{"id":44333,"date":"2017-07-12T07:23:23","date_gmt":"2017-07-12T05:23:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=44333"},"modified":"2017-07-10T18:45:26","modified_gmt":"2017-07-10T16:45:26","slug":"studie-erneuerbare-energie-spaetestens-2030-billigste-stromquelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/studie-erneuerbare-energie-spaetestens-2030-billigste-stromquelle\/","title":{"rendered":"Studie: Erneuerbare Energie sp\u00e4testens 2030 billigste Stromquelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erneuerbare Energien werden im Jahr 2030 die billigste Form der Stromerzeugung in den G20-Staaten sein, zeigt eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/20170705_greenpeace_studie_stromgestehungskosten_g20_deutsch.pdf\" target=\"_blank\">neue Studie<\/a>. Derweil hat die EU erneut unterstrichen, das Pariser Klimaabkommen k\u00f6nne \u201enicht neu verhandelt\u201c werden.<\/strong><\/p>\n<p>In der Studie, die von der finnischen Lappeenranta Universit\u00e4t im Auftrag von Greenpeace Deutschland durchgef\u00fchrt wurde, werden die Kosten der Stromerzeugung in allen G20-L\u00e4ndern zwischen 2015 und 2030 berechnet.<\/p>\n<p>Dabei wurde herausgefunden, dass in der H\u00e4lfte der untersuchten L\u00e4nder der Strom aus erneuerbaren Quellen bereits seit zwei Jahren billiger oder gleich teuer ist, wie Elektrizit\u00e4t aus Kohle- und Atomkraftwerken. So sei in gro\u00dfen Teilen Europas, in S\u00fcdamerika, den USA und Australien die Windkraft bereits im Jahr 2015 die billigste Energiequelle gewesen. Dar\u00fcber hinaus werde dank des technischen Fortschritts Solarenergie im Jahr 2030 in vielen G20-Nationen sogar billiger als Windkraft sein.<\/p>\n<p>Tobias Austrup, Energieexperte von Greenpeace Deutschland, erkl\u00e4rt dementsprechend: \u201eKlimaschutz macht in den G20 immer mehr wirtschaftlichen Sinn, weil die erneuerbaren Energien billiger werden, als dreckiger Kohle- oder Atomstrom.\u201c So verschwende jedes G20-Land, das weiter in Kohle und Atomkraft investiert, sein Geld f\u00fcr \u201eTechnologien, die schon in wenigen Jahren nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig sein werden.\u201c<\/p>\n<h3>Frankreichs Atom-Abh\u00e4ngigkeit<\/h3>\n<p>Bei einer Veranstaltung des Franz\u00f6sischen Instituts f\u00fcr Internationale Beziehungen am Dienstag sagte auch der Exekutivdirektor des franz\u00f6sischen Energieministeriums, Mario Pain, erneuerbare Energien seien \u201eein gro\u00dfer Teil der Antwort\u201c auf Fragen zu Frankreichs zuk\u00fcnftigem Energiesystem. Er warnte aber, dass der Kohleausstieg zun\u00e4chst mit Preiserh\u00f6hungen einhergehen werde. Dies seien \u201edie Kosten der Entkarbonisierung. Das m\u00fcssen die B\u00fcrger akzeptieren, aber ich f\u00fcrchte, dass einige, zum Beispiel in Frankreich, daf\u00fcr m\u00f6glicherweise noch nicht bereit sind.\u201c<\/p>\n<p>Pain best\u00e4tigte auch, dass Strom aus Atomkraftwerken weiterhin ein wichtiger Teil des franz\u00f6sischen Energiemix bleiben wird. Das Ziel sei es, den Anteil der Atomkraft an der gesamten Stromproduktion bis 2030 von 75 auf 50 Prozent zu verringern.<\/p>\n<p>Der Franzose warnte, dass EU-Abkommen zu Energiefragen, wie beispielsweise die Reform des Emmissionshandelssystems, auch in Zukunft schwierig w\u00fcrden, da einige Mitgliedsstaaten nach wie vor sozial und wirtschaftlich sehr abh\u00e4ngig von Kohle sind. In Frankreich sei die Kohle jedoch \u201ekein Problem\u201c, versicherte er.<\/p>\n<p>Derweil hat die EU-F\u00fchrungsriege kurz vor dem G20-Gipfel deutlich gemacht, dass das Pariser Klimaabkommen nicht (erneut) verhandelbar sei. In einem gemeinsamen Brief schrieben Kommissionspr\u00e4sident Juncker und Ratspr\u00e4sident Tusk: \u201eDas Abkommen bleibt die Grundlage f\u00fcr globale Anstrengungen, den Klimawandel aktiv zu bek\u00e4mpfen und die Entwicklungsziele 2030 zu erreichen. Wir sehen es als unverhandelbar an.\u201d<\/p>\n<h3>Amerikas Irrationalit\u00e4t<\/h3>\n<p>In Bezug auf den US-R\u00fcckzug aus dem Klimaabkommen kommentierte Austrup, Donald Trumps Energiepolitik sei \u201eein einziger schlechter Deal. In den USA gibt es exzellente Voraussetzungen, um die Wind- und Solarenergie-Kapazit\u00e4ten massiv auszubauen. Und Staaten wie Kalifornien, Texas oder Iowa werden sich diese Chance nicht entgehen lassen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneuerbare Energien werden im Jahr 2030 die billigste Form der Stromerzeugung in den G20-Staaten sein, zeigt eine neue Studie. Derweil hat die EU erneut unterstrichen, das Pariser Klimaabkommen k\u00f6nne \u201enicht neu verhandelt\u201c werden. 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