{"id":42595,"date":"2017-05-08T07:40:08","date_gmt":"2017-05-08T05:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=42595"},"modified":"2017-05-02T09:52:26","modified_gmt":"2017-05-02T07:52:26","slug":"zukunft-ohne-plastik-biokunststoffe-aus-gemueseabfaellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zukunft-ohne-plastik-biokunststoffe-aus-gemueseabfaellen\/","title":{"rendered":"Zukunft ohne Plastik? Biokunststoffe aus Gem\u00fcseabf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"<p>euronews: \u201cIn Europa fallen in der Lebensmittelindustrie jedes Jahr \u00fcber Millionen Tonnen von Gem\u00fcsteresten an, wie diese Erbsen. Hier in Italien nutzen die Wissenschaftler sie f\u00fcr die Herstellung von Biokunstoff, ein innovatives und \u00f6kologisches Material.\u201d<\/p>\n<p>Die Abfallprodukte von Gem\u00fcse, wie Erbsen und Bohnen, k\u00f6nnten schon bald ein zweites Leben haben. Die Produzenten betrachten sie als wertlos, aber sie sind eine reiche Quelle an Proteinen und Ballaststoffen. Sie k\u00f6nnen also durchaus einen Mehrwert bringen.<\/p>\n<p>In dieser Forschungseinrichtung im italienischen Parma haben Wissenschaftler ein standardisiertes Verfahren entwickelt, sie zu Biokunststoffen umzuwandeln. Nach dem Waschen werden die pflanzlichen \u00dcberreste mit einer sogenannten \u201cPufferl\u00f6sung\u201d gemischt.<\/p>\n<p>Die Chemikerin Eleonora Umilt\u00e0 arbeitet f\u00fcr die SSICA und erkl\u00e4rt euronews den Prozess: \u201cDie Proteine werden gel\u00f6st in einer Pufferl\u00f6sung. Dann gibt eine Teilungsphase zwischen dem fl\u00fcssigen Teil und dem festen, mit Faserstoffen.\u201d<\/p>\n<p>Dieses Extraktionsverfahren wurde im Rahmen des europ\u00e4ischen Forschungsprojekts Leguval entwickelt. Die Fasern werden zur Herstellung von kompostierbaren Materialien genutzt. Die Proteine sind der grundlegende Bestandteil des Biokunststoffs.<\/p>\n<p>\u201cDas Eiwei\u00dfextrakt kann einige Salzr\u00fcckst\u00e4nde enthalten, aber es besteht zu 80 Prozent aus Proteinen, das ist sehr viel,\u201d so Eleonora Umilt\u00e0 weiter,<\/p>\n<p>Simona Bronco, technische Leiterin bei Leguval:<br \/>\n\u201cDie Reinheit, besonders des Eiwei\u00dfbestandteils ist sehr wichtig, denn es verbessert die Leistung und Charakteristika des Endmaterials, des Biokunststoffs.\u201d<\/p>\n<p>Die Vorteile liegen auf der Hand: auf der einen Seite wird M\u00fcll recycelt, auf der anderen Seite werden erneuerbare Resourcen, anstatt von Erd\u00f6l genutzt, einem Grundbestandteil von traditionellen Kunststoffen.<\/p>\n<p>Simona Bronco erkl\u00e4rt uns weiter:<br \/>\n\u201cDas ist eines der Polymere die wir nutzen, wir vermischen es mit Proteinen und Fasern. Durch einen Hei\u00dfmischprozess erhalten wir dieses Granulat.\u201d<\/p>\n<p>Dieses Biokunststoffgranulat wurde im Familienbetrieb BOKRI in Slowenien hergestellt, in einem Familienbetrieb, wo auch die ersten Experimente f\u00fcr die Herstellung von Blument\u00f6pfen gemacht wurden.<\/p>\n<p>Das Granulat wird einfach geschmolzen und in eine Form gespritzt. Am Ende sollen die Blument\u00f6pfe den Pflanzen N\u00e4hrstoffe bringen. Sie sind vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar.<\/p>\n<p>Eva \u0160traser, Bokri D.O.O vom BOKRI:<br \/>\n\u201cDie Blument\u00f6pfe sind biologisch abbaubar: wenn Sie sie also nicht mehr brauchen, werfen Sie sie einfach auf den Kompost oder sie vergraben sie in der Erde und nach 3-4 Monaten ist nichts mehr davon \u00fcbrig. Wir haben die ersten 1000 Muster hergestellt und die Produktion l\u00e4uft gut. Jetzt suchen wir die richtigen Kunden, f\u00fcr \u00d6kobauern, f\u00fcr diejenigen, die nicht so viel Plastik verschwenden wollen.\u201d<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verwendung der Blument\u00f6pfe gibt Es viele M\u00f6glichkeiten, doch das Wichtigste wird sein, dass die Lebensmittelindustrie in gro\u00dfem Umfang in den Prozess der alternativen Abfallaufbereitung einsteigt.<\/p>\n<div class=\"BorlabsCookie _brlbs-cb-youtube\">\n<div class=\"_brlbs-content-blocker\">\n<div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img decoding=\"async\" class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <\/p>\n<div class=\"_brlbs-caption\">\n<p>By loading the video, you agree to YouTube&#8217;s privacy policy.<br \/><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy?hl=en&amp;gl=en\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Learn more<\/a><\/p>\n<p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Load video<\/a><\/p>\n<p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>Always unblock YouTube<\/small><\/label><\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iWnVrdW5mdCBvaG5lIFBsYXN0aWs\/IEJpb2t1bnN0c3RvZmZlIGF1cyBHZW3DvHNlYWJmw6RsbGVuIC0gZnV0dXJpcyIgd2lkdGg9IjUwMCIgaGVpZ2h0PSIyODEiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvbnlPbVl4bDBoRU0\/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGNsaXBib2FyZC13cml0ZTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZTsgd2ViLXNoYXJlIiByZWZlcnJlcnBvbGljeT0ic3RyaWN0LW9yaWdpbi13aGVuLWNyb3NzLW9yaWdpbiIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPg==<\/script><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>euronews: \u201cIn Europa fallen in der Lebensmittelindustrie jedes Jahr \u00fcber Millionen Tonnen von Gem\u00fcsteresten an, wie diese Erbsen. 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