{"id":47531,"date":"2017-11-14T07:26:52","date_gmt":"2017-11-14T06:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=47531"},"modified":"2017-11-10T13:35:10","modified_gmt":"2017-11-10T12:35:10","slug":"die-energiewende-gelingt-nur-mit-einer-bepreisung-fossiler-thg-emissionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-energiewende-gelingt-nur-mit-einer-bepreisung-fossiler-thg-emissionen\/","title":{"rendered":"Die Energiewende gelingt nur mit einer Bepreisung fossiler THG-Emissionen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anl\u00e4sslich der 23. Klimakonferenz COP 23, die vom 6. bis zum 17. November in Bonn stattfindet, fordert Artur Auernhammer, MdB und Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes Holzenergie im BBE, mehr Mut, Entschlossenheit und vor allem Durchsetzungskraft von der Bundesregierung, den Kampf gegen den Klimawandel wieder effektiv aufzunehmen. F\u00fcr das Gelingen internationaler Klimaabkommen sei es unabdingbar, dass sich auch Industrienationen wie Deutschland an ihre Zusagen hielten. Warum sonst sollten sich Staaten zur Einhaltung ihrer vereinbarten THG-Minderungsziele verpflichtet f\u00fchlen, wenn selbst vehementen Vork\u00e4mpfern und Treibern f\u00fcr mehr Klimaschutz wie eben Deutschland auf der Zielgeraden die Luft ausgeht und das 2020-Ziel mehr als deutlich verfehlen?<\/strong><\/p>\n<p>Dass der Klimaschutz nicht zu Lasten von Wirtschaftskraft, Arbeitspl\u00e4tzen oder sozialer Gerechtigkeit geht, kann am Beispiel der regionalen Nutzung von Holz gesehen werden. Jeder Baum speichert w\u00e4hrend seines Wachstums Kohlenstoff und entzieht es so der Atmosph\u00e4re. Werden die W\u00e4lder nachhaltig bewirtschaftet und das Holz mit Augenma\u00df entnommen, wachsen diese kontinuierlich nach und entlasten so dauerhaft die Atmosph\u00e4re von klimasch\u00e4dlichen Treibhausgasen.<\/p>\n<p>Wird das Holz zu langlebigen Produkten verarbeitet, ist der Klimaschutzeffekt besonders hoch. Und die bei der Holzverarbeitung anfallenden Reststoffe werden zu Brennstoffen wie Holzpellets und Holzhackschnitzel aufgearbeitet und ersetzen wiederum fossile Energietr\u00e4ger mit samt ihren THG-Emissionen, denn als Teil des biogenen CO<sub>2<\/sub>-Kreislaufs werden bei der Holzverbrennung nur so viel CO<sub>2<\/sub> freigesetzt, wie der Baum zuvor gespeichert hat und der Wald bei nachhaltiger Bewirtschaftung zeitgleich wieder einlagert. Und auch die Holzprodukte werden eines Tages zu Abfall und stehen dann f\u00fcr die Strom- und W\u00e4rmeerzeugung zur Verf\u00fcgung. Allein in Deutschland haben diese Effekte zu THG-Einsparungen von 30 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>\u00e4q durch Holznutzung in Produkten und weiteren 36 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>\u00e4q im Energiesektor beigetragen.<\/p>\n<p>Holz ist dabei ein regionales Produkt mit besonders hoher Wertsch\u00f6pfungstiefe vor allem im l\u00e4ndlichen Raum. Jeder Euro, der anstatt f\u00fcr immer teurer werdende Rohstoffimporte aus politisch instabilen Regionen in den Sektor Forst und Holz investiert wird, zahlt sich doppelt und dreifach aus. Das Geld bleibt in der Region und l\u00f6st Wertsch\u00f6pfung und damit Arbeitspl\u00e4tze aus, f\u00fchrt zu h\u00f6heren Steuereinnahmen und entlastet \u00f6ffentliche Kassen. \u00dcber 45.000 Menschen sind in Deutschland bereits im Holzenergiesektor besch\u00e4ftigt und sch\u00fctzen unser Klima. Besser k\u00f6nnen \u00d6kologie, \u00d6konomie und soziale Gerechtigkeit also kaum in Einklang gebracht werden. Und das nicht nur in Deutschland, sondern \u00fcberall auf der Welt.<\/p>\n<p>Doch gerade in Deutschland ist dieser Klimaschutz- und Jobmotor durch eine fehlgeleitete Politik ins Stocken geraten, ein Ausbau der nachhaltigen Holzenergienutzung findet kaum mehr statt und das, obwohl Deutschland seine THG-Minderungsziele f\u00fcr 2020 je nach Szenario um bis zu 8 Prozent verfehlen wird! Im Verbund mit allen erneuerbaren Energietechnologien hat die heimische Holzenergie das Potenzial, einen signifikanten Beitrag zur Schlie\u00dfung dieser L\u00fccke zu leisten, wenn man denn nur will.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dftes Hemmnis seien die zu niedrigen Preise f\u00fcr Kohle, \u00d6l und Gas, weil diese nicht die Kosten f\u00fcr Umweltsch\u00e4den und ihre CO<sub>2<\/sub>-Fracht beinhalteten, so Auernhammer. Ohne F\u00f6rderung seien die klimafreundlichen Alternativen daher allein nicht wirtschaftlich. \u201eEs wird h\u00f6chste Zeit, endlich eine faire Bepreisung fossiler CO<sub>2<\/sub>-Emissionen einzuf\u00fchren und \u00fcber eine intelligente Umlage der Einnahmen B\u00fcrger und Wirtschaft zu entlasten.\u201c fordert Auernhammer die Verhandlungsf\u00fchrer in Bonn auf. Die Klimakonferenz kann jetzt den Rahmen bilden, sich einmal nicht um neue Ziele f\u00fcr eine ferne Zukunft zu streiten, sondern sich heute, im Hier und Jetzt endlich auf konkrete Ma\u00dfnahmen zu verst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Thomas Siegmund<br \/>\nFVH &#8211; Fachverband Holzenergie im BBE<br \/>\nTel.: 0228.81 002-57<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:siegmund@fachverband-holzenergie.de\" target=\"_blank\">siegmund@fachverband-holzenergie.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der 23. Klimakonferenz COP 23, die vom 6. bis zum 17. 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