{"id":46321,"date":"2017-10-09T07:26:09","date_gmt":"2017-10-09T05:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=46321"},"modified":"2017-10-03T13:13:12","modified_gmt":"2017-10-03T11:13:12","slug":"chitosan-aus-algen-eu-forschungsprojekt-nano3bio-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chitosan-aus-algen-eu-forschungsprojekt-nano3bio-beendet\/","title":{"rendered":"Chitosan aus Algen: EU-Forschungsprojekt &#8220;Nano3Bio&#8221; beendet"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_46323\" aria-describedby=\"caption-attachment-46323\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-46323 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-03-um-13.11.04-300x207.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2017-10-03 um 13.11.04\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-03-um-13.11.04-300x207.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/10\/Bildschirmfoto-2017-10-03-um-13.11.04.png 364w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-46323\" class=\"wp-caption-text\">Das &#8220;Nano3Bio&#8221;-Konsortium bei der Abschlussveranstaltung &#8220;The Future of Chitosans&#8221; im indischen Hyderabad (\u00a9 Nano3Bio) <a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/news\/view.php?cmdid=9095\" target=\"_blank\">&#8211; Zoom &#8211;<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit einem Abschlusstreffen in Hyderabad, Indien, haben die beteiligten Wissenschaftler das internationale <a href=\"http:\/\/www.nano3bio.eu\/start\/\" target=\"_blank\">EU-Forschungsprojekt &#8220;Nano3Bio&#8221;<\/a> nach vier Jahren Laufzeit beendet. Ziel des Vorhabens war die biotechnologische Produktion von Chitosanen. Diese bisher h\u00e4ufig aus Krabbenschalen gewonnenen Zuckerverbindungen sind Rohstoffe f\u00fcr Anwendungen in der Medizin, der Landwirtschaft, der Papier- und Textilindustrie sowie f\u00fcr zahlreiche andere Einsatzgebiete. Projektleiter Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut f\u00fcr Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster (WWU) betont: &#8220;Wir haben in wichtigen Bereichen den Durchbruch von der Grundlagenforschung zur Anwendung biotechnologischer Verfahren erreicht oder vorbereitet.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Nach seiner Einsch\u00e4tzung haben die Forschungen einen wichtigen Beitrag zur biologischen Erzeugung von Rohstoffen erbracht. Von Perspektiven f\u00fcr die Krebstherapie \u00fcber Methoden zur Behandlung besch\u00e4digter menschlicher Gewebe bis hin zur neuartigen Erzeugung sogenannter Chitosane durch Algen k\u00f6nne &#8220;Nano3Bio&#8221; wegweisende Erfolge verbuchen.<\/p>\n<p>Einige Beispiele f\u00fcr Ergebnisse des Projekts: Die Forscher entwickelten eine neue Methode zur Herstellung von Chitosanen mit eindeutig definierten Strukturen. Damit schafften sie die Grundlage f\u00fcr deren passgenauen Einsatz. Den Forschern gelang es auch erstmals, Chitosane durch Algen erzeugen zu lassen. Weitere Erkenntnisse gibt es f\u00fcr den Bereich der Krebstherapie. Hier bereiteten die Biologen den Weg daf\u00fcr, dass sich Medikamente durch Chitosane gezielt in Tumorzellen schleusen lassen. Zudem identifizierten die Forscher Gene von Bakterien, Pilzen und Algen, die f\u00fcr die biotechnologische Erzeugung von Chitosanen ma\u00dfgeblich sind. Dies erm\u00f6glicht die Herstellung qualitativ hochwertiger und f\u00fcr die unterschiedlichen Anwendungen besonders passgenauer Chitosane aus dem Rohstoff Chitin.<\/p>\n<p>&#8220;&#8216;Nano3Bio&#8217; hat sich mit einem wichtigen Zukunftsthema befasst&#8221;, sagt Bruno Moerschbacher. &#8220;Schlie\u00dflich werden erneuerbare Ressourcen immer wichtiger, da viele fossile Rohstoffe zur Neige gehen und durch ihren Abbau oder ihre Nutzung erhebliche Umweltsch\u00e4den verursachen. Biotechnologisch hergestellte Stoffe werden also in absehbarer Zeit viele bisherige Rohstoffe ersetzen m\u00fcssen.&#8221; Au\u00dferdem hob er die besonderen Eigenschaften von Chitosanen hervor: &#8220;Sie haben im menschlichen Organismus keinerlei Nebenwirkungen und sind in der Umwelt vollst\u00e4ndig abbaubar.&#8221;<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat die Forscher von f\u00fchrenden Universit\u00e4ten, Forschungsinstituten und Unternehmen in Europa und Indien in den letzten vier Jahren mit nahezu neun Millionen Euro unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Abschlusstreffen in Hyderabad, Indien, haben die beteiligten Wissenschaftler das internationale EU-Forschungsprojekt &#8220;Nano3Bio&#8221; nach vier Jahren Laufzeit beendet. Ziel des Vorhabens war die biotechnologische Produktion von Chitosanen. 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