{"id":43130,"date":"2017-05-30T06:41:13","date_gmt":"2017-05-30T04:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=43130"},"modified":"2017-05-22T14:25:37","modified_gmt":"2017-05-22T12:25:37","slug":"start-eu-projekt-to-syn-fuel-wandlung-von-klaerschlamm-in-treibstoff-und-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/start-eu-projekt-to-syn-fuel-wandlung-von-klaerschlamm-in-treibstoff-und-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Start EU-Projekt TO-SYN-FUEL: Wandlung von Kl\u00e4rschlamm in Treibstoff und Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 01. Mai 2017 ist das EU-Projekt \u00bbThe Demonstration of Waste Biomass to Synthetic Fuels and Green Hydrogen\u00ab (Akronym: TO-SYN-FUEL) gestartet, welches Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Partnern durchf\u00fchrt. Das Projekt hat ein Volumen von \u00fcber 14 Mio. Euro. Fraunhofer UMSICHT koordiniert das Horizon 2020 Projekt, das zeigt, wie aus Restbiomasse erstmalig in der Geschichte ohne Synthese Treibstoff und Wasserstoff hergestellt wird.<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbDas Projekt hat eine Gesamtdauer von 48 Monaten und Fraunhofer UMSICHT wird der Koordinator des Projektes sein\u00ab, berichtet Prof. Dr. Andreas Hornung, Leiter von Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg und Lehrstuhlinhaber in Bioenergie an der Universit\u00e4t Birmingham. \u00bbDas Volumen des Projektes ist enorm mit insgesamt 14,5 Mio. Euro, davon ein F\u00f6rderanteil von 12,2 Mio. Euro und einen Anteil von 5,3 Mio. Euro f\u00fcr Fraunhofer UMSICHT\u00ab.<\/p>\n<h3>Politischer Hintergrund<\/h3>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat sich das Ziel gesetzt, dass 10% der im Verkehr verwendeten Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden m\u00fcssen. Jedoch ist die erste Generation der Biokraftstoffe aus \u00f6kologischen und sozialen Gr\u00fcnden in Kritik geraten. Was unterschiedliche Gr\u00fcnde hatte, wie die Erh\u00f6hung der Lebensmittelpreise, die Rodung von W\u00e4ldern sowie die verst\u00e4rkte Nutzung fossiler Energietr\u00e4ger beim Anbau und Transport von Rohstoffen. Um dieses Problem zu l\u00f6sen, f\u00fchrte die EU-Kommission f\u00fcr Biokraftstoffe aus Nahrungsmitteln oder Energiepflanzen eine Obergrenze ein. \u00bbDaher besteht ein dringender Bedarf, innovative Biokraftstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen auf den Markt zu bringen\u00ab, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Andreas Hornung.<\/p>\n<h3>TCR\u00ae-Technologie als L\u00f6sungsansatz<\/h3>\n<p>Die entwickelte TCR\u00ae-Technologie von Fraunhofer UMSICHT ist daher eine global anwendbare L\u00f6sung. Denn durch das thermo-katalytische Reforming TCR\u00ae werden erneuerbare, fl\u00fcssige Kraftstoffe aus Abfallbiomasse produziert, welche fossile Brennstoffe ersetzen k\u00f6nnen. Die hergestellten Kraftstoffe von Fraunhofer UMSICHT entsprechen den europ\u00e4ischen Normen f\u00fcr Benzin und Diesel EN228 bzw. EN590, was im Technikum-Ma\u00dfstab bereits nachgewiesen wurde. Diese sehr hohe \u00d6l-Qualit\u00e4t wird durch das thermo-katalytische Reforming TCR\u00ae erreicht. Die TCR\u00ae-Technologie wandelt im Wesentlichen alle Arten von Restbiomassen in drei Hauptprodukte um: H<sub>2<\/sub> reiches Synthesegas, Biokohle und fl\u00fcssiges Bio-\u00d6l, welches upgegradet werden kann.<\/p>\n<h3>Hauptziel des TO-SYN-FUEL-Projektes<\/h3>\n<p>\u00bbDas Hauptziel ist es, durch die Kombination von TCR\u00ae und HDO sowie der Separation des H<sub>2<\/sub> eine neue Wertsch\u00f6pfungskette zu schaffen. Beispielsweise biogene Abf\u00e4lle oder organische R\u00fcckst\u00e4nde sollen im Rahmen des Projektes im Demonstrationsma\u00dfstab in verwertbare, kosteng\u00fcnstige und leistungsstarke synthetische Kraftstoffe umgewandelt werden. Diese Produkte k\u00f6nnen direkt in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden\u00ab, beschreibt Prof. Dr. Andreas Hornung. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das TO-SYN-FUEL-Projekt in zehn Meilensteine untergliedert, die jeweils einem entsprechenden Arbeitspaket zugeordnet sind. Au\u00dferdem soll das Projekt die Akzeptanz der Biokraftstoffe erh\u00f6hen und der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit zeigen, dass der neue Diesel- und Benzin-\u00e4quivalente, synthetische Kraftstoff mit den fossilen Brennstoffen konkurrenzf\u00e4hig ist. So er\u00f6ffnet die TCR\u00ae-Technologie langfristig die M\u00f6glichkeit, organische Abf\u00e4lle in erneuerbare Treibstoffe mit der Qualit\u00e4t von fossilen Kraftstoffen umzuwandeln und direkt in bestehende Erd\u00f6linfrastrukturen einzusetzen. \u00bbDass die TCR\u00ae-Technologie nicht nur umweltfreundlich ist, sondern sich auch wirtschaftlich rechnet, wollen wir durch die Installation einer TCR\u00ae-Anlage am Hafen Rotterdam zeigen\u00ab, so Prof. Dr. Andreas Hornung.<\/p>\n<h3>Partner im EU-Projekt TO-SYN-FUEL<\/h3>\n<p>F\u00fcr das Projekt hat sich Fraunhofer UMSICHT weitere Partner ins Boot geholt, wie Engie Services Niederland NV (NL), Alma Mater Studiorum \u2013 Universit\u00e4t Bologna (IT), ENI S.p.A. (IT), Universit\u00e4t Birmingham (UK), ETA\u2013Florence Renewable Energies (IT), LEITAT (ESP), Susteen Technologies GmbH (DE), WRG Europe Ltd (UK), Verfahrenstechnik Schwedt GmbH (DE), HYGEAR Technology and Services BV (NL) und Slibverwerking Noord-Brabant NV (NL). Jeder der Partner hat bestimmte Aufgaben und tr\u00e4gt damit zum Gesamtprojekt bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 01. Mai 2017 ist das EU-Projekt \u00bbThe Demonstration of Waste Biomass to Synthetic Fuels and Green Hydrogen\u00ab (Akronym: TO-SYN-FUEL) gestartet, welches Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Partnern durchf\u00fchrt. Das Projekt hat ein Volumen von \u00fcber 14 Mio. Euro. 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