{"id":45488,"date":"2017-08-30T07:23:17","date_gmt":"2017-08-30T05:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=45488"},"modified":"2017-08-25T15:30:32","modified_gmt":"2017-08-25T13:30:32","slug":"klebstoff-aus-dem-meer-leistet-erste-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klebstoff-aus-dem-meer-leistet-erste-hilfe\/","title":{"rendered":"Klebstoff aus dem Meer leistet Erste Hilfe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kleben ersetzt in der Medizin oft das klassische N\u00e4hen und Klammern. Ein vielversprechender biobasierter Klebstoff ist das Gel einer Muschel. Sie produziert es zum Anheften und nutzt es als Schwimmk\u00f6rper. Wegen welcher Eigenschaften gerade dieses Gel in der Medizin n\u00fctzlich sein k\u00f6nnte, steht in den \u201eNachrichten aus der Chemie\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Klebstoff zu verwenden, hat in der Medizin einige Vorteile gegen\u00fcber Operationstechniken wie N\u00e4hen und Klammern. Kleber m\u00fcssen nicht wieder entfernt werden und wirken als Adh\u00e4siv sowie Dichtmaterial. Weiche Gewebe wie Lunge, Leber und Herz lassen sich au\u00dferdem besser kleben als n\u00e4hen; so werden sie weniger gesch\u00e4digt. Biobasierte Klebstoffe aus der Natur sind gew\u00fcnscht, da sie biokompatibel, abbaubar und wasservertr\u00e4glich sind.<\/p>\n<p>Unter Wasser kleben Lebewesen effektiv, schnell und fest mit Proteinen. Die gestielte Meereichel Dosima fascicularis, eine Muschelart, sondert ein schaumartiges Proteingel ab, das verglichen mit denen anderer Meerestiere besonders weich und viskoelastisch ist. Das Gel dient der Meereichel, um sich etwa an Treibholz anzuheften, und ist so stabil und fest, dass es sich mit herk\u00f6mmlichen Chemikalien nicht l\u00f6sen l\u00e4sst. F\u00fcr den potenziell erfolgreichen Einsatz in der Medizin sprechen der hohe Wasseranteil des Gels, der es biovertr\u00e4glich macht, und Proteine, die der Mensch durch k\u00f6rpereigene Enzyme abbauen kann. Der Meereichel-Klebstoff regt die K\u00f6rperzellen zum Vermehren an und verbessert so die Wundheilung, wie eine Studie zur Biokompatibilit\u00e4t zeigt.<\/p>\n<p>Wie die Meereichel ihren Klebstoff herstellt und welche Eigenschaften er hat, beschreiben die Bioklebstoffforscher Ingo Grunwald, Janek von Byern, Vanessa Zheden und Waltraud Klepal in den \u201eNachrichten in der Chemie\u201c. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der \u201e<a href=\"http:\/\/www.nachrichtenausderchemie.de\" target=\"_blank\">Nachrichten aus der Chemie<\/a>\u201c unter <a href=\"mailto:nachrichten@gdch.de\" target=\"_blank\">nachrichten@gdch.de<\/a>.<\/p>\n<p>Nahezu 60.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den \u201eNachrichten&#8221; \u00fcber Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie \u00fcber gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte und das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleben ersetzt in der Medizin oft das klassische N\u00e4hen und Klammern. Ein vielversprechender biobasierter Klebstoff ist das Gel einer Muschel. 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