{"id":45894,"date":"2017-09-18T07:20:27","date_gmt":"2017-09-18T05:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=45894"},"modified":"2017-09-14T10:33:09","modified_gmt":"2017-09-14T08:33:09","slug":"zero-waste-wie-aus-kartoffeln-und-tomaten-verpackungen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zero-waste-wie-aus-kartoffeln-und-tomaten-verpackungen-werden\/","title":{"rendered":"Zero Waste: Wie aus Kartoffeln und Tomaten Verpackungen werden"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2015 landeten in Deutschland 5,9 Millionen Tonnen Plastik im Abfall, ein gro\u00dfer Teil davon in Form von Verpackungen. Das sind pro Haushalt gut 140 Kilogramm Plastikm\u00fcll pro Jahr.<\/p>\n<p>Die g\u00e4ngigen Alternativen, Papiert\u00fcten und Pappkartons, sind nicht unbedingt umweltfreundlicher: Sie verschlingen in der Herstellung so viel Energie wie die Produktion von Stahl. Und auch Biokunststoffe aus Mais- und Kartoffelst\u00e4rke helfen der Umwelt nicht, da sich viele solcher Materialien kaum kompostieren lassen.<\/p>\n<p>Warum also \u2013 so die Idee einer Reihe von T\u00fcftlern in den USA und Europa \u2013 nicht Essen in Essen verpacken?<\/p>\n<p>Ein Unternehmen aus dem US-Bundesstaat New York etwa erfand ein styropor\u00e4hnliches Material aus Pilzgeflecht, in dem sich Glasflaschen bruchfest transportieren lassen.<\/p>\n<p>Eine Umweltorganisation aus Vermont verschickt in den Pilzboxen bereits Ahornsirup, durch dessen Verkauf sie Teile ihrer Arbeit finanziert.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Verpackungen k\u00f6nnen Sie essen\u201c, so einer der Gr\u00fcnder des Verpackungs-Start-ups gegen\u00fcber der \u201eNew York Times\u201c \u2013 \u201eauch wenn wir es nicht ausdr\u00fccklich empfehlen.\u201c<\/p>\n<p>Andere Unternehmen arbeiten mit organischen Rohstoffen, die bei der Lebensmittelproduktion ohnehin als Abfall anfallen, etwa Tomatenh\u00e4ute oder Hummer- und Garnelenpanzer.<\/p>\n<p>F\u00fcnf simple Schritte f\u00fcr ein nachhaltigeres Leben<\/p>\n<p>Auch die Europ\u00e4ische Kommission glaubt an die Idee. In einer Studie lie\u00df sie Wissenschaftler j\u00fcngst nach biologischen Alternativen zur Kunststoffbeschichtungvon Getr\u00e4nkeverpackungen suchen.<\/p>\n<p>2016 kamen die Forscher zum Ergebnis, dass Kartoffelsaft, Kartoffelmus und Molke \u2013 zu Verpackungsbeschichtungen umgearbeitet \u2013 geeignet seien, um darin etwa Kakao, Fertigsuppe oder Orangensaft aufzubewahren.<\/p>\n<p>Das US-Landwirtschaftsministerium lie\u00df bereits vor zehn Jahren in einem seiner Forschungslabore eine Methode entwickeln, um aus den enormen \u00dcbersch\u00fcssen des Landes an Milchpulver ein Milcheiwei\u00dfmaterial herzustellen, mit dem sich K\u00e4se verpacken und Pizzakartons beschichten lassen sollten. Fertigsuppen, so die Idee, k\u00f6nnten k\u00fcnftig sogar gemeinsam mit der Verpackung in hei\u00dfem Wasser aufgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Potenziellen Kunden waren solche Produkte bisher zu teuer. Au\u00dferdem vertrugen sie sich nicht gut mit Feuchtigkeit.<\/p>\n<p>EU-Vertreter halten das Potenzial kompostierbarer Verpackungen trotzdem f\u00fcr enorm \u2013 Produktionssteigerungen von 30 Prozent j\u00e4hrlich seien m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Entscheidend sei nun, dass sich m\u00f6glichst rasch ein gro\u00dfer Lebensmittelkonzern finde, der bereit ist, seine Produkte im neuen \u2013 echten \u2013 Biokunststoff verpacken zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2015 landeten in Deutschland 5,9 Millionen Tonnen Plastik im Abfall, ein gro\u00dfer Teil davon in Form von Verpackungen. Das sind pro Haushalt gut 140 Kilogramm Plastikm\u00fcll pro Jahr. Die g\u00e4ngigen Alternativen, Papiert\u00fcten und Pappkartons, sind nicht unbedingt umweltfreundlicher: Sie verschlingen in der Herstellung so viel Energie wie die Produktion von Stahl. 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