{"id":45363,"date":"2017-08-23T07:23:53","date_gmt":"2017-08-23T05:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=45363"},"modified":"2017-08-21T14:32:22","modified_gmt":"2017-08-21T12:32:22","slug":"mit-sonnenlicht-kohlendioxid-und-organischen-naehrstoffen-nachhaltige-biofarbstoffe-und-proteine-industriell-aus-algenbiomasse-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mit-sonnenlicht-kohlendioxid-und-organischen-naehrstoffen-nachhaltige-biofarbstoffe-und-proteine-industriell-aus-algenbiomasse-gewinnen\/","title":{"rendered":"Mit Sonnenlicht, Kohlendioxid und organischen N\u00e4hrstoffen: Nachhaltige Biofarbstoffe und Proteine industriell aus Algenbiomasse gewinnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>K\u00fcnftig sind die Kompetenzen auf dem Gebiet der Mikroalgenforschung in einem neuen Forschungsverbund unter Mitwirkung des Max-Planck-Instituts Magdeburg vereint. Ziel ist es, Biofarbstoffe und Proteine aus Mikroalgenbiomasse industriell herstellen zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>Ein neuer Forschungsverbund, bestehend aus der Hochschule Anhalt, dem Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg, vereint k\u00fcnftig die Kompetenzen auf dem Gebiet der Mikroalgenforschung. Ziel ist es, Biofarbstoffe und Proteine aus Mikroalgenbiomasse industriell herstellen zu k\u00f6nnen. Die Algenbiomasse soll dabei unter variabler Nutzung sowohl von Sonnenlicht und Kohlendioxid als auch von organischen N\u00e4hrstoffen gewonnen werden. Das Verbundvorhaben wird mit 1,2 Millionen Euro aus dem europ\u00e4ischen Struktur- und Investitionsfond (EFRE) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Nachhaltige biotechnologische Produktionsmethoden sollen zuk\u00fcnftig besser in die industrielle Anwendung \u00fcberf\u00fchrt werden. Der Einsatz von biobasierten Rohstoffen, zum Beispiel von Biomasse aus Mikroalgen, dient als Grundlage einer klimaneutralen biobasierten Wirtschaft. So sieht es die Regionale Innovationsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt 2014 bis 2020 vor. Biofarbstoffe und Proteine sollen daher k\u00fcnftig industriell aus Mikroalgenbiomasse hergestellt werden k\u00f6nnen, die unter variabler Nutzung sowohl von Sonnenlicht und Kohlendioxid als auch von organischen N\u00e4hrstoffen gewonnen wird. Die angestrebten Produkte sollen die steigende Nachfrage aus der Pharma-, Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie nach \u00f6kologischen Alternativen decken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_45365\" aria-describedby=\"caption-attachment-45365\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-45365 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zoom-1501851472-300x225.jpg\" alt=\"zoom-1501851472\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/08\/zoom-1501851472-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/08\/zoom-1501851472-600x450.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/08\/zoom-1501851472.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-45365\" class=\"wp-caption-text\">Am 13. Juni 2017 fand an der Hochschule Anhalt in K\u00f6then das offizielle Auftakttreffen der Projektpartner des EMIBEX-Verbundes zur nachhaltigen Gewinnung von Biofarbstoffen und Proteinen aus Algenbiomasse statt: (v.l.): Dr. Urike Schmid-Staiger, Prof. Carola Griehl, Dipl.-Ing. Gordon Brinitzer, Dr. Robert J. Flassig, Prof. Kai Sundmacher, Dr.-Ing. Katja Patzsch, M.Sc. Christian Kleinert, Dr. Stephanie Hielscher-Michael. \u00a9 Max-Planck-Institut Magdeburg \/ Robert J. Flassig <a href=\"http:\/\/www.mpi-magdeburg.mpg.de\/3289363\/zoom-1501851472.jpg\" target=\"_blank\">&#8211; Zoom &#8211; <\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Anhalt am Standort K\u00f6then, des Fraunhofer-Zentrums f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg haben nun ihre wissenschaftliche Expertise zur Analyse der verschiedenen verwendbaren Algenst\u00e4mme, zu deren Kultivierung unter Freilandbedingungen sowie zur mathematischen Modellierung und Optimierung der gesamten Prozessf\u00fchrung in dem Verbundprojekt EMIBEX zusammengef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst gilt es, die mixotrophe Prozessf\u00fchrung unter Laborbedingungen zu optimieren. Die Algen wachsen hierbei in Kombination sowohl per Photosynthese (autotroph) als auch mit Hilfe organischer Kohlenstoffquellen (heterotroph). Die mixotrophe Prozessf\u00fchrung vereint die Vorteile der Produktion Photosynthese-assoziierter Inhaltsstoffe (CO<sub>2<\/sub>-Verwertung) mit der deutlich h\u00f6heren Produktivit\u00e4t der heterotrophen Kultivierung, um eine wirtschaftlichere Produktion der Algeninhaltsstoffe zu erzielen. Verschiedene Algenst\u00e4mme werden hinsichtlich mixotropher Prozessf\u00fchrung im Labor analysiert. Im Pilotma\u00dfstab unter Freilandbedingungen sollen sie anschlie\u00dfend optimal kultiviert werden. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die gew\u00fcnschten Produkte kosteneffizient aus der Biomasse extrahiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Projekt wird fortlaufend durch mathematische Modellierung und Optimierung unterst\u00fctzt. Gezielte Experimente k\u00f6nnen so besser geplant und erforderliche Steuereingriffe in der Prozessf\u00fchrung vorhergesagt werden. Unter schwankenden Freilandbedingungen (Sonnenlicht, Temperatur und Kohlendioxid) muss zum Beispiel eine optimale Kultivierung gew\u00e4hrleistet werden. Mit Hilfe mathematischer Modellierung wird daf\u00fcr eine Prozessf\u00fchrung entworfen. Basierend auf den Labor- und Freilandergebnissen wird schlie\u00dflich ein mathematisches Gesamtprozessmodell erstellt, um den Prozess standortspezifisch \u00f6kologisch und \u00f6konomisch bewerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Verbundvorhaben ist auf 2,5 Jahre ausgelegt. Es wird mit 1,2 Millionen Euro vom europ\u00e4ischen Struktur- und Investitionsfond (EFRE) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<h3>\u00dcbersicht der Projektpartner EMIBEX<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Analyse \/ Hochskalieren:<\/strong> Arbeitsgruppe Algenbiotechnologie, Hochschule Anhalt, K\u00f6then, Leitung Frau Prof. Dr. Carola Griehl<\/li>\n<li><strong>Hochskalieren vom Labor- in den Pilotma\u00dfstab:<\/strong> Hochschule Anhalt sowie Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP, Leuna, Leitung Dipl.-Chem. Gerd Unkelbach und Dipl.-Ing. Gordon Brinitzer \/ Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart, Dr. Ulrike Schmid-Staiger<\/li>\n<li><strong>Mathematische Modellierung und Optimierung:<\/strong> Fachgruppe Prozesstechnik, Team Biochemische Produktionssysteme mit Photosynthetischen Organismen, Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, Dr.-Ing. Robert Flassig<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnftig sind die Kompetenzen auf dem Gebiet der Mikroalgenforschung in einem neuen Forschungsverbund unter Mitwirkung des Max-Planck-Instituts Magdeburg vereint. Ziel ist es, Biofarbstoffe und Proteine aus Mikroalgenbiomasse industriell herstellen zu k\u00f6nnen. Ein neuer Forschungsverbund, bestehend aus der Hochschule Anhalt, dem Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik komplexer technischer Systeme [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13261,12421],"supplier":[3130,649,191,929],"class_list":["post-45363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-farben","tag-mikroalgen","supplier-fraunhofer-institut-fuer-chemisch-biotechnologische-prozesse-cbp","supplier-fraunhofer-institut-fuer-grenzflaechen-und-bioverfahrenstechnik-igb","supplier-hochschule-anhalt","supplier-max-planck-institut-fuer-dynamik-komplexer-technischer-systeme"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45363\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45363"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=45363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}