{"id":4707,"date":"1998-10-07T00:00:00","date_gmt":"1998-10-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=19981007-01n"},"modified":"1998-10-07T00:00:00","modified_gmt":"1998-10-06T22:00:00","slug":"molterer-will-fuer-steuerfreiheit-von-biosprit-kaempfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/molterer-will-fuer-steuerfreiheit-von-biosprit-kaempfen\/","title":{"rendered":"Molterer will f\u00fcr Steuerfreiheit von Biosprit k\u00e4mpfen"},"content":{"rendered":"<p><b>Gmunden<\/b> &#8211; Schon im n\u00e4chsten Jahr soll die Beimischung von zwei Prozent Biosprit zu Treibstoffen steuerfrei sein, sagte Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer am Dienstag bei der EU-Expertenkonferenz &#8220;Crops for a green Industry&#8221; im ober\u00f6sterreichischen Gmunden. Er will das Thema anl\u00e4\u00dflich der Steuerreform 1999 auf den Tisch bringen. Finanzminister Rudolf Edlinger k\u00f6nnten dadurch 80 bis 100 Millionen Schilling pro Jahr durch die Lappen gehen; im Vergleich zu den Ausf\u00e4llen beim Stra\u00dfenverkehr &#8211; acht Mrd. S &#8211; relativ wenig.<br \/>\nDerzeit wird Biodiesel hierzulande zwar weniger besteuert als Normalsprit, bei einer Beimischung mit Dieselkraftstoff wird der Biosprit aber gleich wie Diesel besteuert: Diesel allein wird mit 3,89 S pro Liter besteuert, Biosprit mit 0,18 S pro Liter.\n<\/p>\n<p>\n<b>Anbaufl\u00e4chen frei<\/b><br \/>\nAnbaufl\u00e4che f\u00fcr Raps, aus dem Biodiesel erzeugt wird, w\u00e4re laut Molterer genug vorhanden: &#8220;Wir haben noch 40.000 bis 60.000 Hektar Platz.&#8221; Zum Vergleich: Von 1995 bis 1997 schrumpfte der Anteil der Rapsfl\u00e4chen von 13.500 Hektar auf 3000 Hektar. Grund daf\u00fcr sind laut Molterer unbefriedigende Rahmenbedingungen.<br \/>\nDer Biosprit sei nur ein Beispiel daf\u00fcr, wie k\u00fcnftig nachwachsende Rohstoffe und Energie gef\u00f6rdert werden sollten &#8211; auch auf EU-Ebene, unterstrich Kommissar Franz Fischler. Daf\u00fcr mu\u00df die Union allerdings von einem mit den USA 1992 geschlossenen Abkommen aussteigen: &#8220;Wenn wir keine spezifischen Pr\u00e4mien mehr f\u00fcr \u00d6lsaaten zahlen, k\u00f6nnen wir aussteigen.&#8221; <br \/>\nDamit w\u00fcrde die derzeit gestoppte Ausweitung der Anbaufl\u00e4chen in der EU aufgehoben. Und die Biomasse k\u00f6nnte einen Schub f\u00fcr die Reduktion von Treibhausgasen ausl\u00f6sen. Das Kyotoziel, das einen EU-weiten Abbau der umweltsch\u00e4dlichen Gase auf acht Prozent bis zum Jahr 2010 vorsieht, k\u00f6nnte problemlos eingehalten werden.<br \/>\nDa\u00df Land- und Forstwirtschaft, Politik, Umwelt, Wirtschaft, Energie, Forschung und Entwicklung immer vernetzter denken und arbeiten, wollen 400 Teilnehmer aus 30 Nationen bei der dreit\u00e4gigen Konferenz in Gmunden untermauern. So sagte der Direktor des gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Unternehmens Daimler Benz, Werner Pollmann: &#8220;Wir setzen bei der Konstruktion unserer Fahrzeuge vermehrt faserverst\u00e4rkte Kunststoffe wie Hanf oder Flachs ein. Sie haben auch den Vorteil, da\u00df sie billiger sind als etwa Glasfasern.&#8221;<br \/>\nMolterer will die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der nachwachsenden Energietr\u00e4ger auch durch eine Steuerharmonisierung auf EU-Ebene unterst\u00fctzen. Kommt es tats\u00e4chlich zur Verdoppelung ihrer Nutzung, rechnet die Kommission &#8211; wie berichtet &#8211; mit insgesamt 850.000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen vor allem auch im l\u00e4ndlichen Raum. <br \/>\nDeshalb hat Fischler allein aus seinem Budget im Vorjahr 400 Mio. S f\u00fcr Forschung und Entwicklung dieses Bereichs locker gemacht. In \u00d6sterreich haben sich Umwelt- und Agrarminister zusammengetan: Aus einem Fonds von 300 Mio. S wurden unter anderem Hackschnitzelanlagen gef\u00f6rdert. Insgesamt l\u00f6ste das Geld Investitionen von 350 bis 400 Mio. S aus. \n<\/p>\n<p>&copy; DER STANDARD, 7. Oktober 1998<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gmunden<\/b> &#8211; Schon im n&auml;chsten Jahr soll die Beimischung von zwei Prozent Biosprit zu Treibstoffen steuerfrei sein, sagte Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer am Dienstag bei der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-4707","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4707"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4707\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4707"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=4707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}