{"id":47184,"date":"2017-11-03T07:35:29","date_gmt":"2017-11-03T06:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=47184"},"modified":"2017-10-27T14:32:39","modified_gmt":"2017-10-27T12:32:39","slug":"biomasse-ohne-abfall-hochwertige-erzeugnisse-und-anwendungen-aus-bioraffinerie-nebenprodukten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-ohne-abfall-hochwertige-erzeugnisse-und-anwendungen-aus-bioraffinerie-nebenprodukten\/","title":{"rendered":"Biomasse ohne Abfall: Hochwertige Erzeugnisse und Anwendungen aus Bioraffinerie-Nebenprodukten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_47189\" aria-describedby=\"caption-attachment-47189\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-47189 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-27-um-14.23.42-300x206.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-10-27 um 14.23.42\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-27-um-14.23.42-300x206.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-27-um-14.23.42-600x412.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-27-um-14.23.42.png 983w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-47189\" class=\"wp-caption-text\">Neue Produkte durch die Nutzung von Bioraffinerie-Nebenprodukten. (\u00a9 Foto Fraunhofer IFAM) <a href=\"https:\/\/www.ifam.fraunhofer.de\/de\/Presse\/Bio_materials\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.large.jpg\/1508404702815_Fraunhofer-IFAM-BiomaterialsBiorohstoffe.jpg\" target=\"_blank\">&#8211; Zoom &#8211;<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Weltweit ist ein anhaltender Trend zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe festzustellen. In einer Bioraffinerie wird dazu die Biomasse in einzelne Wertstoffe getrennt und zu verschiedenen Produkten wie Zucker, Chemikalien, Werkstoffen oder auch als Energielieferant in Form von Kraftstoffen und Biogas verarbeitet. Bei der Verwertung der Bio-Rohstoffquellen fallen aber in erheblichen Mengen auch unterschiedlichste Abfallprodukte an. Um diesen Prozess effizienter zu gestalten, untersuchten zw\u00f6lf Partner aus Wissenschaft und Industrie Verfahren zur m\u00f6glichst vollst\u00e4ndigen Verwendung aller Rohstoffkomponenten. Die Ergebnisse des durch die Europ\u00e4ische Union gef\u00f6rderten Projekts \u00bbValorizing Biorefinergy By-Products \u2013 kurz ValorPlus\u00ab und weitere neue Technologien wurden jetzt auf einem Workshop am Bremer Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung vorgestellt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Kette f\u00fcr die Verwertung von Biorohstoffen ist noch nicht geschlossen. F\u00fcr eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung des gesamten Spektrums sind neue chemische und biologische Verarbeitungsprozesse zu erforschen und weitere Anwenderindustrien zu identifizieren. Damit die Nebenprodukte f\u00fcr andere hochwertige Erzeugnisse nutzbar werden, m\u00fcssen fortschrittliche Bioraffinerien ganzheitlich konzipiert sein, sodass neue Technologien zur Freisetzung, Verfeinerung und Transformation von Biomasse integriert werden k\u00f6nnen, um mehrfache Massen- und Produktstr\u00f6me zu produzieren.<\/p>\n<h3>Aktuelle Fragestellungen zur ganzheitlichen Verwertung der Biomasse<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend der vierj\u00e4hrigen Laufzeit des ValorPlus-Projekts konzentrierten sich die Entwicklungspartner auf f\u00fcnf Schl\u00fcsselbereiche zur weiteren Verarbeitung von Bioraffinerieprodukten: Entwicklung einer neuartigen Methode f\u00fcr den kontrollierten Abbau, einer Freisetzung und Fraktionierung der Lignocellulose; Erforschung neuer Enzyme und Mikroorganismen zur kontrollierten Hydrolyse und Umwandlung von Hemicellulose zu hochwertigen Oligomeren und Bulk-Fermentationsproduktstr\u00f6men; Einsatz kombinierter chemo-enzymatischer und chemo-mikrobieller Verfahren zur kontrollierten Depolymerisation und Umwandlung von standardisierten Lignin-Rohstoffen in Wertproduktstr\u00f6me; Entwicklung neuer Mikroorganismen, geeignet f\u00fcr die Fermentation von Roh-Glycerin zu h\u00f6herwertigen Produktstr\u00f6men und schlie\u00dflich der Demonstration des technologischen und wirtschaftlichen Potenzials.<\/p>\n<p>Bei allen Fragestellungen wurde ein ganzheitliches Konzept verfolgt und \u00fcberpr\u00fcft, inwieweit die einzelnen Technologien bestehende Bioraffinerien erg\u00e4nzen oder in diese integriert werden k\u00f6nnen. Ein weiterer Schwerpunkt innerhalb des Projekts war es aufzuzeigen, wie die bisher recht losen Enden zwischen Biorohstoffherstellung und der industriellen Verwendung systematischer genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Vorstellung der Ergebnisse und weiterer Technologien auf dem Workshop \u00bbValorization of bio based raw materials\u00bb<\/h3>\n<p>Auf dem Workshop wurden die Fortschritte im Bereich der Biotechnologie, von Bioprodukten und verschiedener Anwenderszenarien vorgestellt. Wichtige Inhalte waren die Kombination der Entwicklung neuer biotechnologischer Verfahren mit dem Focus auf potenzielle Anwendungen der Rohstoffe und entsprechende Absatzm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Vielversprechende Ergebnisse zeigten die Referenten aus den Bereichen der Anwendungen biobasierter Rohstoffe als Bindemittel in Beschichtungen und Farben sowie Lack- und Klebstoffformulierungen auf. Daneben gab es Einblicke in neue chemo-mikrobielle Umwandlungen von Ligninextrakten, neuartiger Enzymkombinationen zur Fermentierung, der Herstellung von Fasern aus Biopolymeren oder die Entwicklung von formaldehydfreiem Melaminharz und Anwendung mit biobasierten Materialien.<\/p>\n<p>Die tiefere Vernetzung von der Rohstoffherstellung, der dazu notwendigen optimierten Technologien bis hin zum fertigen industriellen Produkt konnte durch die vielfachen themen\u00fcbergreifenden Diskussionen der Teilnehmer w\u00e4hrend des Workshops vorangetrieben werden. Trotz der vielf\u00e4ltigen positiven Entwicklungen und den umfangreich dargestellten Beispielen der bereits kommerziellen Nutzung von Bio-rohstoffen, ist aber abzusehen, dass noch fundierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten ist, bis biobasierte Rohstoffe fossile Quellen ad\u00e4quat ersetzten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Projektpartner \u00bbValorization of bio based raw materials\u00ab<\/h3>\n<ul>\n<li>ASA Spezialenzyme GmbH<\/li>\n<li>Asociacion Espanola de Bioempresas (ASEBIO)<\/li>\n<li>Biobasic Environnement<\/li>\n<li>Brunel University<\/li>\n<li>CARTIF<\/li>\n<li>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM<\/li>\n<li>Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM)<\/li>\n<li>Politecnico di Milano (POLIMI)<\/li>\n<li>Wissenschaftliche Ger\u00e4tebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH<\/li>\n<li>Beta Renowable Group, S.A.<\/li>\n<li>ITENE<\/li>\n<li>Vogelbusch Biocommodities GmbH<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Projektkoordinator:<\/h3>\n<p>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM<\/p>\n<p>Dr. Oliver Schorsch<br \/>\nTel.: +49 421 2246-626<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:oliver.schorsch@ifam.fraunhofer.de\" target=\"_blank\">oliver.schorsch@ifam.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p>Dr. Klaus Rischka<br \/>\nTel.: +49 421 2246-482<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:klaus.rischka@ifam.fraunhofer.de\" target=\"_blank\">klaus.rischka@ifam.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltweit ist ein anhaltender Trend zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe festzustellen. In einer Bioraffinerie wird dazu die Biomasse in einzelne Wertstoffe getrennt und zu verschiedenen Produkten wie Zucker, Chemikalien, Werkstoffen oder auch als Energielieferant in Form von Kraftstoffen und Biogas verarbeitet. 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