{"id":43026,"date":"2017-05-22T07:26:17","date_gmt":"2017-05-22T05:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=43026"},"modified":"2017-05-19T12:30:10","modified_gmt":"2017-05-19T10:30:10","slug":"hin-zu-einer-wissensbasierten-biooekonomie-staedte-und-regionen-dringen-auf-ueberarbeitung-der-eu-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hin-zu-einer-wissensbasierten-biooekonomie-staedte-und-regionen-dringen-auf-ueberarbeitung-der-eu-politik\/","title":{"rendered":"Hin zu einer wissensbasierten Bio\u00f6konomie: St\u00e4dte und Regionen dringen auf \u00dcberarbeitung der EU-Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Europ\u00e4ische Union muss die St\u00e4dte und Regionen in ihren Bem\u00fchungen besser unterst\u00fczen das bio\u00f6konomischen Potenzial durch die nachhaltige Nutzung der in Europa vorhandenen nat\u00fcrlichen Ressourcen zu erschlie\u00dfen. Diesen Standpunkt vertritt der Europ\u00e4ische Ausschuss der Regionen (AdR) in seiner Stellungnahme, in der er die EU zu einer umfassenden \u00dcberarbeitung ihrer aktuellen Bio\u00f6konomiestrategie auffordert.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_43028\" aria-describedby=\"caption-attachment-43028\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-43028 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/katrin-budde.jpg\" alt=\"??????????????????????????????????????????????????????????????\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-43028\" class=\"wp-caption-text\">Katrin Budde<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die von Katrin Budde (DE\/SPE), Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt, erarbeitete <a href=\"http:\/\/cor.europa.eu\/de\/activities\/opinions\/Pages\/opinion-factsheet.aspx?OpinionNumber=CDR%2044\/2017\" target=\"_blank\">Stellungnahme<\/a> wurde auf der AdR-Plenartagung am Donnerstag, dem 11. Mai verabschiedet. Darin wird u. a. daf\u00fcr pl\u00e4diert, dass die EU den Beitrag der biobasierten Industriezweige zur Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren erheblich steigert, damit die europ\u00e4ische Wirtschaft nachhaltiger, ressourceneffizienter und wettbewerbsf\u00e4higer wird.<\/p>\n<p>\u201eDer Ausbau der Bio\u00f6konomie weist gro\u00dfe Entwicklungspotenziale in Bezug auf Wachstum und Arbeitspl\u00e4tze auf, insbesondere in l\u00e4ndlichen und strukturschwachen Gebieten. Er hat auch eine wichtige soziale Dimension. Aber ein solcher Ausbau wird nur zum Erfolg f\u00fchren, wenn bei der Gestaltung und Finanzierung von Bio\u00f6konomie-Initiativen auch die regionalen Besonderheiten ber\u00fccksichtigt werden. Die Europ\u00e4ische Kommission muss daher Ideen vorlegen, wie solche regionalen Ans\u00e4tze fr\u00fchzeitig einbezogen werden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte die Berichterstatterin Budde eindringlich. Sie erinnerte auch daran, dass eine wissensgest\u00fctzte und vollkommen umweltfreundliche Bio\u00f6konomie auch die Unabh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen f\u00f6rdern und dem Klimawandel durch Klimaneutralit\u00e4t entgegenwirken kann.<\/p>\n<p>Obwohl die EU 3,85 Mrd. Euro f\u00fcr Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung f\u00fcr die Bio\u00f6konomie bereitgestellt hat, wird in der Stellungnahme f\u00fcr einen ganzheitlicheren und st\u00e4rker abgestimmten Ansatz pl\u00e4diert, um die Herausforderungen eines neu entstehenden Sektors zu bew\u00e4ltigen, der mit gro\u00dfen Risiken, langen Amortisationszeitr\u00e4umen und uneinheitlichen Vorschriften konfrontiert ist. Zur Ankurbelung der Investitionen in die Biotechnologie ist es daher unverzichtbar, die Synergien zwischen den einzelnen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zu verbessern und den Zugang zu ihnen zu erleichtern. Das n\u00e4chste Forschungsrahmenprogramm der EU sowie die Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik und der k\u00fcnftigen Koh\u00e4sionspolitik sollten st\u00e4rker auf die Entwicklung der Bio\u00f6konomie fokussiert sein.<\/p>\n<p>In der Stellungnahme werden auch Ma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) gefordert, die biobasierte Produkte auf den Markt bringen. Dazu k\u00f6nnen Marktanreizprogramme geh\u00f6ren, um die Kostennachteile f\u00fcr die Verbraucher teilweise auszugleichen, ebenso wie bessere F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und Garantien zur Reduzierung des wirtschaftlichen Risikos bei der Markteinf\u00fchrung. Ferner wird empfohlen, dass die Mitgliedstaaten und St\u00e4dte und Regionen der EU bei der \u00f6ffentlichen Auftragsvergabe biobasierten Materialien den Vorzug geben. Wichtig ist zudem die Entwicklung besserer Kommunikationsstrategien, um das Bewusstsein f\u00fcr die Bio\u00f6konomie in den Regionen zu st\u00e4rken. K\u00fcnftig sollten die Begriffe Bioregion und Biokommune verwendet werden, um so St\u00e4dte und Regionen zu bezeichnen, die einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausbau der Bio\u00f6konomie legen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird in der Stellungnahme auf die gro\u00dfen regionalen Unterschiede in Bezug auf den Ausbau der Bio\u00f6konomie und die f\u00fcr diesen Wirtschaftszweig geltenden Vorschriften hingewiesen: So gelten z. B. in den EU-Mitgliedstaaten derzeit unterschiedliche Bestimmungen f\u00fcr die Nutzung von Biomasse als Ausgangspunkt f\u00fcr bio\u00f6konomische Wertsch\u00f6pfungsketten. Deshalb bedarf es aus Sicht des AdR einer Harmonisierung und Vereinfachung der Rechtsetzung im Einklang mit dem Subsidiarit\u00e4tsprinzip und dem Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Lauri Ouvinen<br \/>\nTel.: +32 22822063<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:lauri.ouvinen@cor.europa.eu\" target=\"_blank\">lauri.ouvinen@cor.europa.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Union muss die St\u00e4dte und Regionen in ihren Bem\u00fchungen besser unterst\u00fczen das bio\u00f6konomischen Potenzial durch die nachhaltige Nutzung der in Europa vorhandenen nat\u00fcrlichen Ressourcen zu erschlie\u00dfen. Diesen Standpunkt vertritt der Europ\u00e4ische Ausschuss der Regionen (AdR) in seiner Stellungnahme, in der er die EU zu einer umfassenden \u00dcberarbeitung ihrer aktuellen Bio\u00f6konomiestrategie auffordert. 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