{"id":4786,"date":"2000-01-10T00:00:00","date_gmt":"2000-01-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20000112-01n"},"modified":"2000-01-10T00:00:00","modified_gmt":"2000-01-09T22:00:00","slug":"goettinger-professor-entwickelt-bodensanierungssystem-auf-basis-von-hanfschaeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/goettinger-professor-entwickelt-bodensanierungssystem-auf-basis-von-hanfschaeben\/","title":{"rendered":"G\u00f6ttinger Professor entwickelt Bodensanierungssystem auf Basis von Hanfsch\u00e4ben"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Hanfsch\u00e4ben hat sich eine interessante neue Anwendungsm\u00f6glichkeit ergeben. Prof. Mayer vom Institut f\u00fcr Mikrobiologie und Genetik an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen hat auf der Basis von Sch\u00e4ben ein Bodensanierungssystem entwickelt. Die Sch\u00e4ben werden mit einem Polysacharid umh\u00fcllt und als Sperrschicht in B\u00f6den eingebracht, die aufgrund ariden Klimas von W\u00fcstenbildung oder Versalzung bedroht sind. Das Polysacharid sorgt daf\u00fcr, dass bei Bew\u00e4sserung die Feuchtigkeit in den Hanfsch\u00e4ben gespeichert wird und die bei schneller Verdunstung entstehende Kapillarwirkung unterbleibt, durch die oft salzhaltiges Grundwasser nach oben steigt. Grundlage der Erfindung ist die Erkenntnis, dass gelbildende Polysaccharide zwar ein vielfaches, oft sogar hundertfaches, ihres Eigenvolumens an Wasser aufnehmen k\u00f6nnen, dass aber auf diese Weise gequollene Polysaccharide eine Sperrschicht f\u00fcr Wasser und auch f\u00fcr Gase bilden k\u00f6nnen, wenn ihre Konzentration in den wasserdurchl\u00e4ssigen Schichten hoch genug ist, um eine zusammenh\u00e4ngende Schicht zu bilden. Diese Schichten sind dann, obwohl aus wasserhaltigem Gel bestehend, f\u00fcr Wasser undurchl\u00e4ssig.\n<\/p>\n<p>Das Verfahren von Prof. Mayer wurde inzwischen patentiert und in die Firma IBIS GmbH Bio-Innovationen (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herr M. Gettwart, Fax: 089-3155285), einem Spinn-off der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen eingebracht. Der Sitz dieser jungen Firma ist in Oberschleissheim in Bayern.\n<\/p>\n<p>Neben Hanfsch\u00e4ben k\u00f6nnen auch andere Pflanzenmaterialien f\u00fcr dieses Verfahren verwendet werden, solange sie in ausreichender Menge verf\u00fcgbar sind, geh\u00e4ckselt werden k\u00f6nnen und verrottbar sind (Beispiele: Flachssch\u00e4ben, Stroh, Schilfstroh, Papyrusabf\u00e4lle, S\u00e4ge- oder Hobelsp\u00e4ne, Papier). F\u00fcr die Verwendung von Hanfsch\u00e4ben spricht nach Ansicht von Prof. Mayer eine bestehende Kooperation mit der Firma TreuHanf AG, Berlin (siehe auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=19991228-02.news\">28.12.99<\/a>).\n<\/p>\n<p>Das zugrunde liegende Polysaccharid-System deckt weitere Anwendungsm\u00f6glichkeiten ab. F\u00fcr zwei dieser Anwendungen hat die IBIS GmbH bereits Lizenzvertr\u00e4ge abgeschlossen, die Markteinf\u00fchrung<br \/>\nder Produkte wird vorbereitet. W\u00e4hrend der EXPO 2000 wird das Verfahren im Otto-Hahn-Zentrum in G\u00f6ttingen (offizielle Ausstellungsfl\u00e4che der EXPO) vom 1. Juni bis 31. Oktober 2000 vorgestellt.\n<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>\nProf. Dr. Frank Mayer<br \/>\nUniversit\u00e4t G\u00f6ttingen<br \/>\nInstitut f\u00fcr Mikrobiologie und Genetik<br \/>\nAbteilung Strukturelle Mikrobiologie<br \/>\nGrisebachstrasse 8<br \/>\n37077 G\u00f6ttingen<br \/>\nTel.: 0551 &#8211; 39 3829<br \/>\nFax:  0551 &#8211; 39 7081<br \/>\nE-Mail: <a HREF=\"mailto:fmayer@gwdg.de\">fmayer@gwdg.de<\/a>\n<\/p>\n<p>Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: E-Mail der Pressestelle der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen vom 10.01.99, E-Mail von Prof. Mayer vom 11.01.99, Fax von Prof. Mayer vom 12.01.99.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;r Hanfsch&auml;ben hat sich eine interessante neue Anwendungsm&ouml;glichkeit ergeben. 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