{"id":4686,"date":"1999-06-01T00:00:00","date_gmt":"1999-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=19990601-02n"},"modified":"1999-06-01T00:00:00","modified_gmt":"1999-05-31T22:00:00","slug":"automobilindustrie-setzt-auf-hanf-aus-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/automobilindustrie-setzt-auf-hanf-aus-deutschland\/","title":{"rendered":"Automobilindustrie setzt auf Hanf aus Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Hoffnungen machte man sich in den 80er Jahren, was den Einsatz von Flachsfasern in der Automobilindustrie anging. Aber der Durchbruch wollte trotz beachtlicher F\u00f6rdermittel nicht gelingen.<br \/>\nManche Entwicklungen brauchen halt ihre Zeit: In diesem Jahr erwartet das nova-Institut, H\u00fcrth, dass <b>in der deutschen Automobilindustrie etwa 10.000 t Naturfasern<\/b> (ohne Holz- und Recyclingfasern) zum Einsatz kommen werden &#8211; ein deutlicher Anstieg gegen\u00fcber 4.000 t im Jahr 1996. Wichtigste Faserpflanze ist der Flachs, gefolgt vom Neuling Hanf, der die gr\u00f6\u00dften Zuwachsraten zeigt. Sisal und insbesondere Jute verlieren dagegen Marktanteile. Eine Steigerung des Naturfasereinsatzes auf 20.000 bis 30.000 t in den n\u00e4chsten Jahren erscheint durchaus realistisch.<br \/>\nFlachs &#8211; und Hanffasern ersetzen im Automobil vor allem Holz- und Recyclingfasern sowie Glasfasern. Typische Einsatzgebiete: T\u00fcrinnenverkleidungen und Kofferraumabdeckungen. Mit Flachs- und Hanffasern lassen sich komplexe und hochstabile Formpressteile darstellen, die Bauteile sind emissionsarm und haben zudem ein geringeres Gwicht als bisherige Konstruktionen. Gegen\u00fcber Glasfasern kommen zudem Kostenvorteile zum Tragen. Einige Kilogramm Flachs- und Hanffasern finden sich heute in den neueren Serienmodellen der Firmen DaimlerChrysler, BMW, Ford, Opel, Audi und VW.<br \/>\n<b>Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit der Einsatz von Hanffasern<\/b>, die erst seit 1996 wieder in Deutschland gewonnen werden d\u00fcrfen. Von ca. 500 bis 1.000 t im Jahr 1998 soll der Absatz im Automobilbereich dieses Jahr auf 2.000 bis 3.000 t steigen. W\u00e4hrend Flachsfasern nahezu ausschlie\u00dflich importiert werden, stammen die Hanffasern aus deutschem Anbau.<br \/>\nIm Rahmen des <b>EU-Projektes &#8220;MarktInnovation Hanf&#8221;<\/b> unter Leitung des nova-Instituts kamen am 26. und 27. Mai <b>80 f\u00fchrende Unternehmen aus der Faser- und Automobilwirtschaft<\/b> ins Wolfsburger Rathaus, um das Thema &#8220;Verbundwerkstoffe mit Hanffasern&#8221; zu diskutieren, darunter VW, BMW, Findlay Industries, Johnson Controls Interiors, Sommer Allibert-Lignotock, Funder Industries, Polyvlies und Procotex &#8211; um nur die wichtigsten zu nennen.<br \/>\nAls <b>Gr\u00fcnde f\u00fcr das wachsende industrielle Interesse am Hanf<\/b> wurden genannt: Hanffasern zeigen sehr gute mechanische Eigenschaften und sind inzwischen in ausreichender Menge sowie guten Qualit\u00e4ten am Markt verf\u00fcgbar. Die Preise sind mit 0,90 bis 1 DM\/kg konkurrenzf\u00e4hig und k\u00f6nnen \u00fcber eine Modellserie garantiert werden. Im Gegensatz zum Flachsbereich, wo technische Fasern nur ein Nebenprodukt der textilen Wertsch\u00f6pfung sind, ist die deutsche Hanfindustrie ausschlie\u00dflich auf technische Anwendungen ausgerichtet. Dies sehen die Automobilzulieferer mit gro\u00dfem Interesse. Die Produzenten der Hanffasern suchen eine enge Kooperation mit den Automobilzulieferern, um die Faserqualit\u00e4ten an deren technischen Anforderungen optimal anzupassen. Die Zulieferer k\u00f6nnen so neue, attraktive Verbundwerkstoffe realisieren.<br \/>\nGerade rechtzeitig zur steigenden Nachfrage nimmt die <b>modernste Faseraufschlussanlage f\u00fcr Hanf in Europa<\/b> am 1. Juni in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) ihren Betrieb auf. Die Firma VER-NA-RO GmbH hat 8 Mio. DM investiert und will das verf\u00fcgbare Qualit\u00e4tsniveau weiter heben und neue M\u00e4rkte erschlie\u00dfen.\n<\/p>\n<p>Pressemitteilung des nova-Instituts, Autor: Michael Karus (nova).<br \/>\nDer Text kann gerne als kurzer Artikel komplett oder in Teilen \u00fcbernommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro&szlig;e Hoffnungen machte man sich in den 80er Jahren, was den Einsatz von Flachsfasern in der Automobilindustrie anging. Aber der Durchbruch wollte trotz beachtlicher F&ouml;rdermittel<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-4686","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4686\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4686"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=4686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}