{"id":4697,"date":"1999-03-16T00:00:00","date_gmt":"1999-03-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=19990316-01n"},"modified":"1999-03-16T00:00:00","modified_gmt":"1999-03-15T22:00:00","slug":"aenderung-der-flachs-und-hanfbeihilfeverordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aenderung-der-flachs-und-hanfbeihilfeverordnung\/","title":{"rendered":"\u00c4nderung der Flachs- und Hanfbeihilfeverordnung"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Sechsten Verordnung zur \u00c4nderung der Flachs- und Hanfbeihilfeverordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten vom 16.03.1999 erfolgt eine Anpassung an das ge\u00e4nderte EU-Recht. Die geltende Rechtslage ist von der Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE) in dem &#8220;Merkblatt zum Anbau von Nutzhanf und zur Gew\u00e4hrung einer Hanfbeihilfe&#8221; und in dem &#8220;Merkblatt zur Beihilferegelung f\u00fcr die Erzeugung und Verarbeitung von Flachs (Faserlein)&#8221; zusammengefasst worden.<\/p>\n<p>\n<b>Hanf<\/b><br \/>\nZuk\u00fcnftig mu\u00df der Landwirt f\u00fcr den Erhalt der Hanfbeihilfe, wie schon im letzten Jahr bei der Flachsbeihilfe, einen Abnahmevertrag mit einem Erstverarbeiter vorlegen. Dabei muss es sich um einen, von der BLE anerkannten, ersten Verarbeiter handeln. In der Regel werden nur Betriebe anerkannt, in denen das Hanfstroh zumindestens teilweise in Fasern und Sch\u00e4ben getrennt wird und Erzeugnisse von gesunder und handels\u00fcblicher Qualit\u00e4t entstehen. Eine Anerkennung neuer Verarbeitungswege, die ohne die Trennung von Fasern und Sch\u00e4ben auskommen, ist aber &#8211; unter Einhaltung bestimmter Bedingungen &#8211; explizit m\u00f6glich.<br \/>\nDes Weiteren wurde eine Mindestaussaatmenge von 20 kg\/ha und ein Mindestertrag von 2,5 t\/ha Hanfstroh festgelegt. Bei Nichteinhaltung des Mindestertrags wird die f\u00fcr die betreffenden Fl\u00e4chen zu zahlende Beihilfe um 65% gek\u00fcrzt. Es gibt keine Ausnahmevorschriften f\u00fcr extreme Witterungsbedingungen. <br \/>\nIm Gegensatz zu den vorangegangen Jahren ist der Vordruck &#8220;Erkl\u00e4rung \u00fcber die Aussaatfl\u00e4chen&#8221; nicht bei der BLE direkt einzureichen, sondern zusammen mit dem Antrag &#8220;Fl\u00e4chen&#8221; bis zum 15. Mai bei dem zust\u00e4ndigen Amt f\u00fcr Landwirtschaft. \u00c4nderungen k\u00f6nnen bis zum 15. Juni direkt bei der BLE vorgenommen werden. Ebenfalls bis zum 15. Juni ist die Anbauerkl\u00e4rung bei der BLE einzureichen. Bis sp\u00e4testens 31. Dezember ist der Beihilfeantrag incl. des Verarbeitungsvertrags bei der BLE zu stellen.\n<\/p>\n<p>\n<b>Flachs<\/b><br \/>\nDie Beihilferegelung f\u00fcr Flachs entpricht weitestgehend der f\u00fcr Hanf. Auch die Anbauer von Flachs sind an eine EU-Sortenliste gebunden und m\u00fcssen die verwendete Sorte mit den Orginalsaatgutetikett nachweisen. Es ist ihnen aber keine Mindestaussaatmenge vorgeschrieben. Der f\u00fcr Flachs vorgeschriebene Mindestertrag betr\u00e4gt wie beim Hanf 2,5 t\/ha, es gibt auch hier keine Ausnahmevorschrift f\u00fcr extreme Witterungsbedingungen.<br \/>\nDie Erkl\u00e4rung \u00fcber die Flachsaussaatfl\u00e4chen ist ebenfalls dem Beihilfeantrag &#8220;Fl\u00e4chen&#8221; beizuf\u00fcgen, sie kann bis zum 15. Juni korregiert werden. Bis zum 30. Juni ist die Anbauerkl\u00e4rung bei der BLE einzureichen, also zwei Wochen sp\u00e4ter als beim Hanf. Der Beihilfeantrag incl. des Verarbeitungsvertrags ist bei der BLE bis zum 30. November. zu stellen &#8211; einen Monat fr\u00fcher als beim Hanf.<br \/>\nIm Unterschied zum Hanf gibt es f\u00fcr die Auszahlung der Flachsbeihilfe vier Varianten, bei denen z.B. die Beihilfe erst nach der Stellung einer Sicherheit durch den Erstverarbeiter ausgezahlt wird.\n<\/p>\n<p>\n<b>Ernte<\/b><br \/>\nDie Regelungen f\u00fcr die Ernte gelten sowohl f\u00fcr Hanf als auch f\u00fcr Flachs. Unmittelbar vor der Ernte, ist dies der BLE zu melden. Bei beiden Kulturen ist die abgeschlossene Samenreife abzuwarten. Bis zum 15. Oktober ist der gesch\u00e4tzte Durchschnittsertrag an rohem Stroh, Fasern und K\u00f6rnern zu melden.\n<\/p>\n<p>\n<b>Beihilfe 1999\/2000<\/b><br \/>\nDie Beihilfenh\u00f6he im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 wird voraussichtlich f\u00fcr Hanf bei 1.292,36 DM\/ha, f\u00fcr nicht geriffelten, ger\u00f6steten Flachs bei 1.349,95 DM\/ha und f\u00fcr geriffelten Flachs bei 1.555,79 DM\/ha liegen.\n<\/p>\n<p>\n<b>Beihilfe 1999\/2000<\/b><br \/>\nDie weiteren Regeln und Daten enthalten die Merkbl\u00e4tter, die bei der BLE, Referat 321, Adickesallee 40, 60322 Frankfurt a.M., Tel.: 069-1564-337\/919 und Fax: -940 zu beziehen sind.<\/p>\n<p>\n<b>Zeitplan Flachs- und Hanfbeihilfe<\/b><\/p>\n<table width=60% border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=8>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 15. Juni<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Einreichnung der Erkl\u00e4rung \u00fcber Aussaatfl\u00e4chen von Hanf und Flachs zusammen mit dem Beihilfeantrag &#8220;Fl\u00e4chen&#8221; bei dem zust\u00e4ndigen Amt f\u00fcr Landwirtschaft\n <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 15. Juni<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Einreichung der Anbauerkl\u00e4rung f\u00fcr Hanf bei der BLE\n <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 30. Juni<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Einreichung der Anbauerkl\u00e4rung f\u00fcr Flachs bei der BLE<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top colspan=2>\n<p>   Erntemeldung unmittelbar vor der Ernte bei der BLE<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 15. Oktober<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Meldung des gesch\u00e4tzten Durchschnittsertrags bei der BLE<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 30. November<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Einreichung des Beihilfeantrages incl. des Verarbeitungsnachweises  f\u00fcr Flachs bei der BLE<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=left valign=top>\n<p>   Bis 31. Dezember<\/td>\n<td align=left valign=top>\n   Einreichung des Beihilfeantrages incl. des Verarbeitungsnachweises f\u00fcr Hanf bei der BLE<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Autorin: Daike Lohmeyer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: BLE 1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Sechsten Verordnung zur &Auml;nderung der Flachs- und Hanfbeihilfeverordnung des Bundesministeriums f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Forsten vom 16.03.1999 erfolgt eine Anpassung an das ge&auml;nderte<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-4697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4697\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4697"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=4697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}