{"id":45992,"date":"2017-10-11T06:42:18","date_gmt":"2017-10-11T04:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fmaterialwissenschaften%2Fmikroplastik-in-meeren-hochschule-niederrhein-forscht-an-biologisch-abbaubarer-sport-kleidung.html"},"modified":"2017-10-09T11:16:09","modified_gmt":"2017-10-09T09:16:09","slug":"mikroplastik-in-meeren-hochschule-niederrhein-forscht-an-biologisch-abbaubarer-sport-kleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mikroplastik-in-meeren-hochschule-niederrhein-forscht-an-biologisch-abbaubarer-sport-kleidung\/","title":{"rendered":"Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung"},"content":{"rendered":"<p>Der Plastikm\u00fcll in den Weltmeeren ist ein stetig wachsendes Problem. Das Forschungsinstitut f\u00fcr Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein ist jetzt an einem Verbundprojekt beteiligt, das L\u00f6sungsans\u00e4tze im Bereich der Sport- und Outdoortextilien verfolgt. Konkret geht es um die Verschmutzung durch winzige textile Fasern, die sich beim Waschen l\u00f6sen und mit dem Abwasser letztlich in die Weltmeere gelangen k\u00f6nnen. Sie sind mit dem blo\u00dfen Auge nicht erkennbar, sch\u00e4digen marine Lebewesen und reichern sich in der Nahrungskette an.<\/p>\n<p>Am 1. September 2017 fiel der Startschuss f\u00fcr das Verbundprojekt \u201eTextileMission\u201c. Das Projekt l\u00e4uft \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren und wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des F\u00f6rderschwerpunktes \u201ePlastik in der Umwelt \u2013 Quellen, Senken, L\u00f6sungsans\u00e4tze\u201c mit rund 1,7 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Als Projektpartner bringen neben der Hochschule Niederrhein folgende sieben Organisationen aus der Sportartikel-Industrie, der Waschmaschinen- und der Waschmittelbranche, der Forschung und dem Umweltschutz ihr jeweiliges Know-how ein: die adidas AG, der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) als Projektkoordinator, die Henkel AG &amp; Co. KG aA, die Miele &amp; Cie. KG, Polartec LLC, die TU Dresden, die VAUDE Sport GmbH &amp; Co. KG und der WWF Deutschland.<br \/>\nAn der Hochschule Niederrhein leiten die Professorinnen Dr. Maike Rabe und Ellen Bendt das Teilvorhaben \u201eEntwicklung textiler Strukturen f\u00fcr den Sport- und Outdoor-Bereich mit reduzierter Partikelemission in der Textilw\u00e4sche und auf der Basis biologisch abbaubarer Polymere\u201c.<\/p>\n<p>Drei Jahre lang wird das Team am Forschungsinstitut f\u00fcr Textil und Bekleidung daran forschen, Materialien f\u00fcr Textilien zu entwickeln, die m\u00f6glichst wenig Mikroplastik abgeben. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit verschiedenen textilen Forschungspartnern, der chemischen Industrie und der Waschmaschinenindustrie erarbeitet, um Produkte zu erhalten, die die Gebrauchsfunktionen f\u00fcr den anspruchsvollen Sport- und Outdoorsektor erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus werden sich Experten der Abwassertechnik an der TU Dresden unter anderem mit dem Abbauverhalten der Kleinstfasern durch Mikroorganismen befassen.<br \/>\n\u201eWir versuchen, neue Konstruktionen f\u00fcr Textilien zu entwickeln, bei denen Material verwendet wird, das biologisch abbaubar ist, dennoch hohe technische Funktionalit\u00e4t aufweist und damit erst f\u00fcr die Sport- und Outdoormode geeignet ist\u201c, verdeutlichen Prof. Dr. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstituts f\u00fcr Textil und Bekleidung, und Projektleiterin Prof. Ellen Bendt.<br \/>\nAuf dem Campus M\u00f6nchengladbach wird daf\u00fcr ein Wasch- und Filterlabor aufgebaut, um das Verhalten der ebenfalls an der Hochschule neu entwickelten Textilien beim Waschen zu beobachten. Geben die Stoffe beim Waschvorgang Partikel ab und hinterlassen R\u00fcckst\u00e4nde? Wie kann man synthetische Stoffe so entwickeln, dass sie nat\u00fcrlich abbaubar sind? Fragen wie diese werden in den n\u00e4chsten drei Jahren in M\u00f6nchengladbach erforscht. Um daf\u00fcr zu sorgen, dass in die Betrachtung alternativer Materialien \u00fcber die Mikroplastik-Problematik hinausgehende Nachhaltigkeitsfaktoren einflie\u00dfen, wird es einen engen Austausch mit dem Projektpartner WWF geben.<\/p>\n<p>Bis September 2020 flie\u00dfen 500.000 Euro F\u00f6rdergelder an das Institut, das damit zweieinhalb wissenschaftliche Mitarbeiter besch\u00e4ftigt. Ziel ist es, einen Beitrag zu einer saubereren Umwelt zu leisten. Wobei Rabe klarstellt: \u201eViel schlimmer bei der Mikroplastik-Problematik als die Textilindustrie sind die Verpackungen, der Abrieb von Autoreifen, der ins Abwasser gesp\u00fclt wird, sowie der M\u00fcll, der bei der Isolierung von H\u00e4usern anf\u00e4llt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Plastikm&uuml;ll in den Weltmeeren ist ein stetig wachsendes Problem. 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