{"id":47443,"date":"2017-11-10T07:29:48","date_gmt":"2017-11-10T06:29:48","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=47443"},"modified":"2017-11-08T12:24:12","modified_gmt":"2017-11-08T11:24:12","slug":"neue-rohstoffe-fuer-umweltvertraegliche-schmierstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-rohstoffe-fuer-umweltvertraegliche-schmierstoffe\/","title":{"rendered":"Neue Rohstoffe f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Schmierstoffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Verdickungsmittel in Schmierstoffen werden typischerweise aus &#8220;Metallseifen&#8221; hergestellt bzw. sind Erd\u00f6l-basiert. Gleitlacke, die z.B. in Autos eingesetzt werden, sind in der Regel auch Erd\u00f6l-basiert. Im Rahmen der Entwicklung neuer, besonders umweltvertr\u00e4glicher Bioprodukte soll sich das nun \u00e4ndern. Die Projektpartner des k\u00fcrzlich gestarteten BMBF-Projekts &#8220;PHAt&#8221; entwickeln Verdickungs- und Bindemittel aus biotechnologisch hergestelltem PHA (Polyhydroxyalkanoate). Im Projektkonsortium sind Kompetenzen aus Industrie und Wissenschaft vereint. Das Projekt wird mit ca. 1,25 Mio. Euro f\u00fcr drei Jahre durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>Projektkoordinatorin Dr. Inna Bretz vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT erkl\u00e4rt: &#8220;Die Idee PHA als Verdickungs- und Bindemittel in Schmierstoff-Anwendungen zu nutzen ist neu aber vielversprechend. PHA wird biotechnologisch hergestellt. Als Kohlenstoffquelle f\u00fcr die produzierenden Mikroorganismen k\u00f6nnen biogene Reststoffe verwendet werden. Die aus dem PHA resultierenden Schmiermittel sind sowohl biobasiert als auch bioabbaubar.&#8221; Im Projekt sollen zun\u00e4chst die gew\u00fcnschten Eigenschaften f\u00fcr verschiedene Anwendungen festlegt werden. Hierbei sind vor allem Flie\u00dfeigenschaften, L\u00f6slichkeit sowie thermische und oxidative Stabilit\u00e4t relevant. Anschlie\u00dfend sollen verschiedene PHA-Modifikate entwickelt und bez\u00fcglich ihrer Eigenschaften optimiert werden.<\/p>\n<p>Neben der Projektkoordination leistet Fraunhofer UMSICHT (IBB-Netzwerkmitglied) die Vorstudien zu PHA-basierten Verdickungsmitteln und Bindemitteln im Laborma\u00dfstab. Des Weiteren sind am Projekt zwei mittelst\u00e4ndische Partner beteiligt &#8211; Fritzmeier Umwelttechnik GmbH &amp; CO. KG (IBB-Netzwerkmitglied) f\u00fcr die biotechnologische Herstellung von PHA sowie UnaveraChemLab GmbH (IBB-Netzwerkmitglied) f\u00fcr die chemische PHA-Modifikation. Als Gro\u00dfindustrie und Vermarkter wird FUCHS Schmierstoffe GmbH (IBB-Netzwerkmitglied) schlie\u00dflich die neuen Verdickungs- und Bindemittel in Schmierstoffen und Gleitlacken anwendungsnah pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Die Projektpartner werden f\u00fcr drei Jahre im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme &#8220;Ma\u00dfgeschneiderte biobasierte Inhaltsstoffe f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4hige Bio\u00f6konomie&#8221; durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert. Angesto\u00dfen wurde das Projekt innerhalb des Kooperationsnetzwerks &#8220;BioPlastik&#8221;, das durch die IBB Netzwerk GmbH gemanagt wird. Die Partner des Netzwerks treffen sich zweimal j\u00e4hrlich zum Networking und um neue Projektideen anzusto\u00dfen. Das achte &#8220;BioPlastik&#8221;-Netzwerktreffen fand letzte Woche beim Projektpartner Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verdickungsmittel in Schmierstoffen werden typischerweise aus &#8220;Metallseifen&#8221; hergestellt bzw. sind Erd\u00f6l-basiert. Gleitlacke, die z.B. in Autos eingesetzt werden, sind in der Regel auch Erd\u00f6l-basiert. Im Rahmen der Entwicklung neuer, besonders umweltvertr\u00e4glicher Bioprodukte soll sich das nun \u00e4ndern. Die Projektpartner des k\u00fcrzlich gestarteten BMBF-Projekts &#8220;PHAt&#8221; entwickeln Verdickungs- und Bindemittel aus biotechnologisch hergestelltem PHA (Polyhydroxyalkanoate). 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