{"id":44528,"date":"2017-07-20T07:26:16","date_gmt":"2017-07-20T05:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=44528"},"modified":"2021-09-09T21:37:28","modified_gmt":"2021-09-09T19:37:28","slug":"gruenes-gas-fuer-die-energiewende-uniper-legt-grundstein-fuer-methanisierungs-anlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenes-gas-fuer-die-energiewende-uniper-legt-grundstein-fuer-methanisierungs-anlage\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Gas f\u00fcr die Energiewende: Uniper legt Grundstein f\u00fcr Methanisierungs-Anlage"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Sektorenkopplung f\u00fcr erneuerbaren Strom durch Umwandlung in Methan<\/strong><\/li>\n<li><strong>Teil des europ\u00e4ischen Forschungsprojekts STORE&amp;GO<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die erfolgreich erprobte Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen tritt in die n\u00e4chste Phase ein: sie wird um eine Methanisierungs-Anlage erweitert. Die derzeitige Anlage bietet bereits die M\u00f6glichkeit, einen geringen Anteil von reinem Wasserstoff (sogenanntem \u201eWindGas\u201c) direkt ins Erdgasnetz einzuspeisen. Die neue Methanisierungs-Anlage wird dar\u00fcber hinaus Wasserstoff mit Hilfe von CO<sub>2<\/sub> in Methan umwandeln. Dieses Methan ist synthetisches Erdgas, das in der bestehenden Erdgasinfrastruktur aus Speichern und Leitungen uneingeschr\u00e4nkt transportiert und gespeichert werden kann. Es erlaubt somit die Speicherung gr\u00f6\u00dferer Energiemengen, die in unterschiedlichen Sektoren orts- und zeitunabh\u00e4ngig weitergenutzt werden k\u00f6nnen. Die so gespeicherte Energie kann im W\u00e4rmemarkt, in der Industrie, in der Mobilit\u00e4t und bei der Stromerzeugung genutzt werden. Au\u00dferdem steht sie zur Absicherung bereit, wenn Sonne und Wind nicht im erforderlichen Umfang verf\u00fcgbar sind. Die Anlage soll im Fr\u00fchjahr 2018 fertig gestellt sein.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der im August 2013 gestarteten, erfolgreichen Betriebsphase der bestehenden Demonstrationsanlage hat Uniper gezeigt, dass mit Hilfe der Power-to-Gas-Technologie \u00fcbersch\u00fcssiger Windstrom in Wasserstoff umgewandelt und in das regionale Erdgasnetz eingespeist werden kann. Die Power-to-Gas-Anlage hat eine Leistung von zwei Megawatt und erzeugt 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde. Falkenhagen in Brandenburg ist ein idealer Standort wegen seines hohen Windstrom-Aufkommens und seiner bestehenden, gut ausgebauten Strom- und Gasinfrastruktur.<\/p>\n<p>Die neue Methanisierungs-Anlage wird direkt neben der Power-to-Gas-Anlage errichtet und umfasst verschiedene Komponenten: Installiert werden zwei neuartige, katalytische Reaktoren f\u00fcr die Methanisierung, die im Rahmen des Projektes erprobt werden. Dabei werden bis zu 57 Nm\u00b3\/h SNG (Volumenstrom synthetisches Erdgas) produziert \u2013 das entspricht einer Leistung von ca. 600 kWh in der Stunde. Zudem wird bei der Umwandlung W\u00e4rme erzeugt, die einem nahegelegenen Furnierwerk zur Verf\u00fcgung gestellt wird.<\/p>\n<p>\u201ePower-to-Gas ist eine der Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die Energiewende. In Falkenhagen haben wir die Technologie bis zur Marktreife entwickelt. Aus erneuerbarer Energie wird gr\u00fcnes Gas, das \u2013 auch durch die bald m\u00f6gliche Methanisierung \u2013 vielf\u00e4ltig genutzt werden kann. Der gro\u00dftechnische Einsatz wird derzeit allerdings noch durch unzureichende politische Rahmenbedingungen behindert. Der Rolle von Speichertechnologien muss Rechnung getragen werden, damit die notwendige Integration der Erneuerbaren durch Power-to-Gas bald Fahrt aufnimmt\u201c, so Eckhardt R\u00fcmmler, im Vorstand von Uniper f\u00fcr Innovationen verantwortlich.<\/p>\n<p>Die neue Anlage errichtet und betreibt Uniper gemeinsam mit thyssenkrupp Industrial Solutions, dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT). thyssenkrupp und KIT konzipieren die Reaktoren f\u00fcr die Methanisierung und das KIT begleitet das Projekt \u00fcber die geplante 24-monatige Betriebsphase dar\u00fcber hinaus wissenschaftlich. Der DVGW \u00fcbernimmt die Gesamtkoordination des europ\u00e4ischen Projekts.<\/p>\n<p>Prof. Dr.-Ing. Thomas Kolb, KIT Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT: \u201ePower-to-Gas-Technologien und Erdgasinfrastruktur sind unverzichtbare Elemente der Energieversorgung der Zukunft f\u00fcr Deutschland und Europa.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Ralph Kleinschmidt, Head of Technology &amp; Innovation der thyssenkrupp Industrial Solutions AG: \u201eGasspeicher sind aus heutiger Sicht die einzig verf\u00fcgbare Technik, um gro\u00dfe Mengen Energie aus der Windkraft \u00fcber mehrere Monate zu speichern. Zuk\u00fcnftig werden wir f\u00fcr die Methangewinnung sogar Industrieabgase oder das CO<sub>2<\/sub> aus der Atmosph\u00e4re nutzen k\u00f6nnen. Die Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur industriellen Nutzung dieser Technologie.\u201c<\/p>\n<p>An der Grundsteinlegung unter der Leitung von Dr. Axel Wietfeld, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Uniper Energy Storage nahmen neben Dr.-Ing Klaus Freytag vom Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie und Torsten Uhe, Landrat des Landkreises Prignitz, G\u00e4ste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teil.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-44529\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2-1024x729.jpg\" alt=\"csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2\" width=\"538\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/07\/csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2-1024x729.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/07\/csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2-300x214.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/07\/csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2-600x427.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2017\/07\/csm_power-to-gas-falkenhagen-grundsteinlegung-06072017-klein_6c858d2cb2.jpg 1884w\" sizes=\"auto, (max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><\/p>\n<h3>\u00dcber Uniper<\/h3>\n<p>Uniper ist ein f\u00fchrendes internationales Energieunternehmen mit Aktivit\u00e4ten in mehr als 40 L\u00e4ndern und rund 13.000 Mitarbeitern. Sein Gesch\u00e4ft ist die sichere Bereitstellung von Energie und damit verbundenen Dienstleistungen. Zu den wesentlichen Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlen die Stromerzeugung in Europa und Russland sowie der globale Energiehandel. Uniper betreibt Gasspeicher in Deutschland, \u00d6sterreich und Gro\u00dfbritannien und spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr eine sichere und flexible Gasversorgung. Als eines der ersten Unternehmen ist Uniper aktiv im Bereich Power-to-Gas und betreibt Demonstrationsanlagen in Hamburg Reitbrook und Falkenhagen. Der Hauptsitz von Uniper ist D\u00fcsseldorf, Deutschland.<\/p>\n<h3>\u00dcber thyssenkrupp Industrial Solutions AG<\/h3>\n<p>Die Business Area Industrial Solutions von thyssenkrupp ist ein f\u00fchrender Partner f\u00fcr Planung, Bau und Service rund um industrielle Anlagen und Systeme. Auf der Basis von mehr als 200 Jahren Engineering-Erfahrung liefern wir ma\u00dfgeschneiderte, schl\u00fcsselfertige Gro\u00dfanlagen und Anlagenkomponenten f\u00fcr Kunden aus der Chemie-, D\u00fcngemittel-, Zement-, Mining- und Stahlindustrie. Als Systempartner f\u00fcr die Automobil- und Luftfahrtbranche sowie im Marinebereich entwickeln wir hochspezialisierte L\u00f6sungen f\u00fcr die individuellen Anforderungen unserer Kunden. \u00dcber 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden an \u00fcber 70 Standorten ein globales Netzwerk, dessen Technologieportfolio maximale Produktivit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit garantiert.<\/p>\n<h3>\u00dcber den DVGW, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.<\/h3>\n<p>Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) f\u00f6rdert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen \u00fcber 13.600 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik f\u00fcr Gas und Wasser. Der Verein initiiert und f\u00f6rdert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches. Dar\u00fcber hinaus unterh\u00e4lt er ein Pr\u00fcf- und Zertifizierungswesen f\u00fcr Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament f\u00fcr die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant f\u00fcr eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international h\u00f6chstem Standard. Der gemeinn\u00fctzige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegr\u00fcndet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabh\u00e4ngig und politisch neutral.<\/p>\n<h3>\u00dcber das KIT, Karlsruhe Institute of Technology<\/h3>\n<p>Das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, kurz KIT, ist eine Technische Universit\u00e4t des Landes Baden-W\u00fcrttemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft. Es entstand 2009 als Zusammenschluss der Universit\u00e4t Karlsruhe, heute KIT Campus S\u00fcd, mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, heute KIT Campus Nord, und versteht sich als \u201eDie Forschungsuniversit\u00e4t in der Helmholtz-Gemeinschaft\u201c.<\/p>\n<h3>\u00dcber STORE&amp;GO<\/h3>\n<p>Im Rahmen von Horizon 2020, Forschungs- und Innovationsprogramm der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr Forschung und Innovation, wurde 2016 das internationale Projekt STORE&amp;GO lanciert. Im Zentrum der Forschung steht die Herstellung erneuerbarer Gase \u00fcber den Schritt der Methanisierung und die Speicherung in einem industriellen Umfang, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu erm\u00f6glichen. Ber\u00fccksichtigt werden neben technologischen auch \u00f6konomische und rechtliche Fragen. Geforscht wird anhand von drei unterschiedlichen Power-to-Gas-Konzepten an drei Standorten in Deutschland (Falkenhagen, Brandenburg), Italien (Troia, Apulien) und der Schweiz (Solothurn). Das Projektkonsortium umfasst 27 Partner aus sechs europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Das Projekt STORE&amp;GO hat eine geplante Laufzeit von vier Jahren (2016-2020) und ein Gesamtbudget von ca. 28 Mio Euro, wovon ca. 18 Mio Euro durch die EU gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cordis.europa.eu\/project\/rcn\/200559_en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/cordis.europa.eu\/project\/rcn\/200559_en.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.storeandgo.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.storeandgo.info\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sektorenkopplung f\u00fcr erneuerbaren Strom durch Umwandlung in Methan Teil des europ\u00e4ischen Forschungsprojekts STORE&amp;GO Die erfolgreich erprobte Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen tritt in die n\u00e4chste Phase ein: sie wird um eine Methanisierungs-Anlage erweitert. Die derzeitige Anlage bietet bereits die M\u00f6glichkeit, einen geringen Anteil von reinem Wasserstoff (sogenanntem \u201eWindGas\u201c) direkt ins Erdgasnetz einzuspeisen. 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