{"id":46084,"date":"2017-09-26T07:26:52","date_gmt":"2017-09-26T05:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=46084"},"modified":"2017-09-28T12:20:09","modified_gmt":"2017-09-28T10:20:09","slug":"2-internationaler-biooekonomie-kongress-biooekonomie-ist-der-schluessel-zu-einer-nachhaltigeren-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/2-internationaler-biooekonomie-kongress-biooekonomie-ist-der-schluessel-zu-einer-nachhaltigeren-wirtschaft\/","title":{"rendered":"2. Internationaler Bio\u00f6konomie-Kongress: \u201eBio\u00f6konomie ist der Schl\u00fcssel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Biomasse anstelle von fossilen Ressourcen: Hochkar\u00e4tige Experten aus Forschung, Industrie und Interessengruppen diskutierten dar\u00fcber beim zweiten Internationalen Bio\u00f6konomie-Kongress an der Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart, der gestern zu Ende ging. Sie befassten sich sowohl mit der Grundlagenforschung als auch mit Umsetzungsstrategien f\u00fcr die Bereitstellung biobasierter Produkte in regionalen und globalen Bio\u00f6konomie-Szenarien. Die Wissenschaftler bewerteten zus\u00e4tzlich Umwelt-, Klima- und gesellschaftliche Auswirkungen der Bio\u00f6konomie.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_46217\" aria-describedby=\"caption-attachment-46217\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-46217 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121128_print__1_fe9517b9fc.jpg\" alt=\"csm_2._Bioeconomy_Congress__121128_print__1_fe9517b9fc\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121128_print__1_fe9517b9fc.jpg 233w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121128_print__1_fe9517b9fc-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-46217\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universit\u00e4t Hohenheim, bei seinem Gru\u00dfwort zur Er\u00f6ffnung des 2. Bio\u00f6konomie-Kongresses (Bildquelle: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Angelika Emmerling)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zum 2. Internationalen Bio\u00f6konomie-Kongress am 12. und 13.09.2017 luden das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg, die Universit\u00e4t Hohenheim und die BIOPRO Baden-W\u00fcrttemberg GmbH ein. Er diente der Kommunikation erster Ergebnisse aus dem seit 2014 gef\u00f6rderten Forschungsprogramm Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg und zur Standortbestimmung: Welche neuen Ergebnisse gibt es aus der Wissenschaft? Ist die Bio\u00f6konomie in der Gesellschaft angekommen und welche Interessen haben Verbraucher? Wie kann die Politik unterst\u00fctzen?<\/p>\n<p>\u201eZweifellos gewinnt der \u00dcbergang von einer fossil-basierten zu einer bio-basierten Wirtschaft weltweit an Bedeutung\u201c, erkl\u00e4rt der Rektor der Universit\u00e4t Hohenheim Prof. Dr. Stephan Dabbert. \u201eDies geschieht aus einem ganz einfachen Grund: Die Bio\u00f6konomie ist der Schl\u00fcssel zu einer modernen und nachhaltigeren Wirtschaft.\u201c<\/p>\n<p>Es reiche aber nicht aus, nur eine neue Rohstoffbasis zu schaffen, so der Rektor weiter. \u201eVielmehr ist es notwendig, sich auf die nachhaltige Leistungsf\u00e4higkeit der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette von der Produktion, Weiterverarbeitung und Umwandlung von bio-basierten Rohstoffen bis hin zur Akzeptanz der Produkte durch Konsumenten und der Gesellschaft als Ganzes zu konzentrieren.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_46221\" aria-describedby=\"caption-attachment-46221\" style=\"width: 293px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-46221\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121131_print__3_5ae9ceac11.jpg\" alt=\"csm_2._Bioeconomy_Congress__121131_print__3_5ae9ceac11\" width=\"293\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121131_print__3_5ae9ceac11.jpg 350w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121131_print__3_5ae9ceac11-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-46221\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Thomas Hirth, Vorsitzender des Lenkungskreises des Forschungsprogramms Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg und Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Innovation und Internationales am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) (Bildquelle: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Angelika Emmerling)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eUm die M\u00f6glichkeiten der Bio\u00f6konomie voll auszusch\u00f6pfen, also nachhaltige Produkte und Prozesse zu entwickeln, m\u00fcssen Forschungsanstrengungen und Strategien interdisziplin\u00e4r sein\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Thomas Hirth, Vorsitzender des Lenkungskreises des Forschungsprogramms Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg und Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Innovation und Internationales am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT).<\/p>\n<p>\u201eDie Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, kleinen und mittleren Unternehmen und der Industrie ist ganz wichtig f\u00fcr die Entwicklung von Bio\u00f6konomie-Produkten, die dann sp\u00e4ter auf dem Markt erfolgreich sind\u201c, sagt Prof. Dr. Hirth. Er sei sehr froh, dass es mittlerweile mit Unterst\u00fctzung des Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg gelungen sei, neue, sehr erfolgreiche Netzwerke und Infrastrukturen aufzubauen.<\/p>\n<h3>Zwei Tage Bestandsaufnahme der Fortschritte in der Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Die rund 350 Teilnehmer befassten sich mit nachhaltiger Produktion von Biomasse, der Nutzung alternativer Ressourcen f\u00fcr die Produktion von Lebens- und Futtermitteln, und mit biobasierten Werkstoffen, Plattformchemikalien und Kraftstoffen. Sie diskutierten die neusten Entwicklungen im Bereich Biogas, stellten die Frage, wie man die Nachhaltigkeit biobasierter Materialien messen und modellieren kann und durchleuchteten die gesellschaftlichen Aspekte der Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem reflektierten die Teilnehmer in zwei Podiumsdiskussionen den aktuellen Stand der Umsetzung der Bio\u00f6konomie. Am ersten Kongresstag stand der Transfer von der Wissenschaft in die Praxis im Mittelpunkt, am zweiten die Frage, wie sozio-\u00f6konomische Aspekte die Umsetzung der Bio\u00f6konomie beeinflussen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Beteiligung internationaler Wissenschaftler aus 18 L\u00e4ndern er\u00f6ffnete die Sicht auf die globale Dimension der Bio\u00f6konomie und einen internationalen Vergleich. Zahlreiche G\u00e4ste kamen aus Lateinamerika und aus D\u00e4nemark und Finnland, Nationen die ebenfalls intensiv an Bio\u00f6konomie-Strategien arbeiten und zum Teil bereits in strategischen Wissenschaftsnetzwerken mit den hiesigen Akteuren verbunden sind.<\/p>\n<h3>Hintergrund: Forschungsprogramm Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg<\/h3>\n<figure id=\"attachment_46223\" aria-describedby=\"caption-attachment-46223\" style=\"width: 245px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-46223\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121130_print__2_03abc8d3cd-300x200.jpg\" alt=\"csm_2._Bioeconomy_Congress__121130_print__2_03abc8d3cd\" width=\"245\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121130_print__2_03abc8d3cd-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/09\/csm_2._Bioeconomy_Congress__121130_print__2_03abc8d3cd.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-46223\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Steinbach, Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg (Bildquelle: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Angelika Emmerling)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um die baden-w\u00fcrttembergische Forschung im Bereich der Bio\u00f6konomie zu positionieren, hat die Landesregierung das Forschungsprogramm Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg aufgelegt. Darin f\u00f6rdert sie drei Forschungsverb\u00fcnde in den Themenfeldern Biogas, Lignozellulose und Mikroalgen sowie das \u00fcbergreifend angelegte Kompetenznetz Modellierung der Bio\u00f6konomie und ein standort\u00fcbergreifendes Graduiertenprogramm. Die Landesgesch\u00e4ftsstelle des Forschungsprogramms ist an der Universit\u00e4t Hohenheim angesiedelt.<\/p>\n<p>Die Veranstalter des 2. Internationalen Bio\u00f6konomie-Kongresses waren das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg, die Universit\u00e4t Hohenheim und die BIOPRO Baden-W\u00fcrttemberg GmbH. Mehr Infos: biooekonomie-bw.uni-hohenheim.de<\/p>\n<h3>Hintergrund: Bio\u00f6konomie \u2013 Leitthema der Universit\u00e4t Hohenheim<\/h3>\n<p>Ziel der Bio\u00f6konomie ist die weltweite Ern\u00e4hrung zu sichern, die Agrarproduktion nachhaltig zu gestalten, gesunde und sichere Lebensmittel zu produzieren, nachhaltige Rohstoffe industriell zu nutzen sowie Energietr\u00e4ger auf der Basis von Biomasse auszubauen. Dabei genie\u00dft die Ern\u00e4hrungssicherung stets Vorrang vor anderen Nutzungen von Biomasse (Nationale Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030, BMBF).Die Bio\u00f6konomie greift ein zentrales Anliegen von Politik und Gesellschaft auf und ber\u00fccksichtigt gleicherma\u00dfen \u00f6kologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Belange.<\/p>\n<p>Die Bio\u00f6konomie ist das Leitthema der Universit\u00e4t Hohenheim und einer ihrer drei Forschungsschwerpunkte. Sie verbindet die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakult\u00e4ten in Forschung und Lehre.<\/p>\n<p>So ist die Universit\u00e4t Hohenheim die erste Universit\u00e4t in Deutschland, die einen Master-Studiengang f\u00fcr Bio\u00f6konomie ausrichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biomasse anstelle von fossilen Ressourcen: Hochkar\u00e4tige Experten aus Forschung, Industrie und Interessengruppen diskutierten dar\u00fcber beim zweiten Internationalen Bio\u00f6konomie-Kongress an der Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart, der gestern zu Ende ging. Sie befassten sich sowohl mit der Grundlagenforschung als auch mit Umsetzungsstrategien f\u00fcr die Bereitstellung biobasierter Produkte in regionalen und globalen Bio\u00f6konomie-Szenarien. 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