{"id":43006,"date":"2017-05-19T07:26:57","date_gmt":"2017-05-19T05:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=43006"},"modified":"2017-05-17T14:03:54","modified_gmt":"2017-05-17T12:03:54","slug":"bio-beton-fuer-haeuser-auf-dem-mars-entwickelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-beton-fuer-haeuser-auf-dem-mars-entwickelt\/","title":{"rendered":"Bio-Beton f\u00fcr H\u00e4user auf dem Mars entwickelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf Mars und Mond sollen, wenn die Planeten einmal besiedelt werden, H\u00e4user aus Bio-Beton gebaut werden. David Loftus von der NASA und Michael Lepech, Professor an der Stanford University, haben aus Gesteinsmehl, das dem auf Mond und Mars gleicht, und einem aus Rinderblut extrahierten Protein nun erstmals <a href=\"https:\/\/engineering.stanford.edu\/news\/new-technique-could-help-turn-mars-or-moon-rocks-concrete\" target=\"_blank\">Ziegel geformt<\/a>, die ebenso hart sind wie Baumaterial aus konventionellem Beton.<\/strong><\/p>\n<h3>Bioreaktoren n\u00f6tig<\/h3>\n<p>Die NASA-Forscher planen den Besuch von Menschen auf dem Mars f\u00fcr das Jahr 2030. Elon Musk, unter anderem Besitzer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, will schon sechs Jahre fr\u00fcher so weit sein. Wenn die Menschen l\u00e4ngere Zeit dort verbringen wollen, brauchen sie feste Unterk\u00fcnfte, die sie vor Meteoriten und Strahlung sch\u00fctzen. Dazu w\u00e4ren Unmengen von Zement n\u00f6tig. Die Transportkosten w\u00e4ren so gigantisch, dass die k\u00fchnen Pl\u00e4ne scheitern m\u00fcssten.<\/p>\n<p>In ihrer Not haben sich die NASA-Forscher an <a href=\"https:\/\/cee.stanford.edu\/people\/michael-lepech\" target=\"_blank\">Lepech<\/a>, einen Experten f\u00fcr umweltgerechtes Bauen, gewandt. Dessen Fokus richtet sich auf biologische Bindemittel, wie sie auch Schnecken f\u00fcr ihre H\u00e4user einsetzen. Proteine wie die, die im Rinderblut zu finden sind, sorgen f\u00fcr hohe Festigkeit.<\/p>\n<p>Nun denkt Lepech nicht daran, statt Zement Rinder auf den Mars zu schie\u00dfen. Die dort zum Bauen ben\u00f6tigten Proteine sollen Mikroorganismen in Bioreaktoren herstellen, die auf den Mars geschossen werden. \u00c4hnlich wie Medikamente sollen die ben\u00f6tigten Proteine von genmanipulierten Mikroorganismen hergestellt werden.<\/p>\n<h3>Strapazierf\u00e4higer Stoff<\/h3>\n<p>Lepech ist sicher, dass die Nahrungsmittel, die die winzigen Lebewesen verspeisen, um Proteine herzustellen, weitaus weniger wiegen als der Alternativbaustoff Zement. Zudem reduziert sich auch der Einsatz von Energie. Zement wird in gewaltigen \u00d6fen gebrannt. Diese emittieren weltweit f\u00fcnf Prozent allen Kohlendioxids. Die k\u00f6nnten eingespart werden, denn Lepech will den Bio-Beton auch auf der Erde einsetzen.<\/p>\n<p>Noch ist der Stoff nicht einsatzbereit. Schwere Regenf\u00e4lle etwa weichen auf Jahre gesehen den Bio-Beton auf. Ein Bombardement mit sehr schnellen Gas-Partikeln, die Meteoritenschauer simulieren sollten, \u00fcberstand das Material dagegen schadlos. Immun ist es auch gegen Strahlung aller Art.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Mars und Mond sollen, wenn die Planeten einmal besiedelt werden, H\u00e4user aus Bio-Beton gebaut werden. 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