{"id":44632,"date":"2017-07-26T07:20:04","date_gmt":"2017-07-26T05:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=44632"},"modified":"2021-09-09T21:37:20","modified_gmt":"2021-09-09T19:37:20","slug":"weltneuheit-aus-rostock-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/weltneuheit-aus-rostock-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig\/","title":{"rendered":"Weltneuheit aus Rostock: Erfindung macht Erd\u00f6l \u00fcberfl\u00fcssig"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt steht fest: Diese Erfindung made in Rostock hat tats\u00e4chlich das Potenzial, die Welt zu ver\u00e4ndern. Den Beweis daf\u00fcr liefert die Pilotanlage, die seit ein paar Tagen in Essen steht, aktuell Gr\u00fcne Hauptstadt Europas. Mithilfe von Enzymen, Kohlenstoffdioxid aus der gew\u00f6hnlichen Umgebungsluft, Wasser und gr\u00fcnem Strom erzeugt die Anlage Methanol. Das dient als langlebiges, einfach zu handhabendes und klimaneutrales Energiespeichermedium, das Erd\u00f6l oder Kohle \u00fcberfl\u00fcssig macht.<\/p>\n<p>Hinter dem Projekt Willpower Energy steckt das Rostocker Unternehmen Gensoric. Dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lars Kr\u00fcger sagt: \u201eWir sind ein kleines innovatives Unternehmen aus dem Rostocker Keller und haben es auf die Weltb\u00fchne eines Gro\u00dfkonzerns geschafft.\u201c Innogy, die gr\u00fcne Tochterfirma von RWE mit mehr als 40\u2005000\u2005Mitarbeitern hat den Bau der Pilotanlage unterst\u00fctzt. \u00dcber eine Methanolbrennstoffzelle will sie Autos sowie ein Fahrgastschiff antreiben und die Autos sogar in die Stromversorgung von H\u00e4usern einbinden.<\/p>\n<p>Ohne die Rostocker geht da allerdings nichts, stellt Nils Methling, Leiter Gesch\u00e4ftsentwicklung bei Gensoric, klar: \u201eUnser Know-how und unsere Patente machen uns erst richtig interessant f\u00fcr gro\u00dfe Konzerne wie Innogy, die bem\u00fcht sind, vielversprechende Innovationen zu f\u00f6rdern.\u201c Au\u00dferdem haben sich die Rostocker den weiteren Zugriff auf die Daten der Pilotanlage gesichert und verbessern sie zudem laufend. Gelernt h\u00e4tten sie bereits viel, erkl\u00e4rt Methling: \u201eWir wissen jetzt, wie viel Aufwand es tats\u00e4chlich bedeutet.\u201c Zudem seien erste Kontakte zu Lieferanten gekn\u00fcpft. Die wichtigste Erkenntnis aber sei: \u201eDas Verfahren funktioniert unter normalen Bedingungen.\u201c Abgenommen wurde die Anlage in Essen durch Elektrikerinnung und T\u00fcv.<\/p>\n<p>Bereits in etwa einem Jahr will das Team weitere Pilotanlagen pr\u00e4sentieren, dann f\u00fcr den Einsatz in normalen Wohnh\u00e4usern. Interessenten gibt es schon jetzt etliche. Architekturb\u00fcros beispielsweise wollen die revolution\u00e4re gr\u00fcne Technologie in ganzen Quartieren einsetzen. Und \u201ewir sind im Gespr\u00e4ch mit vielen Energieversorgern, die an einem Speichermedium f\u00fcr den \u00dcberschussstrom aus erneuerbaren Energien interessiert sind\u201c, sagt Gensoric-Marketingchefin Uta Hermes.<\/p>\n<p>Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, hat Gensoric ein <a href=\"https:\/\/www.deutsche-mikroinvest.de\/gensoric\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Crowdfunding<\/a> f\u00fcr sein Willpower Energy-System aufgelegt. \u201eF\u00fcr uns geht es dabei darum, freies Geld zu bekommen\u201c, erkl\u00e4rt Methling. Die Verwendung des 1,7-Millionen-Euro-Zuschusses der EU beispielsweise sei relativ strikt vorgegeben. Ganz nebenbei diene das Crowdfunding zudem als Marketinginstrument und zur Werbung von Kunden und Partnern. \u00dcber die Internetseite der Deutschen Mikroinvest k\u00f6nnen Investoren bereits ab 150 Euro zum Erfolg beitragen und nebenbei bis zu 8,25 Prozent Zinsen pro Jahr einstreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<em>Kommentar des Autors: Rostock forscht auf Weltniveau<\/em><\/p>\n<p><em>Wladimir Putin wird diese Rostocker Erfindung nicht gefallen. Schlie\u00dflich ist Russland mit Abstand Deutschlands wichtigster Roh\u00f6llieferant \u2013 und verf\u00fcgt damit \u00fcber eine sichere Einnahmequelle sowie ein politisches Druckmittel. \u00c4hnlich wie Saudi-Arabien, Libyen, Kasachstan oder Irak, die ebenfalls zu den Top-Ten-Lieferanten z\u00e4hlen. An diesen Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnissen r\u00fcttelt die Rostocker Weltneuheit. Mit ihrer Hilfe ist nicht nur die Herstellung eines alternativen Kraftstoffs f\u00fcr Fahrzeuge m\u00f6glich. Sie ist auch genau das, was zum endg\u00fcltigen Durchbruch der Energiewende noch gefehlt haben k\u00f6nnte. Dank des klimaneutralen Methanols kann Energie aus Wind- und Sonnenkraft dann abgerufen werden, wenn sie ben\u00f6tigt wird \u2013 und nicht, wenn sie erzeugt wird. Ein Quantensprung. Und er hat das Potenzial, die gesamte Welt zu ver\u00e4ndern. Kein Wunder, dass die EU die Entwicklung f\u00f6rdert.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt steht fest: Diese Erfindung made in Rostock hat tats\u00e4chlich das Potenzial, die Welt zu ver\u00e4ndern. Den Beweis daf\u00fcr liefert die Pilotanlage, die seit ein paar Tagen in Essen steht, aktuell Gr\u00fcne Hauptstadt Europas. Mithilfe von Enzymen, Kohlenstoffdioxid aus der gew\u00f6hnlichen Umgebungsluft, Wasser und gr\u00fcnem Strom erzeugt die Anlage Methanol. 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