{"id":43470,"date":"2017-06-09T07:29:23","date_gmt":"2017-06-09T05:29:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=43470"},"modified":"2021-09-09T21:38:05","modified_gmt":"2021-09-09T19:38:05","slug":"climeworks-waescht-co2-aus-der-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/climeworks-waescht-co2-aus-der-luft\/","title":{"rendered":"Climeworks w\u00e4scht CO<sub>2<\/sub> aus der Luft"},"content":{"rendered":"<p>CO2 ist in der Landwirtschaft ein wertvoller D\u00fcnger: In der richtigen Dosis eingesetzt, sorgt das Gas daf\u00fcr, dass Tomaten, Gurken oder Salat bis zu 20 Prozent schneller wachsen. \u201eDie Pflanzen werden kr\u00e4ftiger und gr\u00f6sser\u201c, sagt Fritz Meier, der bei der Gebr\u00fcder Meier AG in schweizerischen Hinwil f\u00fcr die Gew\u00e4chshausproduktion zust\u00e4ndig ist. Ab sofort erh\u00e4lt der landwirtschaftliche Betrieb das CO2 nicht mehr aus industriellen Quellen per LKW angeliefert, sondern weltweit einmalig von einer Anlage, die den wertvollen Rohstoff direkt aus der Umgebungsluft filtert, so die <a href=\"http:\/\/www.climeworks.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02_PM-Climeworks-DAC-Anlage-Case-Study.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medienmitteilung vom 31. Mai.<\/a><\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2008 besuchten Christoph Gebald und sein Kommilitone Jan Wurzbacher den Familienbetrieb der Gebr\u00fcder Meier \u2013 Die beiden ETH Studenten hatten die Idee, CO2 direkt aus der Umgebungsluft zu filtern und als Rohstoff zu verkaufen. \u201eWir stellten unser Konzept vor und schlossen eine Absichtserkl\u00e4rung \u00fcber den m\u00f6glichen Kauf, wenn es uns gelingt, eine entsprechende Anlage zu bauen\u201c, erinnert sich Christoph Gebald. Anschliessend entstand im Rahmen des Venture Challenge Kurses an der ETH Z\u00fcrich ein erster Businessplan.<\/p>\n<p>Erste Anlage nach 9 Jahren<br \/>\nNeun Jahre sp\u00e4ter thront die weltweit erste kommerzielle Anlage ihrer Art auf dem Dach der nur 400 Meter entfernt liegenden M\u00fcllverwertungsanlage des Zweckverbands Kehrichtverwertung Z\u00fcrcher Oberland KEZO. \u201eSeit unserem ersten Besuch hier haben wir den Sprung von einigen Millilitern pro Tag im Labor auf 900 Tonnen pro Jahr im industriellen Massstab geschafft\u201c, sagt Climeworks-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christoph Gebald stolz. Direct Air Capture heisst das Verfahren, das Christoph Gebald und Jan Wurzbacher inzwischen mit einem Team von \u00fcber 40 Experten zur kommerziellen Verf\u00fcgbarkeit weiterentwickelt haben.<\/p>\n<p>Ehrgeizige Ziele<br \/>\nClimeworks hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: \u00abWir wollen im Jahr 2025 ein Prozent der globalen Emissionen aus der Luft waschen, das entspricht j\u00e4hrlich 300 Millionen Tonnen CO2\u00bb, sagt Gebald. Das sei \u00abh\u00f6chst ehrgeizig\u00bb, aber nicht unrealistisch. Mehr als 300\u2019000 Anlagen wie in Hinwil m\u00fcssten daf\u00fcr weltweit gebaut werden.<\/p>\n<p>BFE unterst\u00fctzt<br \/>\nF\u00fcr die Umsetzung der Anlage in Hinwil wird Climeworks vom Bundesamt f\u00fcr Energie BFE mit einem Beitrag an die nicht amortisierbaren Kosten unterst\u00fctzt. 18 Kollektoren filtern 900 Tonnen CO2 Die 18 CO2-Kollektoren sind in drei Schiffscontainern \u00fcbereinander auf dem Dach der M\u00fcllverwertungsanlage und in Sichtweite zu den Gew\u00e4chsh\u00e4usern installiert. \u201eDie Ventilatoren aussen dienen dazu, die Umgebungsluft anzusaugen\u201c, erkl\u00e4rt Christoph Gebald. Im Inneren jedes Kollektors findet dann der eigentliche Adsorptions-Desorptions-Prozess statt. Die CO2-reduzierte Luft wird wieder herausgeblasen. \u201eUnsere Filter werden innerhalb weniger Stunden mit CO2 ges\u00e4ttigt\u201c, beschreibt Christoph Gebald. Um den Desorptions-Prozess zu starten, wird das ges\u00e4ttigte Filtermaterial auf ca. 100 Grad Celsius erhitzt. \u201eHierzu nutzen wir die Abw\u00e4rme der KEZO und sind damit besonders ressourcenschonend\u201c, erkl\u00e4rt Christoph Gebald. Dabei wird das hochreine CO2 freigesetzt und der Leitung zugef\u00fchrt, die die Gew\u00e4chsh\u00e4user der Gebr\u00fcder Meier mit dem Gas versorgt. Pro Jahr kauft der landwirtschaftliche Betrieb Climeworks 900 Tonnen des Gases zu markt\u00fcblichen Preisen ab. \u201eDie Nutzung von CO2 aus der lokalen Umgebungsluft passt zu unseren nachhaltigen Produktionsgrunds\u00e4tzen und unterst\u00fctzt die Vermarktung unserer Produkte\u201c, sagt Meier. Das Wachstum von Gurken oder Tomaten, die das Unternehmen f\u00fcr den schweizerischen Grosshandel anbaut, wird deutlich gesteigert. Bislang muss daf\u00fcr eigens ein LKW aus gr\u00f6sserer Entfernung den CO2-Tank auff\u00fcllen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CO2 ist in der Landwirtschaft ein wertvoller D\u00fcnger: In der richtigen Dosis eingesetzt, sorgt das Gas daf\u00fcr, dass Tomaten, Gurken oder Salat bis zu 20 Prozent schneller wachsen. \u201eDie Pflanzen werden kr\u00e4ftiger und gr\u00f6sser\u201c, sagt Fritz Meier, der bei der Gebr\u00fcder Meier AG in schweizerischen Hinwil f\u00fcr die Gew\u00e4chshausproduktion zust\u00e4ndig ist. 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