hrend das Holzhaus auf den Stahlbeton einen zelluloseged\u00e4mmtem Holzboden aufbaut. Die Innenw\u00e4nde bestehen einmal aus Kalksandstein mit Gipsputz und einmal aus Holzst\u00e4ndern mit Zellulosed\u00e4mmung und Gipsplatten, die Decken sind einmal aus Stahlbeton und einmal aus Holzbalken und die Fenster sind einmal aus PVC und einmal aus Holz. Nur im Dach sind die Unterschiede nicht so gro\u00df, hier wird im konventionellen Bau mit Mineralfaser ged\u00e4mmt und beim Holzbau mit Zellulose, ansonsten ist alles gleich.<\/p>\n<p>Die Untersuchung ist der Brosch\u00fcre &#8220;<a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/broschuren\/nachwachsende-rohstoffe\/bauen\/strohgedammte-gebaude-545.html\" target=\"_blank\">Strohged\u00e4mmte Geb\u00e4ude<\/a>&#8221; der FNR entnommen, sie ist unter der Bestellnummer 526 bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe zu bestellen (siehe Internet-Link). Die strohged\u00e4mmten Geb\u00e4ude wiesen \u00fcbrigens noch g\u00fcnstigere Werte auf, als die hier vorgestellten klassischen Holzh\u00e4user.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ging es in der neu aufgelegten Brosch\u00fcre der FNR um &#8220;Strohged\u00e4mmte Geb\u00e4ude&#8220;, doch auch in Bezug auf andere Bauten liefern die hier enthaltenen Berechnungen interessante Zahlen: Bei einem Vergleich des Prim\u00e4renergiebedarfs und des Treibhauspotentials von konventionellen Einfamilienh\u00e4usern und Holzh\u00e4usern offenbaren sich gravierende Unterschiede. 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