{"id":42483,"date":"2017-05-03T07:40:23","date_gmt":"2017-05-03T05:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=42483"},"modified":"2017-04-26T14:04:02","modified_gmt":"2017-04-26T12:04:02","slug":"nachhaltig-kleben-neues-bmbf-gefoerdertes-projekt-nutzt-bakterien-und-reststoffe-um-hochleistungsklebstoffe-herzustellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltig-kleben-neues-bmbf-gefoerdertes-projekt-nutzt-bakterien-und-reststoffe-um-hochleistungsklebstoffe-herzustellen\/","title":{"rendered":"Nachhaltig kleben: Neues BMBF-gef\u00f6rdertes Projekt nutzt Bakterien und Reststoffe um Hochleistungsklebstoffe herzustellen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Martinsried, 25.04.2017 &#8211; Ob M\u00f6bel, B\u00fccher, elektronische Ger\u00e4te, Bodenbel\u00e4ge oder Autos &#8211; Klebstoffe spielen in unserem t\u00e4glichen Leben eine gro\u00dfe Rolle. Um das vielgefragte Alltagsprodukt nachhaltig herzustellen, verfolgen die Partner aus dem Projekt &#8220;PHB-Klebstoffe&#8221; nun einen neuen Ansatz. Durch mikrobiologische Prozesse sollen Schmelz- und Fl\u00fcssigklebstoffe auf Basis von biogenen Reststoffen hergestellt werden. Die neuen Produkte sind biobasiert, sollen sich in verschiedenen Anwendungen beweisen, sowie bioabbaubar sein. Das Projekt wird f\u00fcr drei Jahre durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert. Das Kick-off-Treffen zum Projektstart fand heute in Martinsried statt.<\/strong><\/p>\n<p>Projektkoordinatorin Birgit Lewandowski von der FRITZMEIER Umwelttechnik GmbH &amp; Co. KG erkl\u00e4rt das Reststoffkonzept: &#8220;Im Gegensatz zu herk\u00f6mmlichen erd\u00f6lbasierten Klebstoffen nutzen wir biogene Reststoffe und verwenden mikrobiologische Prozesse, um unser Ausgangsmaterial Polyhydroxybutters\u00e4ure (PHB) herzustellen. Als N\u00e4hrmedium f\u00fcr Bakterien dienen Reststoffe, denn uns ist wichtig, dass keine potentiellen Nahrungsmittel verwendet werden.&#8221; Da reines PHB nur \u00fcber eine geringe Klebekraft verf\u00fcgt, werden anschlie\u00dfend weitere, vorzugsweise biobasierte Polymere beigemischt, bzw. das PHB wird chemisch modifiziert. Insgesamt m\u00f6chte das Projektteam Klebstoffe entwickeln, die nicht nur biobasiert sind, sondern auch in der Umwelt schnell und schadstofffrei abgebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf die neuen PHB-Klebstoffe wartet eine Vielzahl von Anwendungen. In Form von Schmelz- oder Fl\u00fcssigklebstoffen sollen verschiedene Substrate wie z.B. Holz, Metall, Glas und Papier\/Pappe verklebt werden k\u00f6nnen. Durch Modifikationen der Klebstoffe k\u00f6nnen spezifische Materialan-forderungen und Kundenw\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt werden. Das Projektteam m\u00f6chte beispielsweise Haftschmelzklebstoffe f\u00fcr Etiketten formulieren, die beim Klebeprozess beschichtet werden (z.B. Flaschenetikettierung von PET-Flaschen), oder zur Verklebung von Trittschalld\u00e4mmmaterialien unter Laminatb\u00f6den. Au\u00dferdem sollen L\u00f6semittelklebstoffe formuliert werden, die in der Schaumpolster-herstellung verwendet werden.<\/p>\n<p>Das Projekt &#8220;PHB-Klebstoffe&#8221; wurde innerhalb des Kooperationsnetzwerks &#8220;BioPlastik&#8221; angesto\u00dfen, das die IBB Netzwerk GmbH vor gut drei Jahren initiiert hat. Projektpartner sind FRITZMEIER Umwelttechnik GmbH &amp;Co. KG, Jowat SE, Unavera ChemLab GmbH sowie das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Das Projekt wird f\u00fcr drei Jahre im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme &#8220;KMU-innovativ&#8221; durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert.<\/p>\n<h3>\u00dcber das Kooperationsnetzwerk &#8220;BioPlastik&#8221;<\/h3>\n<p>Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionstextilien &#8211; in allen diesen Produkten sind typischerweise petrobasierte Kunststoffe enthalten. Diese k\u00f6nnen in der Natur nur sehr schlecht abgebaut werden. Die Reste reichern sich als unerw\u00fcnschter und umwelt- bzw. gesundheitssch\u00e4dlicher Kunststoffm\u00fcll an, z.B. im Meer. Die Partner des Kooperationsnetzwerks &#8220;BioPlastik&#8221; haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, technische Projekte zur Entwicklung von innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisg\u00fcnstigen Biopolymeren durchzuf\u00fchren. Materialien aus Bioplastik &#8211; insbesondere Materialien aus den bisher wenig vermarkteten Polyhydroxyalkanoaten (PHA) &#8211; sollen dadurch deutliche Marktanteile an Massenprodukten gewinnen. Dar\u00fcber hinaus stellen die Partner hohe Nachhaltigkeitskriterien an die Herstellung der Biopolymere und die Materialien selbst.<\/p>\n<p>Initiator und Management des Kooperationsnetzwerks &#8220;BioPlastik&#8221; ist die IBB Netzwerk GmbH. Die Partner wurden von Januar 2014 bis Dezember 2016 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi gef\u00f6rdert. Das bundesweite F\u00f6rderprogramm ist technologie- und branchenoffen und unterst\u00fctzt mittelst\u00e4ndische Unternehmen sowie Partner aus der Wissenschaft. Anfang 2017 wurde &#8220;BioPlastik&#8221; durch Eigenbeitr\u00e4ge der Partner verstetigt. Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-bioplastik.de\" target=\"_blank\">www.netzwerk-bioplastik.de<\/a>.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltigen Bio\u00f6konomie. Ziel ist es, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt u.a. das Management der Kooperationsnetzwerke &#8220;BioPlastik&#8221;, &#8220;Waste2Value&#8221; und &#8220;UseCO<sub>2<\/sub>&#8221; und unterst\u00fctzt die Netzwerkpartner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen. Weitere Informationen unter <a href=\"www.ibbnetzwerk-gmbh.com.\" target=\"_blank\">www.ibbnetzwerk-gmbh.com. <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martinsried, 25.04.2017 &#8211; Ob M\u00f6bel, B\u00fccher, elektronische Ger\u00e4te, Bodenbel\u00e4ge oder Autos &#8211; Klebstoffe spielen in unserem t\u00e4glichen Leben eine gro\u00dfe Rolle. Um das vielgefragte Alltagsprodukt nachhaltig herzustellen, verfolgen die Partner aus dem Projekt &#8220;PHB-Klebstoffe&#8221; nun einen neuen Ansatz. Durch mikrobiologische Prozesse sollen Schmelz- und Fl\u00fcssigklebstoffe auf Basis von biogenen Reststoffen hergestellt werden. 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