{"id":44349,"date":"2017-07-13T07:26:44","date_gmt":"2017-07-13T05:26:44","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=44349"},"modified":"2017-07-11T12:33:52","modified_gmt":"2017-07-11T10:33:52","slug":"altholzverband-begruesst-diskussion-um-novelle-der-altholzverordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/altholzverband-begruesst-diskussion-um-novelle-der-altholzverordnung\/","title":{"rendered":"Altholzverband begr\u00fc\u00dft Diskussion um Novelle der Altholzverordnung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Altholzverordnung ist in die Jahre gekommen. Mit Blick auf eine anstehende Novellierung werden daher bereits unterschiedliche Vorschl\u00e4ge diskutiert: Das Spektrum reicht von der stofflichen Nutzung der Altholzkategorien A I bis IV \u00fcber ein Verbot der energetischen Nutzung von A I-Altholz bis hin zu einer eheblichen Vereinfachung der Getrennthaltung in nur noch zwei Altholzklassen: einer augenscheinlich behandelten und einer augenscheinlich unbehandelten Fraktion.<\/strong><\/p>\n<p>Auf Seiten des Bundesverbandes der Altholzaufbereiter und -verwerter (BAV) wird diese Diskussion im Vorfeld der Novellierung ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. \u201eDie Altholzverordnung ist das Fundament unserer t\u00e4glichen Arbeit, sie regelt die nachhaltige Verwertung von Altholz. Nach bald 15 Jahren ist es jedoch an der Zeit, das Regelwerk kritisch zu durchleuchten, Schwachstellen aufzuzeigen und diese zeitgem\u00e4\u00df und praxistauglich fortzuentwickeln\u201c, betont Dieter Uffmann, 1. Vorsitzender des BAV. \u201eZur Sicherung der Entsorgung von 8 bis 10 Mio. Tonnen Altholz pro Jahr ist f\u00fcr uns die derzeitige Regelung, die eine Hochwertigkeit sowohl der stofflichen wie auch der energetischen Verwertung zul\u00e4sst, auch in einer novellierten Verordnung von entscheidender Bedeutung.\u201c<\/p>\n<p>Die 5-stufige Abfallhierarchie wird in einem Update der Altholzverordnung zwingend umgesetzt werden m\u00fcssen. Diese sieht einen Vorrang der stofflichen vor einer energetischen Verwertung vor, jedoch unter R\u00fccksichtnahme der technischen M\u00f6glichkeit und wirtschaftliche Zumutbarkeit. \u201eDie Novellierung der f\u00fcr uns grundlegenden Altholzverordnung muss deshalb in unseren Augen beiden Verwertungswegen Rechnung tragen. Wir wollen die guten Altholzqualit\u00e4ten im Sinne der Abfallhierarchie stofflich nutzen\u201c, stellt Uffmann klar. A I-Altholz sollte soweit wie m\u00f6glich in die stoffliche Verwertung flie\u00dfen. Inwieweit die Grenzwerte der Altholzverordnung f\u00fcr die stoffliche Verwertung noch zeitgem\u00e4\u00df sind, gilt es im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung zu pr\u00fcfen. Ein Verbot, A I-Altholz energetisch zu nutzen, lehnt der BAV aber entschieden ab.<\/p>\n<p>Zentraler Ansatz zur dauerhaften Verbesserung der Altholzqualit\u00e4ten ist aus Sicht des BAV die strikte Getrennterfassung und Getrennthaltung der Abfallh\u00f6lzer bereits an der Anfallstelle. Durch eine konsequente Getrennthaltung der Sortimente und eine kontinuierliche Qualit\u00e4tsverbesserung lassen sich hierdurch ausreichend Potentiale f\u00fcr beide Verwertungswege \u2013 die stoffliche wie auch die energetische Verwertung &#8211; sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Klare Vorstellungen hat Uffmann auch im Hinblick auf die k\u00fcnftige Beprobung: \u201eSofern m\u00f6glich m\u00f6chten wir weg von der Chargenbeprobung hin zu einer automatisierten Probeentnahme. Wir sehen klare Vorteile in der prozessbegleitenden Probenahme und einer Analyse, die Ausreiser entsprechend ber\u00fccksichtigt.\u201c Weiter gilt es, in die Regelvermutung der Altholzverordnung neue Erkenntnisse einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p>Von einem Alleingang h\u00e4lt der BAV nichts. \u201eVielmehr gilt es, im Austausch mit Partnerverb\u00e4nden wie etwa dem bvse und dem VHI gemeinsame Positionen zu entwickeln\u201c. Mit Besuchen des Bundesumweltministeriums und des Bundesumweltamtes bei Aufbereitungsunternehmen des BAV hat laut Uffmann der Dialog zur Novellierung der Altholzverordnung zwischen federf\u00fchrendem Ministerium und der Praxis bereits begonnen. Dar\u00fcber hinaus wird in K\u00fcrze eine vorbereitende Studie ausgeschrieben, die beleuchten soll, welche Teile der Altholzverordnung novellierungsbed\u00fcrftig sind.<\/p>\n<p>Im Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. sind alle Interessensgruppen der Altholzbranche organisiert. Wir vertreten derzeit 81 Unternehmen aus den Bereichen Aufbereitung, stoffliche und energetische Verwertung, vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Belgien, den Niederlanden, \u00d6sterreich und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Altholzverordnung ist in die Jahre gekommen. 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