{"id":42302,"date":"2017-04-25T06:43:25","date_gmt":"2017-04-25T04:43:25","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fbiowissenschaften-chemie%2Fbiooekonomie-insektenmehl-als-nachhaltiges-aquakultur-futter.html"},"modified":"2017-04-24T10:34:46","modified_gmt":"2017-04-24T08:34:46","slug":"biooekonomie-insektenmehl-als-nachhaltiges-aquakultur-futter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biooekonomie-insektenmehl-als-nachhaltiges-aquakultur-futter\/","title":{"rendered":"Bio\u00f6konomie: Insektenmehl als nachhaltiges Aquakultur-Futter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rund die H\u00e4lfte des weltweit verzehrten Fisches stammt schon jetzt aus der Aquakultur. Doch um die \u00d6kosysteme wirklich zu entlasten, muss auch die Fischzucht dringend nachhaltiger gestaltet werden. Eine gro\u00dfe Rolle spielen dabei alternative Futtermittel, die auf Fischmehl und Fisch\u00f6l aus Wildfang verzichten. Daf\u00fcr haben eiwei\u00dfreiche Insektenlarven besonders gro\u00dfes Potenzial. Doch solche neuen Konzepte m\u00fcssen auch technisch und wirtschaftlich tragf\u00e4hig sein, um sich langfristig durchsetzen zu k\u00f6nnen. Daher wird das Zuchtkonzept f\u00fcr die \u201eSchwarze Soldatenfliege\u201c (Hermetia illucens) des Leibniz-Instituts f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Binnenfischerei (IGB) jetzt im Rahmen des BMBF-Ideenwettbewerbs \u201eNeue Produkte f\u00fcr die Bio\u00f6konomie\u201c in der Sondierungsphase mit rund 48.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Larven der Schwarzen Soldatenfliege k\u00f6nnen mit organischen Reststoffen ern\u00e4hrt werden, zum Beispiel Abf\u00e4llen und Nebenprodukten aus der Landwirtschaft. Bisher ungenutzte N\u00e4hrstoffe werden so recycelt und einem intelligenten Stoffkreislauf zugef\u00fchrt, der sich an der Natur orientiert\u201c, erkl\u00e4rt Projektleiter Martin Tschirner, der in der IGB-Abteilung \u00d6kophysiologie und Aquakultur an alternativen Proteinfuttermitteln forscht.<\/p>\n<p>Auf Basis des IGB-Forschungswissens soll in der jetzt vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rderten Sondierungsphase von \u201eInProSol \u2013 Innovative Protein Solutions\u201c ein tragf\u00e4higes Grundkonzept f\u00fcr die wirtschaftliche Gro\u00dfproduktion von insektenbasierten Futtermitteln entwickelt werden. Analysiert wird daf\u00fcr der gesamte komplexe Herstellungsprozess, unter anderem durch ein neues Input-Output-Berechnungsmodell. Am Projektende wird ein Anforderungskatalog stehen, der zum Beispiel die Standortanalyse, Produktionstechnik, Produktaufbereitung und Stoffstromplanung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>\u201eGelingt die gro\u00dfskalige Produktion von Insektenmehl, dann erhalten wir ein nachhaltiges Futtermittel mit dauerhafter Verf\u00fcgbarkeit, kontrollierter Qualit\u00e4t und Sicherheit sowie stabilen Preisen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Werner Kloas, Leiter der IGB-Abteilung \u00d6kophysiologie und Aquakultur. \u201eHier k\u00f6nnen Wirtschaftlichkeit und Umweltvertr\u00e4glichkeit im Sinne der Bio\u00f6konomie ideal verkn\u00fcpft werden.\u201c<\/p>\n<p>Neben den Futtermitteln gebe es zudem Nebenprodukte, die wirtschaftlich interessant seien, erg\u00e4nzt Tschirner: \u201eDas Restsubstrat kann als organischer D\u00fcnger vermarktet werden, das gewonnene Insekten\u00f6l ist auch f\u00fcr technische Anwendungen geeignet.\u201c<\/p>\n<p>Entwickeln sich Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse sowie die europ\u00e4ische Rahmengesetzgebung weiter positiv, soll die IGB-Produktidee auch kommerziell verwertet werden. Ebenso sollen die Kernergebnisse den politischen Akteuren als evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die weiteren Strategien in der Bio\u00f6konomie dienen. Bei der wirtschaftlichen Verwertung und Politikberatung wird das Vorhaben von der IGB-Transferstelle unterst\u00fctzt. Mit diesem Bio\u00f6konomie-Projekt baut das IGB sein Engagement an der Schnittfl\u00e4che von Forschung, Wirtschaft und Politik weiter konsequent aus.<\/p>\n<h3>\u00dcber den BMBF-Ideenwettbewerb<\/h3>\n<p>Mit der \u201eNationalen Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030\u201c soll Deutschland zu einem f\u00fchrenden Forschungs- und Innovationsstandort in der Bio\u00f6konomie entwickelt werden. Die Bio\u00f6konomie verfolgt die Vision einer nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft und umfasst alle Bereiche, die biologische Ressourcen produzieren, verarbeiten oder nutzen. Um die M\u00f6glichkeiten zu identifizieren und zu erschlie\u00dfen, die der Wandel zu einer Bio\u00f6konomie f\u00fcr die Entwicklung neuer Produkte bietet, hat das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) den Ideenwettbewerb \u201eNeue Produkte f\u00fcr die Bio\u00f6konomie\u201c aufgelegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund die H\u00e4lfte des weltweit verzehrten Fisches stammt schon jetzt aus der Aquakultur. Doch um die \u00d6kosysteme wirklich zu entlasten, muss auch die Fischzucht dringend nachhaltiger gestaltet werden. Eine gro\u00dfe Rolle spielen dabei alternative Futtermittel, die auf Fischmehl und Fisch\u00f6l aus Wildfang verzichten. Daf\u00fcr haben eiwei\u00dfreiche Insektenlarven besonders gro\u00dfes Potenzial. 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