{"id":4723,"date":"2000-05-04T00:00:00","date_gmt":"2000-05-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20000504-02n"},"modified":"2000-05-04T00:00:00","modified_gmt":"2000-05-03T22:00:00","slug":"nova-studie-zu-maerkten-und-preisen-von-naturfasern-in-deutschland-und-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-studie-zu-maerkten-und-preisen-von-naturfasern-in-deutschland-und-der-eu\/","title":{"rendered":"nova-Studie zu M\u00e4rkten und Preisen von Naturfasern in Deutschland und der EU"},"content":{"rendered":"<p>\n<b><a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20000504-03.news\">English Version<\/a><\/b><br \/>\n<b><a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20000505-01.news\">Version fran&ccedil;aise<\/a><\/b><\/p>\n<p>Das nova-Institut (H\u00fcrth im Rheinland) hat im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Anfang des Jahres eine &#8220;Studie zur Markt- und Preissituation bei Naturfasern&#8221; erstellt, die nun zur Publikation freigegeben ist. Anlass f\u00fcr die Studie waren die Reformvorschl\u00e4ge der EU-Kommission f\u00fcr die Flachs- und Hanfbeihilfe (siehe<br \/>\nauch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=19991111-02.news\">08. und 11.11.99<\/a>).\n<\/p>\n<p>Im Anschluss an diese Meldung finden Sie eine Zusammenfassung der Studie. Die komplette Studie wird ab Mitte Mai 2000 verf\u00fcgbar sein und kann kostenfrei \u00fcber die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe bezogen werden.\n<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>\nFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<br \/>\nHofplatz 1, 18276 G\u00fclzow<br \/>\nTel.: 03843-69 30-0<br \/>\nFax: 03843-69 30-102<br \/>\nE-Mail: <a HREF=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><br \/>\nInternet: <a HREF=\"http:\/\/www.fnr.de\/\">www.fnr.de<\/a>\n<\/p>\n<p>Am 18.05.2000 wird zudem die Studie in der FAL Braunschweig ausf\u00fchrlich vorgestellt und diskutiert. N\u00e4here Informationen <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20000518-01.news\">hier<\/a>.\n<\/p>\n<hr width=100% align=center size=2\/>\n<p><a HREF=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/pdf\/nova-studie.pdf\">Das Dokument im PDF-Format.<\/a><\/p>\n<p><center><\/p>\n<p><b>Studie zur Markt- und Preissituation bei Naturfasern<br \/>\n(Deutschland und EU)<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>\nnova-Institut<br \/>\nM\u00e4rz 2000<\/p>\n<p>\nAutoren:<br \/>\nDipl.-Phys. Michael Karus<br \/>\nDipl.-Hdl. Markus Kaup<br \/>\nDipl.-Ing. agr. Daike Lohmeyer<\/p>\n<p>im Auftrag der:<br \/>\nFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.<br \/>\nF\u00f6rderkennz.: 99NR163<\/p>\n<p><\/center><\/p>\n<p>\n<b>Zusammenfassung<\/b><\/p>\n<p>Ziel der vorliegenden Studie zur &#8220;Markt- und Preissituation bei Naturfasern&#8221; ist, die heutigen und zuk\u00fcnftigen M\u00e4rkte von in der EU-produzierten Flachs- und Hanffasern aufzuzeigen, die \u00f6konomische Situation der Produzenten zu analysieren sowie geeignete Rahmenbedingungen abzuleiten, die eine sachgerechte Entwicklung der Naturfaserm\u00e4rkte gew\u00e4hrleisten. Letztere h\u00e4ngen vor allem von der EU-Beihilfepolitik ab, die f\u00fcr das Wirtschaftsjahr 2000\/2001 grundlegend reformiert werden soll.<br \/>\nDie Studie konzentriert sich dabei auf die technischen Kurzfaserm\u00e4rkte, die gerade in den neuen Flachs- und Hanfl\u00e4ndern &#8211; insbesondere in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und den skandinavischen L\u00e4ndern &#8211; von zentraler Bedeutung sind und \u00fcber die bislang nur wenig bekannt ist. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand deshalb eine umfassende Datenerhebung unter allen relevanten Unternehmen und Verb\u00e4nden in der EU mittels Frageb\u00f6gen und Experteninterviews.\n<\/p>\n<p><b>Kurzfaserproduktion<\/b><br \/>\nIn der EU werden im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 etwa 60.000 bis 70.000 t Flachs-Kurzfasern und 25.000 bis 30.000 t Hanf-Kurzfasern produziert. In den traditionellen Flachsl\u00e4ndern Frankreich, Belgien und den Niederlanden erfolgt die Flachs-Kurzfaserproduktion (&#8220;Werg&#8221;) als Nebenprodukt der Flachs-Langfaserproduktion, die ausschlie\u00dflich auf den Bekleidungs- und Heimtextilmarkt ausgerichtet ist. In den neuen Flachs- und Hanfl\u00e4ndern erfolgt die Gewinnung der Kurzfasern dagegen fast ausschlie\u00dflich in sog. Gesamtfaserlinien, bei denen keine Auftrennung in Lang- und Kurzfasern erfolgt.\n<\/p>\n<p><b>M\u00e4rkte<\/b><br \/>\nDie wichtigsten M\u00e4rkte f\u00fcr Flachs-Kurzfasern sind der Zellstoffbereich (Standard- und Spezialzellstoffe) mit ca. 45% und der Bekleidungs- und Heimtextilbereich mit ca. 20%. Weitere ca. 25% gehen in den Export au\u00dferhalb der EU. Beim Hanf ist der Spezialzellstoffbereich mit 87% noch dominanter.<br \/>\nBeim Spezialzellstoffmarkt handelt es sich um einen stabilen, hochpreisigen Nischenmarkt. Die wichtigsten Produktlinien sind Zigarettenpapier, Banknoten, technische Filter und Hygieneprodukte.\n<\/p>\n<p><b>Marktentwicklungen bis 2005<\/b><br \/>\nSchaut man sich die Kurzfaserm\u00e4rkte allerdings genauer an, entdeckt man in den letzten Jahren interessante Entwicklungen. Angeregt durch umfassend gef\u00f6rderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte und innovative Unternehmer sind neue, technische Produktlinien entstanden. Die zwei wichtigsten sind Verbundwerkstoffe in der Automobilindustrie und D\u00e4mmstoffe f\u00fcr den Hausbau.<br \/>\nDerzeit liegen die Marktanteile aller neuen, technischen Produktlinien noch unter 10% (Flachs) bzw. leicht \u00fcber 10% (Hanf). Nach Prognosen der europ\u00e4ischen Faserproduzenten sollen diese Produktlinien aber bereits im Jahr 2005 Anteile von 30 bis 40% am insgesamt gewachsenen Markt erreichen.\n<\/p>\n<p><b>F\u00f6rdermittel und Investitionen<\/b><br \/>\nAus F\u00f6rdermitteln der EU (DG VI, DG XII, DG XIV) sind in den F\u00f6rderperioden 1982 &#8211; 2002 bisher \u00fcber 100 Mio. DM in die Entwicklung neuer Flachs- und Hanfanwendungen sowie Ernte- und Faseraufschlusstechniken geflossen. Hinzu kommen die jeweiligen nationalen Projekte. So wurden allein in Deutschland von 1989 &#8211; 2000 \u00fcber 175 Mio. DM (hiervon \u00fcber 88 Mio. DM aus \u00f6ffentlichen Mitteln des Bundes und der L\u00e4nder, Rest aus privaten Mitteln) in die Forschung &#038; Entwicklung sowie f\u00fcr neue Ernte-, Faseraufschluss- und Weiterverarbeitungs-Techniken investiert. Auch in den n\u00e4chsten Jahren planen die deutschen Erstverarbeiter weitere Investitionen in H\u00f6he von ca. 150 Mio. DM zu t\u00e4tigen.\n<\/p>\n<p><b>Automobilindustrie<\/b><br \/>\nBesonders interessant ist der Einsatz von Naturfasern in der Automobilindustrie. W\u00e4hrend die europ\u00e4ische Automobilindustrie noch im Jahr 1996 lediglich 4.000 bis 5.000 t Naturfasern einsetzte, waren es im Jahr 1999 bereits \u00fcber 21.000 t, von denen etwa 30% aus EU-Produktion stammten und 70% aus Osteuropa und Asien importiert wurden. In diesem Zusammenhang zeigte sich auch, dass zur Zeit die eingesetzten Mengen an Hanffasern in der europ\u00e4ischen Automobilindustrie zu 100% aus EU-Produktion stammen.\n<\/p>\n<p>\n<b>Naturfasereinsatz in der europ\u00e4ischen Automobilindustrie (in t),<br \/>\nUmfrage unter Automobilzulieferern und Faserproduzenten<\/b><\/p>\n<table border=\"1\" frame=box cellspacing=0 cellpadding=5>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   <b>Faser<\/b><\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>Deutschland<br \/>1996<br \/>laut Zulieferer<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>EU ohne D<br \/>1996<br \/>laut Zulieferer<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   <b>Deutschland<br \/>1999<br \/>laut Zulieferer<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>EU ohne D<br \/>1999<br \/>laut Zulieferer<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>EU gesamt<br \/>2000<br \/>Prognose,<br \/>laut Zulieferer<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<b>EU gesamt<br \/>1999<br \/>laut EU-Faser-<br \/>produzenten<\/b>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Flachs<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   <b>11.000<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>4.900<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   +2 bis +10%\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>2.118<\/b>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Hanf<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   nein\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   nein\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   <b>1.100<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>600<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   +3 bis + 20%\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>1.770<\/b>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Jute<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   700\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   1.400\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   +2 bis +5%\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &#8211;\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Sisal<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   ja\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   500\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   0 bis +3%\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &#8211;\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Kenaf<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   nein\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   nein\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   1.100\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   0 bis +3%\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &#8211;\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   &nbsp;<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   &nbsp;\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Gesamt<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   4.000\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   300\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n<p>   <b>14.400<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>6.900<\/b>\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   23.000-25.000\n<\/td>\n<td align=center valign=top>\n   <b>3.888<\/b>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>nova 2000<\/p>\n<p>Naturfasern werden vor allem zur Verst\u00e4rkung von T\u00fcrinnenverkleidungen, Hutablagen sowie S\u00e4ulen- und Gep\u00e4ckraumverkleidungen eingesetzt. Nach heutigem Stand der Technik k\u00f6nnen pro Kraftfahrzeug etwa 5 bis 10 kg Naturfasern eingesetzt werden.<br \/>\nDie Automobilindustrie hat sich aus einer Reihe von technischen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Gr\u00fcnden grunds\u00e4tzlich f\u00fcr den Einsatz von Naturfasern entschieden. Es wird erwartet, dass die Nachfrage weiter w\u00e4chst und mittelfristig in der EU zwischen 40.000 und 70.000 t\/a liegen wird. Unter Einsatz neuer, bis heute noch nicht serienreifer, Techniken kann sich dieser Bedarf langfristig noch verdoppeln. Eine Riesenchance f\u00fcr die neuen Gesamtfaserlinien in der EU.\n<\/p>\n<p><b>\u00d6kologische D\u00e4mmstoffe<\/b><br \/>\nDer zweite wichtige neue Markt f\u00fcr Flachs- und Hanf-Kurzfasern ist der Markt f\u00fcr \u00f6kologische D\u00e4mmstoffe, der nach wie vor ein Wachstumsmarkt ist, der in vielen L\u00e4ndern schneller als der Gesamtmarkt w\u00e4chst. Insbesondere die Flachsfaserproduzenten setzen gro\u00dfe Hoffnungen in den D\u00e4mmstoffmarkt. Bis zum Jahr 2005 sollen mehrere 10.000 Tonnen pro Jahr abgesetzt werden. Diese Entwicklung setzt voraus, dass die Produktionskosten gesenkt werden und umfangreiche Marketingma\u00dfnahmen umgesetzt werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p><b>Spezialzellstoffe<\/b><br \/>\nDer Markt f\u00fcr Spezialzellstoffe, bislang die mit Abstand wichtigste Produktlinie f\u00fcr Flachs- und Hanf-Kurzfasern, wird von Experten aus dem Zellstoffbereich als stagnierend bis leicht schrumpfend eingesch\u00e4tzt. Dennoch gehen die Faserproduzenten davon aus, den Markt bis zum Jahr 2005 um 10% ausdehnen zu k\u00f6nnen. Dies wird nur durch die Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte oder Substitution anderer Faserpflanzen m\u00f6glich sein; dies bedarf zum einen besonderer, auch regionaler Marketingaktivit\u00e4ten und zum anderen neuer, z.B. \u00f6kologischer Qualit\u00e4ten des Zellstoffs.\n<\/p>\n<p><b>\u00d6konomische Situation der Faserwirtschaft<\/b><br \/>\nDie \u00f6konomische Situation der neuen EU-Gesamtfaserproduzenten zeichnet sich &#8211; selbst auf dem heute vergleichsweise hohen Beihilfeniveau &#8211; durch nur kleine Gewinne aus. Grund hierf\u00fcr sind vor allem die Anlaufschwierigkeiten der neuen Anlagen. Technische Probleme sind zu l\u00f6sen, Durchsatz und Produktivit\u00e4t m\u00fcssen erh\u00f6ht und die neuen M\u00e4rkte erschlossen werden.<br \/>\nGleichzeitig besitzen die Faserpreise unter dem Konkurrenzdruck der Importe aus Osteuropa und Asien nur einen geringen finanziellen Spielraum auf. Die Industrie nimmt im technischen Sektor nur Fasern ab, deren Preis zwischen 0,90 und 1,20 DM\/kg liegt. Wichtigste Konkurrenzfasern f\u00fcr EU-produzierte Flachs- und Hanffasern sind Flachsfasern aus Ostereuropa, Jute- und Kenaffasern aus Indien und Bangladesch sowie Sisal aus S\u00fcdafrika, S\u00fcdamerika und Asien.\n<\/p>\n<p><b>Rasche Senkung der EU-Beihilfe gef\u00e4hrdet Existenz der Betriebe<\/b><br \/>\nDie aktuellen Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission zur Reform der Flachs- und Hanfbeihilfe stellen keine geeigneten Rahmenbedingungen f\u00fcr eine sachgerechte Entwicklung der neuen Naturfaserm\u00e4rkte dar. Eine schnelle und deutliche Absenkung der Beihilfen sowie zus\u00e4tzliche Auflagen entziehen den neuen Gesamtfaserlinien in ihrer Startphase den finanziellen Boden. Selbst mit deutlichen Produktivit\u00e4tssteigerungen werden die meisten neuen Unternehmen keinen Gewinn mehr erzielen k\u00f6nnen.<br \/>\nEs besteht damit die reale Gefahr, dass die komplette Gesamtfaser-Wirtschaft, die sich in den letzten Jahren in vielen neuen Flachs- und Hanfl\u00e4ndern entwickelt hat und mit umfangreichen \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rdert wurde, zusammenbricht, private und \u00f6ffentliche Investitionen verloren sind und das seit fast zwei Jahrzehnten verfolgte Ziel, eine neue, technisch orientierte Naturfaserwirtschaft in der EU zu etablieren, endg\u00fcltig gescheitert w\u00e4re.\n<\/p>\n<p><b>Politische Entscheidung<\/b><br \/>\nDie Gef\u00e4hrdung der jungen Gesamtfaserindustrie f\u00e4llt in eine Zeit, in der die industrielle Nachfrage nach Flachs- und Hanf-Kurzfasern gr\u00f6\u00dfer ist als je zuvor. Vor allem in der Automobilindustrie ist die Entscheidung f\u00fcr einen verst\u00e4rkten Einsatz von Naturfasern gefallen.<br \/>\nEs ist eine agrar- und wirtschaftspolitische Entscheidung der EU, in welchem Umfang dieser Bedarf zuk\u00fcnftig mit EU-produzierten Flachs- und Hanffasern oder aus Importen gedeckt wird.<br \/>\nBei geeigneten Rahmenbedingungen besteht die Chance, eine \u00f6kologische und nachhaltige Versorgung der Industrie mit technischen Naturfasern aus der EU zu etablieren. Diese Chance sollte nicht f\u00fcr kurzfristige Beihilfe-Einsparungen verspielt werden. In einer Gesamtkalkulation sollten vielmehr neben der Beihilfe auch substituierte Naturfaserimporte, Arbeitsplatz- und Umwelteffekte sowie die Gef\u00e4hrdung bereits get\u00e4tigter F\u00f6rdermittel und Investitionen Ber\u00fccksichtigung finden.\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung der technischen M\u00e4rkte f\u00fcr EU-Naturfasern, ist daher vorrangiges Ziel, die jetzigen Reformvorschl\u00e4ge der EU-Kommission zu modifizieren. Die Studie diskutiert diesbez\u00fcglich verschiedene Vorschl\u00e4ge.\n<\/p>\n<p>Die Autoren der Studie sind Mitarbeiter des nova-Instituts. Das nova-Institut f\u00fcr \u00d6kologie und Innovation wurde 1994 gegr\u00fcndet. Seine gr\u00f6\u00dfte Abteilung besch\u00e4ftigt sich mit nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere mit M\u00e4rkten und \u00d6konomie Biologisch Abbaubarer Werkstoffe (BAW), wie z.B. Naturfasern und Bio-Kunststoffen.\n<\/p>\n<p>Adresse:<br \/>\nnova-Institut<br \/>\nGoldenbergstr. 2<br \/>\n50354 H\u00fcrth<br \/>\nInternet: &#8220;<a HREF=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/\">www.nova-institut.de<\/a>&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n<b><a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20000504-03.news\">English Version<\/a><\/b><br \/><b><a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20000505-01.news\">Version fran&ccedil;aise<\/a><\/b><\/p>\n<p>Das nova-Institut (H&uuml;rth im Rheinland) hat im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Anfang des Jahres eine &#8220;Studie zur Markt- und Preissituation<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-4723","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4723"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4723\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4723"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=4723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}