{"id":4698,"date":"1999-03-13T00:00:00","date_gmt":"1999-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=19990313-01n"},"modified":"1999-03-13T00:00:00","modified_gmt":"1999-03-12T22:00:00","slug":"hautfreundliche-textilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hautfreundliche-textilien\/","title":{"rendered":"Hautfreundliche Textilien"},"content":{"rendered":"<p> Die Produkte von Hanf lassen sich nicht nur rauchen, sondern unter anderem auch angenehm auf der Haut tragen. Trotzdem werde die \u00e4lteste Nutzpflanze der Menschen immer noch mit dem &#034;langhaarigen Hippie, der vollgedr\u00f6hnt zum Pink-Floyd-Konzert geht&#034; gleichgesetzt, bedauerte Klaus Fey von der Verbraucher-Zentrale Hessen (VZH). Diesem Klischee will die VZH mit einer Ausstellung in der Beratungsstelle Frankfurt entgegentreten, bei der sie zeigt, wof\u00fcr Hanf alles genutzt werden kann: &#034;Es gab schon im vorigen Jahrhundert nichts, was aus Hanf nicht hergestellt wurde.&#034;<\/p>\n<p>\nDer Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei den Textilien: Sakkos, Hemden, T-Shirts, Jeans, Hosen und sogar Reizw\u00e4sche lassen sich aus der Pflanze herstellen. Gegen\u00fcber den herk\u00f6mmlichen Textilien &#8211; etwa aus Baumwolle oder Leinen &#8211; hat Hanf trotz der noch vergleichsweise hohen Preise einige gewichtige Vorteile: Weil Hanffasern dicker und l\u00e4nger als Flachsfasern sind, zeichnen sich die Kleidungsst\u00fccke durch eine hohe Verschlei\u00dffestigkeit aus. &#034;Hanftextilien sind zudem gute Feuchtigkeitsregulierer, denn sie k\u00f6nnen bis zu 30 Prozent der Feuchtigkeit aufnehmen, ohne selbst auf der Haut zu kleben&#034;, erl\u00e4uterte Fey. &#034;Das tr\u00e4gt sich vor allem im Sommer angenehm&#034;, berichtete Barbara Bramburger, die Leiterin der Beratungsstelle. <\/p>\n<p>\nHanftextilien eignen sich wegen ihrer Robustheit gut als Arbeitskleidung. Aufgrund moderner Technik lassen sich die Fasern &#8211; sie kommen vor allem aus Rum\u00e4nien, Ungarn, Polen und China &#8211; aber auch fein verarbeiten und \u00e4hnlich wie Wolle spinnen. Das erfordert laut Fey jedoch einen &#034;betr\u00e4chtlichem Aufwand&#034; und sei nicht ohne Einsatz von Chemikalien m\u00f6glich. So habe die Zeitschrift \u00d6ko-Test in einem Hanfhemd R\u00fcckst\u00e4nde aus der Chlorbehandlung gefunden. &#034;Verglichen mit der Produktion von Baumwolltextilien sind diese R\u00fcckst\u00e4nde allerdings recht gering&#034;, betonte er. <\/p>\n<p>\nSeine Kollegin Barbara Bramburger hofft deshalb, da\u00df in den Modegesch\u00e4ften k\u00fcnftig auch Hanftextilien Einzug halten, die bislang nur in den Hanfh\u00e4usern und bei \u00d6ko-Versandunternehmen erh\u00e4ltlich sind. Die Chancen daf\u00fcr h\u00e4lt Fey aber nicht f\u00fcr sehr gro\u00df, denn die Hanfproduktion in Deutschland befinde sich in Umfang und Technik auf dem Stand von 1945. Auch der Anbau f\u00fcr hiesige Landwirte sei wenig lukrativ. ram Die Ausstellung &#034;Hanf &#8211; Rohstoff&#034; der Zukunft ist noch bis zum 14. Mai in der Beratungsstelle Frankfurt, Berliner Stra\u00dfe 27, zu sehen. \u00d6ffnungszeiten: montags bis donnerstags 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr (mittwochs bis 18 Uhr) und freitags 8 bis 13 Uhr. Ein gleichnamiger Ratgeber ist f\u00fcr f\u00fcnf Mark vor Ort erh\u00e4ltlich oder kann f\u00fcr zehn Mark unter der Rufnummer 0 69 \/ 97 20 10 30 bestellt werden.<\/p>\n<p>Copyright &COPY; Frankfurter Rundschau 1999<br \/>\nDokument erstellt am 12.03.1999 um 22.30 Uhr <br \/>\nErscheinungsdatum 13.03.1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Produkte von Hanf lassen sich nicht nur rauchen, sondern unter anderem auch angenehm auf der Haut tragen. 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