{"id":47072,"date":"2017-10-27T07:20:51","date_gmt":"2017-10-27T05:20:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=47072"},"modified":"2021-09-09T21:36:18","modified_gmt":"2021-09-09T19:36:18","slug":"covestro-europaeischer-schulterschluss-zur-co2-nutzung-chemie-will-abgase-aus-stahlwerken-fuer-kunststoffe-verwenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/covestro-europaeischer-schulterschluss-zur-co2-nutzung-chemie-will-abgase-aus-stahlwerken-fuer-kunststoffe-verwenden\/","title":{"rendered":"Covestro: Europ\u00e4ischer Schulterschluss zur CO<sub>2<\/sub>-Nutzung &#8211; Chemie will Abgase aus Stahlwerken f\u00fcr Kunststoffe verwenden"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_47073\" aria-describedby=\"caption-attachment-47073\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-47073 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-25-um-12.40.54-300x201.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-10-25 um 12.40.54\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-25-um-12.40.54-300x201.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-25-um-12.40.54-1024x685.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-25-um-12.40.54-600x402.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-25-um-12.40.54.png 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-47073\" class=\"wp-caption-text\">Dieses Konsortium von 14 Partnern aus sieben L\u00e4ndern will jetzt unter F\u00fchrung von Covestro erforschen, wie H\u00fcttengase aus der Stahlindustrie besonders effizient und nachhaltig zur Produktion von Kunststoffen verwendet werden k\u00f6nnen. &#8211; <a href=\"http:\/\/presse.covestro.de\/news.nsf\/9e98be153cdcc54ac1257ac2006c2bf3\/1bb7480f3979299bc12581bc002c3e82\/$FILE\/2017-105.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zoom &#8211;<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Nutzung von Kohlendioxid und anderen Abgasen als neue Rohstoffquelle wird zunehmend zu einem Thema auf europ\u00e4ischer Ebene. Ein neues Konsortium von 14 Partnern aus sieben L\u00e4ndern will jetzt unter F\u00fchrung des Werkstoffherstellers Covestro erforschen, wie H\u00fcttengase aus der Stahlindustrie besonders effizient und nachhaltig zur Produktion von Kunststoffen verwendet werden k\u00f6nnen. So l\u00e4sst sich der traditionelle Rohstoff Erd\u00f6l einsparen. Das branchen\u00fcbergreifende Projekt namens Carbon4PUR wird mit Geldern der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir sind gemeinsam auf dem Weg zu einer entscheidenden Innovation: Abgas-Gemische aus der Stahlindustrie k\u00f6nnen auf wirtschaftliche Weise Kohlenstoff f\u00fcr chemische Prozesse liefern und schlie\u00dflich zur Herstellung von D\u00e4mmstoffen oder Lacken dienen\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Markus Steilemann, im Covestro-Vorstand zust\u00e4ndig f\u00fcr Innovation, Marketing und Vertrieb. \u201eDas hilft uns dabei, die Ressourcenbasis zu verbreitern und die Klimabilanz der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zu verbessern. Gleichzeitig wird der Verbundgedanke in der europ\u00e4ischen Industrie gest\u00e4rkt.\u201c<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit \u00fcber Grenzen hinweg<\/h3>\n<p>Das neue Projekt begr\u00fcndet eine beispiellose Kooperation vom Abgasverursacher bis zum Kunststoffverarbeiter. Die Europ\u00e4ische Union f\u00f6rdert Carbon4PUR unter dem Dach der europ\u00e4ischen F\u00f6rdergesellschaft SPIRE \u00fcber drei Jahre mit rund acht Millionen Euro. Die Industriepartner steuern insgesamt noch einmal die gleiche Summe bei.<\/p>\n<p>Konkret geht es in dem Projekt darum, Gemische aus Kohlendioxid und Kohlenmonoxid, die bei der Stahlproduktion anfallen, zu nutzen, um so genannte Polyole herzustellen \u2013 das sind zentrale Komponenten von D\u00e4mmstoffen und Lacken auf Polyurethan-Basis, die normalerweise aus Erd\u00f6l gewonnen werden.<\/p>\n<h3>Deutlich geringerer CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck<\/h3>\n<p>Das Besondere an dem zu entwickelnden Verfahren: Der Abgasstrom muss nicht aufw\u00e4ndig in verschiedene Gase getrennt werden. In einem chemo-katalytischen Prozess soll das Gasgemisch vielmehr direkt zu den Vorprodukten weiterverarbeitet werden. Deren CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck kann so um 20 bis 60 Prozent verringert werden.<\/p>\n<p>Ideale Startbedingungen f\u00fcr das industrielle Pilotprojekt sind bereits gegeben: Im s\u00fcdfranz\u00f6sischen Fos liegen ein Stahlwerk von ArcelorMittal und eine Produktionsanlage von Covestro in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Gasverwertung entwickeln sie gemeinsam mit akademischen und institutionellen Partnern wie der RWTH Aachen, TU Berlin, Dechema, Imperial College London, den Universit\u00e4ten Gent und Leiden, dem franz\u00f6sischen Commissariat \u00e0 l\u2019\u00e9nergie atomique et aux \u00e9nergies alternatives, South Pole Carbon Asset Management, Grand Port Maritime de Marseille und PNO Innovatieadvies. Von S\u00fcdfrankreich aus k\u00f6nnten dann weitere Industriepartner wie der in Belgien ans\u00e4ssige Schaumstoffhersteller Recticel und der Lackproduzent Megara Resins aus Griechenland mit den innovativen Vorprodukten beliefert werden.<\/p>\n<p>Covestro produziert bereits seit dem vergangenen Jahr mit Kohlendioxid ein Vorprodukt f\u00fcr weichen Polyurethan-Schaumstoff. Dieser ist f\u00fcr den Einsatz in Polsterm\u00f6beln und Matratzen konzipiert. Gleichzeitig forscht das Unternehmen an weiteren Anwendungsgebieten f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-basierte Rohstoffe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber Covestro<\/h3>\n<p>Mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 geh\u00f6rt Covestro zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Polymer-Unternehmen. Gesch\u00e4ftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr Produkte, die in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und M\u00f6belindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und besch\u00e4ftigt per Ende 2016 rund 15.600 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nutzung von Kohlendioxid und anderen Abgasen als neue Rohstoffquelle wird zunehmend zu einem Thema auf europ\u00e4ischer Ebene. Ein neues Konsortium von 14 Partnern aus sieben L\u00e4ndern will jetzt unter F\u00fchrung des Werkstoffherstellers Covestro erforschen, wie H\u00fcttengase aus der Stahlindustrie besonders effizient und nachhaltig zur Produktion von Kunststoffen verwendet werden k\u00f6nnen. So l\u00e4sst sich der [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[12361,10743],"supplier":[10295,10858,331,5585,10192,336,4248,98,13877,3035,10780],"class_list":["post-47072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-chemikalien","tag-useco2","supplier-arcelormittal","supplier-covestro-group","supplier-dechema-gesellschaft-fuer-chemische-technik-und-biotechnologie-ev","supplier-european-union","supplier-ghent-university","supplier-imperial-college-london","supplier-pno-consultants-bv","supplier-rheinisch-westfaelische-technische-hochschule-aachen-rwth","supplier-spire-sustainable-process-industry-through-resources-and-energy-efficiency","supplier-technische-universitaet-berlin","supplier-university-of-leiden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47072\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47072"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=47072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}