{"id":42451,"date":"2017-05-15T07:00:06","date_gmt":"2017-05-15T05:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F162965%2Fco2-vom-klimakiller-zum-chemischen-rohstoff.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2017-04-28T12:31:21","modified_gmt":"2017-04-28T10:31:21","slug":"co2-vom-klimakiller-zum-chemischen-rohstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-vom-klimakiller-zum-chemischen-rohstoff\/","title":{"rendered":"CO<sub>2<\/sub> \u2013 vom Klimakiller zum chemischen Rohstoff"},"content":{"rendered":"<p><strong>Man nehme das sch\u00e4dliche Treibhausgas Kohlendioxid und verwandle es mithilfe regenerativ erzeugten Stroms in eine universelle Basis f\u00fcr die Herstellung von Kraftstoffen und die chemische Industrie. Das ist, stark verk\u00fcrzt, das Ziel einer Gruppe von Verfahren, die auch als Co-Elektrolyse bezeichnet wird. In der Fachzeitschrift Angewandte Chemie informieren J\u00fclicher Wissenschaftler \u00fcber den aktuellen Entwicklungsstand dieses Power-to-X-Konzepts, das zu den zentralen Forschungsthemen des Kopernikus-Projekts P2X z\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;In P2X erforschen wir eine vollkommen neue Wertsch\u00f6pfungskette mit CO<sub>2<\/sub> als Ausgangsstoff, die im Vergleich zu einem reinen Wasserstoffkreislauf, der sogenannten Wasserstoffwirtschaft, zus\u00e4tzliche Funktionen wie die Verwertung von Kohlendioxid und geschlossene Kohlenstoffkreisl\u00e4ufe erm\u00f6glicht&#8221;, erl\u00e4utert Prof. R\u00fcdiger A. Eichel, Direktor des Instituts f\u00fcr Energie- und Klimaforschung, Bereich Grundlagen der Elektrochemie (IEK-9).<\/p>\n<figure id=\"attachment_42562\" aria-describedby=\"caption-attachment-42562\" style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-42562\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2017-04-18-klimakiller-1_220.jpg\" alt=\"Einbau einer Hoch\u00adtemperatur\u00adfestoxidzellen-Probe in den Teststand. Copyright: Forschungszentrum J\u00fclich \/ Regine Panknin\" width=\"220\" height=\"165\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-42562\" class=\"wp-caption-text\">Einbau einer Hoch\u00adtemperatur\u00adfestoxidzellen-Probe in den Teststand.<br \/>Copyright: Forschungszentrum J\u00fclich \/ Regine Panknin<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der J\u00fclicher Wissenschaftler ist einer der Koordinatoren des Projekts P2X. Die im Rahmen von P2X erforschte Hochtemperatur-Co-Elektrolyse gilt als &#8220;K\u00f6nigsweg zur Herstellung von \u201agr\u00fcnem\u2019 Synthesegas&#8221;, einem der wichtigsten Ausgangsstoffe f\u00fcr die chemische Industrie. Das Verfahren befindet sich allerdings noch im Fr\u00fchstadium der Entwicklung. &#8220;Die Leistung aktueller Systeme baut im Testbetrieb bereits relativ schnell ab, was ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis der relevanten Mechanismen und die Entwicklung stabiler Hochleistungsmaterialien erforderlich macht&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Lambertus G.J. de Haart vom J\u00fclicher Institut f\u00fcr Energie- und Klimaforschung (IEK-9), Leiter des zugeh\u00f6rigen Forschungsclusters.<\/p>\n<p>Bei dem sogenannten &#8220;Power-to-Syngas&#8221;-Verfahren wird Wasserdampf und Kohlendioxid zu Synthesegas umgewandelt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff. Als universell einsetzbares Zwischenprodukt enth\u00e4lt es bereits die Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, die f\u00fcr die Weiterverarbeitung zu hochwertigen Chemikalien wie Ammoniak und Methanol erforderlich sind: den chemischen Grundbausteinen von Kunstharzen, D\u00fcngemitteln, Kraftstoffzus\u00e4tzen und Kraftstoffen.<\/p>\n<p>Bereits seit Jahrzehnten wird Synthesegas aus fossilen Brennstoffen hergestellt: durch die Vergasung von Kohle und insbesondere durch die sogenannte Dampfreformierung fossiler Fl\u00fcssigkeiten oder Erdgas. Die Co-Elektrolyse von CO<sub>2<\/sub> bietet gegen\u00fcber den konventionellen Verfahren mehrere Vorteile. So k\u00f6nnte sie dazu beitragen, die Emission von Treibhausgasen signifikant zu reduzieren, und erm\u00f6glicht es dar\u00fcber hinaus, auf die aufwendige Reinigung im Nachgang zu verzichten. Anders als Gasgemische aus fossilen Brennstoffen ist das Endprodukt bereits weitgehend frei von Schwefel- und Stickstoffkomponenten, die sonst aufwendig entfernt werden m\u00fcssen, damit das f\u00fcr die Weiterverarbeitung notwendige Reinheitsniveau erreicht wird.<\/p>\n<h3>Kopernikus-Projekt P2X<\/h3>\n<p>An P2X sind 17 Forschungseinrichtungen, 26 Industrieunternehmen sowie drei zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt. Federf\u00fchrend sind die RWTH Aachen, das Forschungszentrum J\u00fclich und die Dechema involviert. Im ersten Schritt hat das Projekt ein Volumen von 30 Millionen Euro. Zus\u00e4tzlich zur F\u00f6rderung durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) bringen Industriepartner Forschungsleistungen im Umfang von weiteren 8,3 Millionen Euro ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man nehme das sch&auml;dliche Treibhausgas Kohlendioxid und verwandle es mithilfe regenerativ erzeugten &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13338,11567],"supplier":[187,12863,535,98],"class_list":["post-42451","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-kohlendioxid","tag-umwelt","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-dechema-forschungsinstitut","supplier-forschungszentrum-juelich","supplier-rheinisch-westfaelische-technische-hochschule-aachen-rwth"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42451"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42451\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42451"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=42451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}